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Vor Urlaubsstart: Wie sich Europas Reiseziele für Touristen wappnen

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Vor Urlaubsstart: Wie sich Europas Reiseziele für Touristen wappnen

Vor Urlaubsstart: Wie sich Europas Reiseziele für Touristen wappnen

Vor Urlaubsstart: Wie sich Europas Reiseziele für Touristen wappnen


14.06.2020

Foto: AFP

Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Ein Stück weit kehrt ab dem 15. Juni die Reisefreiheit in Europa wieder zurück. Doch ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, hängt auch an den Regelungen der Urlaubsländer.

(dpa) - Ein Stück weit kehrt ab dem 15. Juni die Reisefreiheit in Europa wieder zurück. Doch ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, hängt auch an den Regelungen der Urlaubsländer.

 Für vier Länder kommt es zu Verzögerungen: Spanien, Norwegen und Finnland müssen erst noch ihre Einreisesperre für Ausländer aufheben. In Spanien ist das für den 1. Juli geplant, in Finnland gilt die Einreisesperre bis zum 14. Juli. In Norwegen ist die Einreisesperre unbefristet.

In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen noch zu hoch für die Aufhebung der deutschen Reisewarnung. Trotzdem fliegt die Luxair Stockholm bereits seit Ende Mai wieder an. Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union verlängerte Deutschland die Reisewarnung für Touristen bis zum 31. August. Ausnahmen können für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist.

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GROßBRITANNIEN und ÖSTERREICH
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Wer nach Großbritannien einreist, muss nach seiner Ankunft in eine zweiwöchige Quarantäne. Verstöße werden mit einem hohen Bußgeld bestraft. Fluggesellschaften und Reisebüros fürchten durch die Regelung noch mehr Einbußen. Von der Quarantäne sind Reisende aus Irland, der Isle of Man und den Kanalinseln ausgenommen. Die britische Regierung will mit der neuen Regelung eine zweite Pandemie-Welle verhindern. Sie prüft aber eine Lockerung. Die 14-tägige Selbstisolation könnte demnach künftig nicht für Verbindungen mit Ländern gelten, die die Corona-Krise gut im Griff haben. Solche „Luftbrücken“ könnten britischen Medien zufolge schon im Juli eingeführt werden.  

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, fasst sich an den Kopf bei seinem Besuch im Londoner Einkaufszentrum Westfield Stratford. Johnson inspiziert während seines Besuchs die Corona-Sicherheitsmaßnahmen für die morgige Wiedereröffnung.
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, fasst sich an den Kopf bei seinem Besuch im Londoner Einkaufszentrum Westfield Stratford. Johnson inspiziert während seines Besuchs die Corona-Sicherheitsmaßnahmen für die morgige Wiedereröffnung.
Foto: dpa

Österreich erlaubt ab dem 16. Juni wieder das Reisen in fast alle Länder der EU. Ausgenommen von diesem Schritt sind Schweden und Portugal sowie das aus der EU ausgetretene Großbritannien. Auch nach Spanien darf zunächst nicht gereist werden. Dies gilt aber eher als Reaktion auf die spanische Vorgabe, Touristen erst ab 1. Juli ins Land zu lassen. Für Touristen, die über Deutschland einreisen wollen, ist vor allem wichtig, dass die Kontrollen an der Grenze zu Italien zum Beispiel am Brenner entfallen. In Österreich selbst hat sich das öffentliche Leben weiter normalisiert. Ab 15. Juni ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz nur noch in Bussen und Bahnen, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie für Angestellte in manchen Dienstleistungsberufen Pflicht. Die momentanen Infektionszahlen sind sehr niedrig.

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ITALIEN und SCHWEIZ
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In Italien läuft der Tourismus langsam wieder an. Hotels melden wieder Buchungen - auch wenn längst noch nicht alles offen ist. Nach rund drei Monaten mit Corona-Beschränkungen herrscht seit 3. Juni Reisefreiheit. Das Land öffnete seine Grenzen für Urlauber aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne wird von ihnen nicht mehr verlangt. Am 15. Juni sollen auch Kinos, Theater und Opernhäuser wieder aufmachen dürfen. Allerdings sind viele Konzerte langfristig abgesagt. 

Es gelten weiter strenge Gesundheitsregeln. An Flughäfen, Bahnhöfen sowie in Museen und an anderen öffentlichen Orten müssen Reisende mit Fieber-Scannern rechnen. Am Strand, in Restaurants und Hotels gelten spezielle Abstands- und Hygienevorschriften. Ausreichend Atemschutzmasken sollte man stets dabei haben. Reisende, die mit dem Auto über Österreich in das Mittelmeerland und zurück wollen, müssen derzeit bei der Rückfahrt noch ohne Zwischenstopp durchfahren.

Hotels, Restaurants, Museen, Seilbahnen und andere touristische Einrichtungen proben mit einheimischen Gästen schon seit einigen Wochen den Betrieb mit Hygiene- und Abstandsvorschriften. Weil die Infektionszahlen in der Schweiz seit April stark zurückgegangen sind, dürfen ab 15. Juni Gäste aus der ganzen EU und mehreren weiteren Staaten einreisen. Mund- und Nasenschutz wird empfohlen, wo es voll werden kann, etwa in Seilbahnen, Bussen oder im Zug, aber vorgeschrieben sind Masken nicht.

Viele große Sommerfeste wie das Montreux-Jazzfestival, das Filmfestival in Locarno oder das große Festival der klassischen Musik in Luzern fallen zwar aus. Weil die Beschränkung von Besucherzahlen aber immer weiter gelockert wird, planen viele Veranstalter nun doch kleinere Kulturfeste.

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FRANKREICH und SPANIEN
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Frankreich hält an der Aufhebung der Grenzkontrollen am 15. Juni fest. Das heißt, dass Urlauber ab diesem Datum nach Frankreich reisen können. In Frankreich haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet. In Paris dauert das noch bis Ende Juni. Auch die Restaurants empfangen seit voriger Woche im ganzen Land wieder Gäste.

Weil Paris sehr schwer vom Virus getroffen wurde, darf dort erstmal nur auf den Terrassen im Freien getrunken und gegessen werden. Freizeitangebote sind nun wieder verstärkt möglich, alle Strände und Parks sind wieder zugänglich. Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen. Berühmte Pariser Museen wie der Louvre oder das Musee d'Orsay öffnen allerdings erst in ein paar Wochen. Ab dem 25. Juni soll der seit Mitte März geschlossene Eiffelturm in Paris wieder geöffnet werden.

Bei Spanien-Freunden herrschte lange Ungewissheit. Seit kurzem darf man zumindest den Sommerurlaub an der Costa del Sol oder an der Costa Blanca planen. Ehe man aber in den Flieger steigen kann, muss man sich noch ein bisschen gedulden: Erst am 1. Juli will der einstige Corona-Hotspot seine Grenzen für ausländische Besucher öffnen. 

Für die Behörden gilt weiterhin „Safety first“. Man werde garantieren, dass weder die Touristen noch die Bürger des Landes Risiken eingehen werden, beteuerte Ministerpräsident Pedro Sánchez. Der Countdown für deutsche Mallorca-Fans wird unterdessen kürzer als erwartet: Mit bis zu 10.900 Urlaubern, die ab dem 15. Juni nach und nach auf die Balearen dürfen, testen Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera den Ernstfall für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten. Urlauber aus anderen Ländern sollen später folgen.

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PORTUGAL und GRIECHENLAND
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Wer in der zweiten Juni-Hälfte Urlaub hat oder einen Wochenendtrip plant und unbedingt auf die iberische Halbinsel möchte, der kann nach Portugal reisen. Das Land will nämlich schon am 15. Juni seine Grenzen für den ausländischen Tourismus öffnen. Dank einer frühen Reaktion und strikter Maßnahmen war das Land am Atlantik viel weniger von Covid-19 betroffen als etwa Spanien.

Athen (Griechenland) hat angekündigt, dass Reisende aus 29 Staaten ab dem 15. Juni ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen können. Am 1. Juli soll die Lage erneut geprüft werden; dann könnten weitere Staaten hinzukommen. Zunächst soll es Flüge aus dem Ausland nur nach Athen geben. Ab dem 1. Juli sollen auch die Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden. Eine Corona-Kontrolle werde es stichprobenartig an den griechischen Flughäfen nach Landung aus dem Ausland geben, teilte Athen mit. Die Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres wurden für den Urlaubsstart für Touristen aus dem Ausland am kommenden Montag vorbereitet. Insgesamt seien zusätzlich 687 Ärzte und Pflegepersonal auf den Inseln eingestellt worden.

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NIEDERLANDE und BELGIEN
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Der Holland-Urlaub wird wieder möglich - aber nicht ohne Einschränkungen. Urlaubsunterkünfte sollten unbedingt vorab reserviert werden, heißt es in den amtlichen Mitteilungen für ausländische Touristen. Stufenweise öffnen Bungalowparks und es werden auch wieder Ferienhäuser vermietet. Seit dem 1. Juni können sie jeweils von mehreren Familien gemeinsam genutzt werden. 

Ab dem 15. Juni sollen auf Campingplätzen und in Ferienparks Duschen und WCs wieder zur Verfügung stehen; bisher war dies erst für den 1. Juli vorgesehen. Seit dem 1. Juni empfangen die Museen wieder Besucher - vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten - allerdings auch nur die, die reserviert haben. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.

Wie mehrere europäische Länder kehrt auch Belgien Mitte des Monats ein Stück weit zur Reise-Normalität zurück. Vom 15. Juni an öffnet das Land seine Grenzen für Reisende aus 31 europäischen Ländern. Schon seit längerem dürfen Belgier zumindest wieder Besuch von Verwandten aus dem Ausland empfangen. Zudem dürfen sie selbst zu Verwandten oder zum Einkaufen in Nachbarländer wie Deutschland oder die Niederlande fahren. 

Mittlerweile haben auch Restaurants, Cafés und Bars wieder den Betrieb aufgenommen. Bei Urlaubern sind sowohl die Nordseestrände im Norden des Landes als auch die belgische Hauptstadt Brüssel und die Wallonie mit den Ardennen beliebt.

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IRLAND und DÄNEMARK
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Auch in Irland gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden. Zudem ist auch die Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes stark eingeschränkt. Auch Restaurants, Pubs und Cafés bleiben noch bis Ende Juni geschlossen. Ein Urlaub in Irland ergibt daher zur Zeit nur wenig Sinn. Wann die Einreise wieder ohne Auflagen möglich sein wird, ist noch unklar.

Als eines der ersten Länder Europas hatte Dänemark im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Einreisegrund kommen seitdem nicht mehr ins Land. 

Nun öffnet Dänemark seine Grenzen am 15. Juni zumindest wieder für Touristen. Bedingung ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Wer ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits seit Ende Mai wieder einreisen. 

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SCHWEDEN und NORWEGEN
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Die Grenzen des skandinavischen Landes, das mit deutlich lockereren Maßnahmen auf die Pandemie reagiert hat als der Rest Europas und immer noch mit vergleichsweise hohen Corona-Zahlen zu kämpfen hat, sind für Schweden-Urlauber nicht geschlossen - das schwedische Einreiseverbot gilt nur für Länder außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelszone. 


WI, Luxairport Findel.Schliessung des Flughafens ,Corona Pandemie,Virus,Covid-19.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Corona-Tests für Schweden-Reisende
Nachdem Schweden in der Bekämpfung des Corona-Virus einen Sonderweg gegangen ist, hat das Land weiterhin mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen. Seit Ende Mai starten dennoch wieder Flüge nach Stockholm.

Mittlerweile fliegen wieder einige Maschinen nach Stockholm, auch aus Luxemburg, die Fährverbindungen etwa von Kiel, Rostock oder Travemünde werden ohnehin weitgehend befahren. Und auch innerhalb Schwedens ist es seit einigen Tagen wieder erlaubt, unbegrenzt von A nach B zu fahren. Wer mit dem Auto oder Zug über Dänemark gen Norden reisen möchte, der sollte aber auch die dänischen Regelungen im Blick behalten: Auf der Webseite der dänischen Polizei heißt es dazu derzeit, dass eine Reise nach Schweden etwa für Menschen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland als „anerkennenswerter Zweck“ für eine Erlaubnis zur Durchreise in Dänemark gilt. Das Auswärtige Amt in Deutschland wies unterdessen darauf hin, dass Schweden derzeit die „Pandemiekriterien“ für eine Aufhebung der Warnung nicht erfülle. Bleibt das so, wird die Reisewarnung für das EU-Land nicht aufgehoben.

Ob es mit dem Sommerurlaub in den norwegischen Fjorden klappt, steht derzeit in den Sternen. Die Grenzen zu Norwegen sind für Ausländer ohne konkreten Einreisegrund seit Mitte März dicht. Ab Montag erlauben die Norweger wieder Reisen von und ins restliche Skandinavien mit der Ausnahme des schwedischen Festlandes, wie Regierungschefin Erna Solberg am Freitag bekanntgab. Mit Blick auf Länder mit positiven Corona-Entwicklungen sagte sie jedoch: „Wir können nicht alles auf einmal öffnen. Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen.“ Bis zum 20. Juli wolle man überprüfen, ob die Reiseratschläge und -beschränkungen für einzelne andere europäische Länder geändert werden könnten. Der Status für deutsche Urlauber bleibt also weiterhin: Abwarten.

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FINNLAND und ISLAND
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Finnland öffnet sich für Reisende aus dem Baltikum und dem Großteil Skandinaviens. Die Grenzkontrollen für den Straßen-, Flug- und Fährverkehr nach Estland, Lettland, Litauen, Norwegen, Dänemark und Island werden am 15. Juni aufgehoben. Das gilt nicht für Finnlands wichtigstes Nachbarland Schweden, das derzeit noch mit verhältnismäßig hohen Corona-Zahlen fertig werden muss. 

Die stark vom Tourismus abhängige Insel im Nordatlantik - Island - gibt Urlaubern ab dem 15. Juni die Möglichkeit, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen. Damit will die isländische Regierung internationalen Touristen eine Alternative zur seit April vorgeschriebenen 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft geben. Island-Reisende können auch mit der Vorlage von Gesundheitsunterlagen am Flughafen nachweisen, coronafrei zu sein. Kinder sind von den Tests ausgenommen.

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TÜRKEI und ZYPERN
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Die Türkei hofft ab Mitte Juni wieder auf Touristen und darauf, dass auch die Reisewarnung für Drittländer bald aufgehoben wird. Flughäfen und Hotels bereiten sich schon auf ausländische Touristen vor. Die Einrichtungen müssen sich an zahlreiche Richtlinien halten, an Stränden etwa gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher und in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat ein Zertifikationsprogramm entwickelt, an dem sich Gastronomen und Hotels freiwillig beteiligen können. 

Zypern hat seine Flughäfen für Touristen aus einigen Ländern geöffnet. Urlauber aus dreizehn Staaten können ohne Quarantänepflicht auf die Insel fliegen. Es gibt lediglich eine Bedingung für die Einreise: Bis zum 20. Juni müssen die Gäste sich vor der Einreise einem Coronatest unterziehen. Danach dürfen Touristen und andere Reisende aus Deutschland, Österreich, Malta, Griechenland, Israel, Bulgarien, Finnland, der Slowakei, Slowenien, Litauen, Norwegen, Dänemark und Ungarn frei einreisen. Sollten Reisende während ihres Aufenthalts auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion erkranken, will die Regierung der Inselrepublik nach eigener Aussage die Kosten übernehmen.

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KROATIEN und SLOWENIEN
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Das stark vom Tourismus abhängige Land an der Adria mit seiner langen Küste und den vielen Inseln kann es kaum erwarten, dass die europäischen Grenzen endlich aufgehen. Kroatien erlaubt wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Die Lockerung betrifft auch die Bürger neun weiterer EU-Staaten: Österreich, Slowenien, Tschechien, die Slowakei, Polen, Ungarn, Litauen, Lettland und Estland. Reisende aus diesen Ländern müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, können Urlauber schon vor der Einreise ein Formblatt auf der Webseite „entercroatia.mup.hr“ ausfüllen.

Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt seit dem 8. Juni Reisende aus 17 europäischen Ländern ohne Auflagen einreisen. Wer in Slowenien Urlaub machen will, muss nicht einmal mehr eine Buchungsbestätigung vorlegen. Darüber hinaus können Bürger aus diesen sowie anderen Ländern im Transit durch das kleine Land reisen. Slowenien dient vielen Touristen als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren. Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Seit dem 1. Juni sind wieder alle Hotels geöffnet. Im öffentlichen Raum und bei Freizeit-Aktivitäten ist ein Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten.

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TSCHECHIEN und BULGARIEN
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Das Land der Burgen und Schlösser, Tschechien, hat seine Grenzen bereits für Bürger aus Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn geöffnet. Ab 15. Juni gilt das für Bürger fast aller EU-Staaten, der Schweiz und Liechtenstein. Das Einreiseverbot bleibt für Reisende mit Wohnsitz in Belgien, Portugal, Großbritannien, Schweden sowie der polnischen Woiwodschaft Schlesien bestehen. Diese Territorien werden als Risikogebiete für eine Coronavirus-Infektion angesehen. Die monatelang menschenleere Prager Altstadt füllt sich allmählich wieder mit Leben. Mehrtägige Hotelgäste belohnt die Hauptstadt mit kostenlosen Kulturgutscheinen.

Bulgarien, das Urlaubsland am Schwarzen Meer rüstet sich für eine Sommersaison unter Corona-Auflagen. Die soll für ausländische Touristen am 1. Juli beginnen. Bulgarien gehört zu den Ländern, die relativ gering von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. An den langen Badestränden stehen die Liegestühle bereits in großen Abständen. Dosierspender mit Desinfektionsmitteln sowie Isolierräume für Coronavirus-Fälle sollen zum Standard gehören. Die kleineren Hotels nehmen bereits heimische Touristen auf. 

Doch Bulgariens Fremdenverkehr hängt stark von Auslandsflügen ab. Urlauber aus Deutschland, Russland, Polen, Tschechien, Israel und Großbritannien cancelten laut Medienberichten ihre Reise. Ein Großteil der Hotels an der bulgarischen Schwarzmeerküste hat Angaben der Branche zufolge für diesen Sommer kaum Buchungen. Zudem soll es wegen der Corona-Pandemie aus dem stark getroffenen Großbritannien wohl überhaupt keine Feriengäste geben. In dem Balkanland sind Restaurants, Cafés, Museen, Kinos sowie Fitnesszentren und Shoppingmalls wieder geöffnet.

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POLEN und ÄGYPTEN
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Polen hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern am 13. Juni wieder geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne. Ab 16. Juni sollen auch Flüge in EU-Länder wieder aufgenommen werden. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind mittlerweile wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Nicht Europa, doch ein beliebtes Reiseziel für Europäer: Ägypten. An Ferienorten wie Hurghada und Scharm el Scheich soll schrittweise wieder Normalität einkehren - so die Hoffnung. Hotels dürfen für einheimische Urlauber seit 1. Juni bei 50 Prozent Belegung bereits wieder öffnen. Dafür erhielten bisher rund 150 Hotels eine entsprechende Genehmigung. Für Urlauber aus dem Ausland sind die Grenzen aber nach wie vor dicht.


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