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Verlassener Frachter vor Norwegen gesichert
International 1 2 Min. 08.04.2021

Verlassener Frachter vor Norwegen gesichert

Das Frachtschiff wurde in der Nacht zu Donnerstag gesichert und abgeschleppt.

Verlassener Frachter vor Norwegen gesichert

Das Frachtschiff wurde in der Nacht zu Donnerstag gesichert und abgeschleppt.
AFP
International 1 2 Min. 08.04.2021

Verlassener Frachter vor Norwegen gesichert

Mehrere Tage trieb ein Frachter antriebslos im Nordmeer vor der norwegischen Küste. In der Nacht gab es aber Entwarnung.

(dpa) - Ein verlassenes und antriebslos im Nordmeer schwankendes Frachtschiff ist von Spezialkräften in der Nacht zu Donnerstag gesichert worden und wird nun in den Hafen der norwegischen Stadt Ålesund geschleppt. Bergungsmannschaften sei es gelungen, an Bord der „Eemslift Hendrika“ zu gelangen und das Schiff mit zwei Schleppern zu verbinden, teilte die norwegische Küstenverwaltung mit. Zuvor war angesichts des schlechten Wetters befürchtet worden, das 112 Meter lange Schiff der niederländischen Reederei Amasus Shipping mit 350 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen Diesel an Bord könne auf Grund laufen - und sensible Naturgebiete in der Gegend verschmutzen.


Das niederländische Frachtschiff Eemslift Hendrika treibt ohne Besatzung vor Norwegen. Das Schiff hat rund 350 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen Diesel an Bord.
Frachter-Bergung vor Norwegen wegen Wetter vertagt
Das Wetter sei zu riskant, so die norwegische Küstenverwaltung. Das Risiko, dass die Emslift Hendrika auf Grund läuft, sei aber gering.

Das Schiff war auf dem Weg von Bremerhaven nach Kolvereid an der norwegischen Küste gewesen. Es hatte am Ostermontag bei schlechtem Wetter und heftigem Wellengang Schlagseite bekommen, nachdem sich Teile der Fracht verschoben hatten, und ein Notsignal abgesetzt. Die Besatzung wurde noch am Montag per Hubschrauber von Bord geholt. Am späten Montagabend verlor das Schiff dann seine Antriebskraft.

Video der Bergung der Besatzung:

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Ursprünglich hatte die „Eemslift Hendrika“ am Mittwoch aus der Bredouille geholt werden sollen. Wegen schlechten Wetters wurde die Aktion zunächst auf Donnerstag verschoben. Dann jedoch veränderten sich am Nachmittag und Abend nach Angaben der Küstenverwaltung die Bedingungen. Man machte sich Sorgen, dass der Frachter nicht auf dem zuvor berechneten Weg dahintreiben könnte - und startete doch noch einen weiteren Bergungsversuch. Zu diesem Zeitpunkt trieb das Schiff rund zehn Seemeilen (18,5 Kilometer) von der Küste entfernt. Laut Küstenverwaltung bedeutete das, dass es im Laufe von rund acht Stunden auf Land driften könnte.

Parallel bereitete man sich auf das schlimmste Szenario vor, dass die „Eemslift Hendrika“ auf Grund laufen könnte. Ressourcen zur Bekämpfung von Ölverschmutzungen wurden mobilisiert. In der Region gebe es besonders verletzliche Naturgebiete, und man wolle nicht, dass diese der Belastung einer Ölverschmutzung ausgesetzt würden, sagte Bereitschaftsdirektor Hans-Petter Mortensholm.


CORRECTION / A handout picture released by the Suez Canal Authority on March 24, 2021 shows the Taiwan-owned MV Ever Given (Evergreen), a 400-metre- (1,300-foot-)long and 59-metre wide vessel, lodged sideways and impeding all traffic across the waterway of Egypt's Suez Canal. - A giant container ship ran aground in the Suez Canal after a gust of wind blew it off course, the vessel's operator said on March 24, 2021, bringing marine traffic to a halt along one of the world's busiest trade routes. (Photo by - / Suez CANAL / AFP) / �The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by Marina PASSOS has been modified in AFP systems in the following manner: [STR] instead of [Marina Passos]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.�
Gestrandeter Mega-Frachter fuhr skurrilen Kurs vor Suezkanal
Ein Containerschiff strandet im Suezkanal und hält den Verkehr auf. Der Kurs, den das festgefahrene Schiff zuvor im Roten Meer gelaufen ist, ist mehr als erstaunlich.

Im Laufe des Mittwochabends gelang es dann tatsächlich, die Besatzung des niederländischen Bergungsunternehmens Smit Salvage sowie einen Retter von einem Hubschrauber an Bord der „Eemslift Hendrika“ zu bringen. Sie schafften es nach Angaben der Küstenverwaltung, das Schiff mit zwei Schleppern zu verbinden - sowohl am Bug als auch am Heck des Schiffes. Damit sei die Gefahr einer Grundberührung gebannt. Das Schiff werde nun über Breisundet nach Ålesund geschleppt. Die norwegische Küstenwache halte die Notfallbereitschaft aufrecht, bis das Schiff sicher angelegt habe.

Die Schlepper sind nach Angaben der Küstenverwaltung von der Reederei von der niederländischen Bergungsgesellschaft Smit Salvage gechartert worden. Smit Salvage ist eine Tochterfirma des Bergungsunternehmens Boskalis, das sich zuletzt auch um die Bergung der „Ever Given“ im Suezkanal gekümmert hatte.


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