Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Wahl in Alabama: Trump wirbt um Stimmen für umstrittenen Roy Moore
International 09.12.2017

Wahl in Alabama: Trump wirbt um Stimmen für umstrittenen Roy Moore

Roy Moore (l.) ist höchst umstritten, Donald Trump möchte ihn im Senat sehen.

Wahl in Alabama: Trump wirbt um Stimmen für umstrittenen Roy Moore

Roy Moore (l.) ist höchst umstritten, Donald Trump möchte ihn im Senat sehen.
Fotos: AFP
International 09.12.2017

Wahl in Alabama: Trump wirbt um Stimmen für umstrittenen Roy Moore

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Roy Moore war Richter in Alabama und kandidiert für den US-Senat. Bekannt ist der glühende Schwulenhasser im Moment aber wegen mehreren Vorwürfen der sexuellen Belästigung. Eine der Frauen war damals minderjährig.

(dpa) - Mit deutlichen Worten hat US-Präsident Donald Trump dazu aufgerufen, bei der Senatswahl in Alabama am Dienstag für den umstrittenen republikanischen Kandidaten Roy Moore zu stimmen. Das Letzte, was seine Agenda gebrauchen könne, sei ein liberaler Demokrat im Senat, wo die Republikaner ohnehin wenig Spielraum hätten, schrieb Trump am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter. „Wählt Roy Moore!“, fügte er in großen Lettern hinzu.

Mehrere Frauen beschuldigen den 70-jährigen Moore, sie vor vielen Jahren sexuell belästigt zu haben. Mehrere ranghohe Republikaner waren deswegen auf Distanz zu dem Kandidaten gegangen und hatten ihn aufgefordert, sich aus dem Rennen in Alabama zurückzuziehen. Trump selbst schwieg lange zu dem Thema und stellte sich schließlich voll hinter Moore. Der Fall offenbart den Richtungskampf innerhalb der konservativen Partei zwischen dem traditionellen Flügel und radikalen Vertretern.

Das Thema ist für die Republikaner auch heikel, weil sie im Senat nur eine hauchdünne Mehrheit von zwei Stimmen haben.

Trump wollte am Freitagabend (Ortszeit) eine Rede in Pensacola (Florida) halten. Der Ort liegt nahe der Grenze zu Alabama. Es wurde damit gerechnet, dass Trump dabei um Stimmen für Moore werben könnte.

Moore ist nicht nur wegen der Belästigungsvorwürfe umstritten, sondern auch wegen seiner erzkonservativen Positionen. Vor mehreren Jahren hatte er gefordert, Homosexualität zu verbieten. Er ist ein strikter Abtreibungsgegner und spricht sich dafür aus, „Gottes Gesetz“ über die Verfassung zu stellen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Wahlen in einem gespaltenen Land
Die Kongresswahlen in den USA sind auch ein Referendum über die Politik von Präsident Trump. Sein Wahlkampf ist noch schriller als 2016, kurz vor der wichtigen Abstimmung liegen die Nerven blank.
US President Donald Trump speaks at a campaign rally at the Huntington Tri-State Airport, on November 2, 2018, in Huntington, West Virginia. (Photo by Nicholas Kamm / AFP)
US-Senat: Trump unterstützt Moore trotz Belästigungsvorwürfen
Roy Moore ist Republikaner und war Richter in Alabama. In den 1970ern soll er minderjährige Mädchen sexuell belästigt haben. Die Aussagen von Frauen gegen ihn häufen sich. Jetzt kandidiert Moore für den Senat. Donald Trump meint: "Frauen sind etwas sehr besonderes."
BIRMINGHAM, AL - NOVEMBER 16: Republican candidate for U.S. Senate Judge Roy Moore speaks during a news conference with supporters and faith leaders, November 16, 2017 in Birmingham, Alabama. Moore refused to answer questions regarding sexual harassment allegations and pursuing relationships with underage women. (Drew Angerer/Getty Images)
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
US-Senat: Trump drängt auf Abstimmung zu "Obamacare"
Der Ton wird schärfer. "Obamacare ist der Tod!", sagt Donald Trump bei einem Treffen mit sogenannten "Opfern" der von seinem Vorgänger eingeführten Krankenversicherung. Trump will am Dienstag erneut abstimmen. Noch ist nicht klar, ob es dazu kommt.
US President Donald Trump delivers a statement on healthcare in front of alleged "victims of Obamacare" at the White House in Washington on July 24, 2017. / AFP PHOTO / YURI GRIPAS
Der Kommentar: Siegerin nach Punkten
"Donald Trump hat die zweite Debatte überlebt und Hillary Clinton damit den Wahlsieg beschert", dies ist die Ansicht von LW-Mitarbeiter und US-Spezialist Thomas Spang.