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Vor Protesten: Kremlkritiker Nawalny in Moskau festgenommen

(dpa) - Nach der Ankündigung neuer landesweiter Proteste ist der russische Kremlkritiker Alexej Nawalny in Moskau erneut festgenommen worden. Er sei vor seinem Haus von fünf Polizisten auf ein Revier mitgenommen worden, teilte seine Sprecherin Kira Jarmysch am Samstag auf Twitter mit. Ihren Angaben zufolge soll er am Montag vor Gericht erscheinen. Bis dahin solle er in Gewahrsam bleiben.

Hintergrund der Festnahme könnten nicht genehmigte Kundgebungen im Januar sein, für die er sich noch immer verantworten müsse, sagte Jarmysch. Damals war der Oppositionelle zwar in Gewahrsam genommen, aber noch am selben Tag wieder freigelassen worden. Die Ermittlungen wurden jedoch nicht eingestellt.

Umstrittene Rentenreform

Nawalny ist ein scharfer Kritiker von Staatschef Wladimir Putin. Anlässlich der angekündigten umstrittenen Rentenreform hat der Oppositionelle abermals zu Protesten am 9. September aufgerufen, die in 80 Städten in ganz Russland geplant werden. An dem Tag sollen in der russischen Hauptstadt und in weiteren Gebieten Regionalwahlen stattfinden. „Sie machen das nur, um ihn (Nawalny) vor dem 9. September auszuschalten“, twitterte Sprecherin Jarmysch. „Kann man sich noch größere Feiglinge vorstellen?“

Der 42 Jahre alte Nawalny war im vergangenen Jahr mehrmals festgenommen und zu mehrtägigen Arreststrafen verurteilt worden. Zehntausende Menschen, besonders Schüler und Studenten, waren seinen Aufrufen zu Protesten gegen Korruption gefolgt. Dabei waren jeweils Hunderte Demonstranten festgenommen worden.

Soziale Sprengkraft

Nawalny war bei der vergangenen Bürgermeisterwahl in Moskau 2013 ein Herausforderer von Amtsinhaber Sergej Sobjanin gewesen. Auf Anhieb hatte der Oppositionelle damals mehr als 27 Prozent der Stimmen erhalten. Bei Präsidentenwahl 2018 war der Blogger wegen einer umstrittenen Bewährungsstrafe ausgeschlossen worden.

Die geplanten Rentenreform ist in Russland sehr unbeliebt und birgt soziale Sprengkraft. Die Regierung hatte im Juni bekanntgegeben, das Rentenalter schrittweise anzuheben. Männer sollen statt wie bisher mit 60 künftig mit 65 Jahren in Rente gehen, Frauen sollen 8 Jahre länger arbeiten - bis 63. Bei Demonstrationen im Sommer waren Zehntausende Russen auf die Straße gegangen.

Gestern

Kurzmeldungen Panorama 21.07.2019

Frankreich befürchtet wegen Hitze starken Rückgang bei Weinproduktion

 (dpa) - Frankreich rechnet aufgrund der Hitzewelle in diesem Jahr mit einer deutlich niedrigeren Weinernte. Im Vergleich zum Vorjahr befürchtet das Landwirtschaftsministerium in Paris einen Rückgang der Produktion von bis zu 13 Prozent. Die Weinstöcke hätten unter klimatisch ungünstigen Bedingungen geblüht, wie die Behörde auf ihrer Internetseite mitteilte.

Von der Hitzewelle im Juni waren vor allem Winzer im Süden des Landes betroffen, während Regionen im Westen, darunter Bordeaux, auch mit Hagel zu kämpfen hatten. Nach Einschätzungen der Behörde werden dieses Jahr womöglich nur 42,8 bis 46,4 Millionen Hektoliter Wein produziert werden – so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Ein Hektoliter entspricht rund 133 Flaschen Wein.


Kurzmeldungen Lokales 21.07.2019

Zwei Motorradunfälle und ein Brand

Die Leitstelle der Rettungsdienste meldet am späten Sonntagnachmittag drei Einsätze. 

Gegen 14.30 Uhr ist in der Rue d'Audun in Esch/Alzette ein Motorradfahrer gegen eine Mauer gefahren. Eine Person wurde verletzt. 

Kurz vor 15.30 Uhr stürzte dann ein Motorradfahrer zwischen Wiltz und Kautenbach. Auch er wurde verletzt.

Eine Stunde später mussten dann Einsatzkräfte aus Kaerjeng und Petingen zu einem Löscheinsatz ausrücken. In der Rue de l'Eglise in Niederkerschen hatten Bäume gebrannt. 

Kurzmeldungen Panorama 21.07.2019

Umweltaktivistin Thunberg erhält Preis in Nordfrankreich

 (dpa) - Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg hat im nordfranzösischen Caen am Sonntag den „Prix Liberté“ entgegengenommen. Der Kampf für den Umweltschutz sei jener, für den sich die Jugend heute einsetze, zitiert die Regionalzeitung „Ouest-France“ auf ihrer Internetseite die 16-Jährige. Der mit 25 000 Euro dotierte Preis zeichnet Personen aus, die sich für den Kampf für Freiheit einsetzen. Thunberg gehörte neben dem inhaftierten saudischen Blogger Raif Badawi und dem seit Monaten verschwundenen chinesischen Fotografen Lu Guang zu den Favoriten der erstmals vergebenen Auszeichnung.

Das Preisgeld will die junge Schwedin laut Medienberichten vier Umweltorganisationen zukommen lassen. Die Aktivistin kämpft seit rund einem Jahr gegen die Klimakrise und hat die Bewegung „Fridays for Future“ initiiert, eine weltweite Protestbewegung von Schülern und Studenten. Die Auszeichnung wurde von der Region Normandie ins Leben gerufen. Die Kandidaten werden von jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren ausgewählt.


Handy am Steuer - Weltweit gesuchter Mörder in Deutschland geschnappt

(dpa) - Ein weltweit gesuchter Mörder ist mit seinem Handy am Steuer durch das Allgäu gefahren und deshalb bayerischen Beamten ins Netz gegangen. Die Polizisten kontrollierten den 28-Jährigen in Mindelheim, weil der Fahrer nach Angaben vom Sonntag sein Mobiltelefon benutzt hatte. Dabei stellte sich heraus, dass die Behörden im Kosovo gegen den Mann wegen Mordes einen internationalen Haftbefehl ausgestellt hatten. Der Autofahrer wurde am Samstag in Auslieferungshaft genommen. Er ist bereits zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.


Starkregen über Westjapan

(dpa) - Sintflutartiger Regen hat am Sonntag den Westen Japans überzogen. Die örtlichen Behörden riefen Zehntausende Bewohner in den Provinzen Fukuoka und Hiroshima auf, sich vor der Gefahr durch Überflutungen und Erdrutschen in Sicherheit zu bringen. Einige Straßen in Fukuoka standen am Tag der Wahl zum Oberhaus des nationalen Parlaments unter Wasser. Deswegen konnten die Wahlurnen in der betroffenen Stadt Kurume erst mit Verspätung geöffnet werden.

Ausläufer des Taifuns Danas, der sich über der koreanischen Halbinsel bewegte, sorgte für rekordstarke Niederschläge in Teilen Westjapans. Auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu und in anderen Regionen drohten Flüsse über die Ufer zu treten. Der Sturm bewegte sich mit Windstärken von 65 Kilometern pro Stunde in nordwestliche Richtung.

Vorgestern

Ausbruch am Ätna: Flugverkehr zeitweise eingestellt

(dpa) - Der Vulkan Ätna ist erneut ausgebrochen und hat den Flugverkehr auf Sizilien zeitweise unterbrochen. Zu der Eruption kam es am späten Freitagabend, wie das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte. Der Flugverkehr am Flughafen in Catania wurde vorübergehend eingestellt. Am Samstagvormittag durften Flugzeuge jedoch wieder starten und landen, wie der Airport mitteilte. Es müsse aber weiter mit Verspätungen gerechnet werden.

Der Ätna ist einer er aktivsten Vulkane der Welt. An Heiligabend hatten ein Ausbruch und ein Erdbeben am Ätna mehrere Menschen verletzt und große Schäden angerichtet.

Beim Unfall in Stadtbredimus wurde eine Person verletzt.
Kurzmeldungen Lokales 20.07.2019

Radfahrer und Autofahrer verletzt

Bei zwei Unfällen sind am Samstag zwei Personen verletzt worden.

So war es gegen 12.30 in der Route d'Echternach in Dommeldingen zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Dabei wurde eine Person verletzt.

Gegen 15.30 Uhr verunglückte dann ein Radfahrer in der Rue Pierre Risch in Stadtbredimus. Der Verletzte wurde von Rettungskräften aus Remich und Canach versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Nähere Informationen liegen ziu beiden Unfällen nicht vor.

Volvo ruft 500 000 Autos in Werkstatt zurück

(dpa) - Der schwedische Autobauer Volvo Cars ruft weltweit rund eine halbe Million Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Grund dafür sei eine Komponente im Motorraum, die schmelzen könne, sagte ein Volvo-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Im schlimmsten Fall könne dies dazu führen, dass der Motor zu brennen beginne. Berichte über Personenschäden oder Unfälle habe Volvo Cars aber bislang nicht erhalten. In Deutschland sind dem Sprecher zufolge 54 000 Volvo-Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen.

Nach Angaben des schwedischen Fernsehsenders SVT geht es um Modelle mit vierzylindrigen Dieselmotoren, die in den Jahren 2014 bis 2019 gebaut wurden. Dazu zählen demnach unter anderem der V40, V60, V70, S80, XC60 und XC90.

Für das zum chinesischen Autobauer Geely gehörende Unternehmen ist es die zweite schlechte Nachricht innerhalb einer Woche. Erst am Donnerstag hatte der Fahrzeughersteller trotz deutlich steigender Verkaufszahlen für das zweite Quartal 2019 einen scharfen Gewinneinbruch vermeldet.

Kurzmeldungen Lokales 20.07.2019

Cattenom: Reaktorblock 3 wegen Wartungsarbeiten vom Netz

In der Nacht zum Samstag hat die Betreibergesellschaft EDF-CNPE die Produktionseinheit 3 planmäßig abgeschaltet. Wie alle 18 Monate vorgesehen, wird ein Drittel der 193 Brennstäbe ausgetauscht. Wie in einer Pressemitteilung hervorgehoben wird, werden zudem mehr als 10.000 Wartungs- und Kontrollmaßnahmen ergriffen. Insbesondere wird die Hydraulik im nuklearen Bereich getestet und die Dampferzeuger gereinigt. Im Maschinenraum, im nicht nuklearen Teil der Anlage, werden zwei Hochdruckerhitzer und die Hälfte der Kondensatorrohre ersetzt. Zudem werden auch 40 zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Mehr als 1.800 zusätzliche Arbeitskräfte werden die regulären Mitarbeiter unterstützen. 

Seit dem 11. Mai steht auch die Produktionseinheit 1 still. Die Reaktoren 2 und 4 sind am Netz. 


Kurzmeldungen Lokales 20.07.2019

Drei Überfälle auf offener Straße

In der Nacht zum Samstag kurz vor zwei Uhr wurde ein junger Mann in der rue de Sigefroi in Luxemburg-Stadt von einer Gruppe von etwa fünf Personen überfallen. Sie bedrohten ihn mit einem Messer und forderten von ihm seinen Gucci-Gürtel, sein iPhone 8s und Bargeld. Anschließend verpassten sie ihrem Opfer einen Faustschlag ins Gesicht und flüchteten. Nach einer Fahndung konnte eine Gruppe junger Männer angetroffen werden. Das Opfer identifizierte zwei der Täter. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine erkennungsdienstliche Behandlung und erhob Anklage. 

Am frühen Samstagmorgen gegen 6 Uhr meldete sich ein Mann am Hauptbahnhof bei der Bahnhofspolizei und gab an überfallen worden zu sein. Der Täter hatte versucht ihm seinen Rucksack zu entreißen. Als das Opfer sich wehrte, schlug ihn der Täter ins Gesicht und entwendete den Rucksack. Aufgrund der Beschreibung konnte der mutmaßliche Täter kurze Zeit später in der rue du Fort Neipperg angetroffen werden. Die Polizisten stellten außerdem eine geringe Menge an Marihuana sicher. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Festnahme und die Vorführung vor den Untersuchungsrichter an.

Ebenfalls in der Nacht zum Samstag wurde ein weiterer Mann in der Hauptstadt überfallen, als er eine Bar verließ. Das Opfer wurde von einem Mann angesprochen, der es in eine Nebenstraße lockte. Hier befanden sich drei weitere Männer. Gemeinsam bedrohten sie den Kläger und zwangen ihn, sein Mobiltelefon herauszugeben. Als das Opfer sich weigerte, wurde der Mann zu Boden gestoßen, getreten und geschlagen. Anschließend entwendeten die Täter das Telefon der Marke Samsung Galaxy A5.

Die Polzei hat eine Beschreibung der flüchtigen Täter herausgegeben: Ein Mann, schwarze Hautfarbe, 1,75 Meter, schlank, er trug eine Baseballkappe mit der Aufschrift NY. Von den Mittätern ist nur bekannt, dass sie laut Opfer "arabisch" aussehen sollen.

Kurzmeldungen Lokales 20.07.2019

Bereldingen: Einbrecher auf frischer Tat ertappt

(tom/C.) - In der Nacht vom 17. auf den 18. Juli konnte die Polizei zwei mutmaßliche Einbrecher in Bereldingen auf frischer Tat stellen. Ein Zeuge war durch Geräusche auf die Verdächtigen aufmerksam geworden und hatte die Polizei verständigt. Die beiden flüchteten beim Eintreffen der ersten Streife in die umliegenden Gärten. Ein Mann wurde kurze Zeit später im Besitz von Diebesgut angetroffen. Eine Streife stellte kurz darauf die zweite Person.

Die mutmaßlichen Einbrecher wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und dem Untersuchungsrichter vorgeführt, der ihre Verhaftung anordnete.

An der Aktion waren die Streifenbeamten aus Luxemburg, Grevenmacher und Mersch sowie die Spurensicherung des SPJ beteiligt.

Kurzmeldungen Lokales 20.07.2019

Bonneweg: Zu Hause überfallen

Zwei unbekannte Täter haben am Freitagnachmittag eine Frau in deren Haus in der rue Auguste Charles überfallen und ausgeraubt. Die Männer bedrohten die Frau mit einem Elektroschockgerät und einer Pistole, woraufhin das Opfer ihnen alles Bargeld im Haus aushändigte. 

Die Polizei hat eine Täterbeschreibung veröffentlicht: Ein Mann ist etwa 1,75 Meter groß, schlank, rotblonde Haare, etwa 30 Jahre alt oder jünger. Er sprach mit osteuropäischem Akzent. Der Mann trug eine Jeanshose und ein beigefarbenes Oberteil sowie einen schwarzen Schal. Der andere Mann ist etwa 1,80 Meter groß und trug eine schwarze Maske, die nur die Augen und den Mund freilässt. Er war sportlich gekleidet und etwa 25 Jahre alt.

Eventuelle Zeugen, die Beobachtungen im Raum Bonneweg gemacht haben, werden gebeten, sich beim Notruf 113 zu melden.

Touristen entdecken 50 tote Grindwale auf Island

Reykjavik (dpa) - Auf Island sind rund 50 tote Grindwale an einem Strand gefunden worden. Wie der isländische Rundfunksender RÚV berichtete, wurden die Säugetiere am Donnerstag von Touristen aus den USA auf der Halbinsel Snæfellsnes nördlich von Reykjavik entdeckt. Eine US-Touristin hielt den Fund am abgelegenen Strand Löngufjörur per Video fest, das Dutzende leblose Walkörper im Sand zeigte. Die Touristen hatten sich demnach auf einer Hubschraubertour befunden, als sie ihre Entdeckung machten. Sie schalteten die Polizei ein.

Grindwale gehören zur Familie der Delfine. Warum sie in Massen auf den Strand gerieten und wie lange sie dort bereits lagen, war zunächst unklar. Die Meeresbiologin Edda Elísabet Magnúsdóttir sagte dem Sender, es könne eine Reihe von Gründen dafür geben. Grindwale seien Rudeltiere mit starken sozialen Bindungen, weshalb sie ihre Artgenossen nicht so einfach verließen. Außerdem gebe es in der Gegend starke Strömungen, der flache Meeresboden mache es für Wale zudem schwerer, ins offene Meer zurückzuschwimmen.

Róbert Arnar Stefánsson vom Naturhistorischen Institut Westislands sagte RÚV, es sei in den vergangenen Jahren häufiger vorgekommen, dass Wale in der Region strandeten. Einen Grund für das nahezu jährlich auftretende Phänomen sei noch nicht bekannt. Generell geschehen Vorkommnisse wie diese laut Senderangaben regelmäßig in dieser Jahreszeit, die Anzahl der Wale sei jedoch ungewöhnlich.