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Waffenruhe im Gaza-Konflikt
International 20.05.2021 Aus unserem online-Archiv

Waffenruhe im Gaza-Konflikt

Ein palästinensischer Mann sitzt vor seinem zerstörten Haus nach israelischen Luftangriffen im Flüchtlingslager Jabaliya.

Waffenruhe im Gaza-Konflikt

Ein palästinensischer Mann sitzt vor seinem zerstörten Haus nach israelischen Luftangriffen im Flüchtlingslager Jabaliya.
Foto: DPA
International 20.05.2021 Aus unserem online-Archiv

Waffenruhe im Gaza-Konflikt

Im Gazastreifen schweigen die Waffen seit Donnerstagabend - das israelische Kabinett hatte die Angriffe als erster eingestellt.

(dpa) - Das israelische Kabinett hat einstimmig einen Vorschlag Ägyptens über eine Waffenruhe gebilligt. Dies teilte ein Sprecher Netanjahus am späten Donnerstagabend mit. Es handele sich um eine einseitige Waffenruhe ohne jegliche Vorbedingungen, die zu einer Stunde in Kraft treten solle, die noch vereinbart werden müsse, sagte der Sprecher weiter. Die politische Führung habe betont, dass die Realität vor Ort das weitere Vorgehen bei den Kämpfen bestimmen werde. 


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Israelische Medien hatten zuvor berichtet, dass das Feuer im Konflikt mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen am Freitag um 02.00 Uhr Ortszeit (01.00 MESZ) eingestellt werden sollte. Die israelische Armee würde demnach ihre Angriffe im Gazastreifen vorerst stoppen. Sollten aber die Palästinenser ihre Raketenangriffe fortsetzen, sei die Waffenruhe umgehend wieder aufgehoben.

Israel habe Ägypten schon vor der Sitzung mitgeteilt, dass es zu einer Vereinbarung im Sinne von „Ruhe gegen Ruhe“ ohne ein größeres Abkommen bereit sei.

Hamas bestätigt Waffenruhe


A ball of fire erupts from a building in Gaza City's Rimal residential district on May 16, 2021, during massive Israeli bombardment on the Hamas-controlled enclave. (Photo by BASHAR TALEB / AFP)
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Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat am späten Donnerstagabend die Waffenruhe  bestätigt: „Die Waffenruhe ist wechselseitig und tritt beidseitig am Freitag 02.00 Uhr (01.00 Uhr MESZ) in Kraft“, sagte Taher al-Nuno, ein Berater des Hamas-Chefs Ismail Hanija, in Gaza. Die Vereinbarung sei über die Vermittlung Ägytens zustande gekommen. Der „bewaffnete Widerstand“ der Palästinenser werde sich so lange an sie halten, so lange dies die israelische Seite tue, fügte er hinzu.  

Der Konflikt war am 10. Mai mit Raketenangriffen der im Gazastreifen herrschenden Hamas auf Jerusalem eskaliert. Israel reagierte darauf mit massiven Angriffen in dem Küstengebiet.

Seit Beginn des Konflikts sind dem israelischen Militär zufolge mehr als 4.000 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden, wobei zwölf Menschen ums Leben kamen. Israel reagierte auf den Beschuss mit mehr als tausend Luftangriffen, bei denen nach palästinensischen Angaben mindestens 230 Menschen getötet wurden. Außerdem gab es mehr als 1.600 Verletzte.    

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