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Vorzeitig entlassen: El Bakraoui müsste eigentlich noch in Haft sitzen
International 24.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Vorzeitig entlassen: El Bakraoui müsste eigentlich noch in Haft sitzen

Ibrahim El Bakraoui auf einem in der Türkei aufgenommenen Foto, das die Tageszeitung Haberturk am Donnerstag veröffentliche.

Vorzeitig entlassen: El Bakraoui müsste eigentlich noch in Haft sitzen

Ibrahim El Bakraoui auf einem in der Türkei aufgenommenen Foto, das die Tageszeitung Haberturk am Donnerstag veröffentliche.
Foto: REUTERS
International 24.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Vorzeitig entlassen: El Bakraoui müsste eigentlich noch in Haft sitzen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Hätte man einen der Selbstmordattentäter von Brüssel seine Strafe vollständig absitzen lassen, wäre er noch im Gefängnis. Stattdessen kam er auf freien Fuß ... mit fatalen Folgen.

(dpa) - Einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Ibrahim El Bakraoui war 2010 in Belgien zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden und vorzeitig freigekommen - offenbar trotz negativer Beurteilung der Gefängnisdirektion. Hätte er seine Strafe vollständig absitzen müssen, wäre er heute noch in Haft.

Stattdessen reiste er offenbar nach Syrien und wurde im Juni 2015 an der türkisch-syrischen Grenze aufgegriffen und danach ausgewiesen. Die türkischen Behörden hätten ihn gemeinsam mit einem nicht genannten Deutschen in ein Flugzeug von Istanbul nach Amsterdam gesetzt, teilte der niederländische Justizminister Ard van der Steur am Donnerstagabend in einem Brief an das Parlament in Den Haag mit.

El Bakraoui hatte nach Angaben des Justizministers keinerlei Bezug zu den Niederlanden. Zu dem Zeitpunkt sei El Bakraoui auch nicht in den Datenbanken der niederländischen und internationalen Ermittler registriert gewesen. Es habe daher keinerlei Grund gegeben, ihn festzunehmen.

"Wurden spät informiert"

Belgien ist laut Justizminister Koen Geens im vergangenen Jahr sehr spät von der Türkei über die Ausweisung des Terrorverdächtigen Ibrahim El Bakraoui informiert worden. „Wir wurden erst gewarnt, nachdem das Flugzeug (mit El Bakraoui) in Schiphol gelandet war“, sagte Geens am Donnerstagabend mit Blick auf den niederländischen Flughafen in der Nähe von Amsterdam.


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