Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Verhaftungen nach Flugzeugabschuss im Iran
International 14.01.2020

Verhaftungen nach Flugzeugabschuss im Iran

Hassan Ruhani: "Wir müssen dafür sorgen, dass so eine Tragödie in unserem Land nie wieder passiert."

Verhaftungen nach Flugzeugabschuss im Iran

Hassan Ruhani: "Wir müssen dafür sorgen, dass so eine Tragödie in unserem Land nie wieder passiert."
Foto: AFP
International 14.01.2020

Verhaftungen nach Flugzeugabschuss im Iran

Nach dem versehentlichen Abschuss einer Maschine der Ukraine Internationale Airlines nahe Teheran ordnen die iranischen Behörden mehrere Festnahmen an. Präsident Ruhani verspricht indes lückenlose Aufklärung.

(dpa) - Im Zusammenhang mit den Abschuss der ukrainischen Verkehrsmaschine bei Teheran sind nach Angaben der iranischen Justiz „einige“ Personen verhaftet worden. „Wir haben intensive Ermittlungen durchgeführt und einige wurden in diesem Zusammenhang verhaftet“, sagte Justizsprecher Gholam-Hussein Ismaili laut Nachrichtenagentur Isna am Dienstag.

Aus welchen Institutionen und Abteilungen die Verhafteten kommen, sagte der Sprecher nicht. Der Fall sei kompliziert und man müsse in vielen Richtungen ermitteln, um zu einem klaren Ergebnis zu kommen.

Das ukrainische Flugzeug war am Tag eines iranischen Luftangriffs auf US-Militärstützpunkte im Irak kurz nach dem Start in Teheran irrtümlich abgeschossen worden. Es war nach iranischen Angaben für einen US-Marschflugkörper gehalten worden.

Ruhani verspricht lückenlose Aufklärung

Der iranische Präsident Hassan Ruhani forderte eine lückenlose Aufklärung der Abschussumstände. „Dieser Fall ist kein normaler Fall und er muss von einem Sondergericht und verschiedenen Experten gründlich und lückenlos untersucht werden“, sagte Ruhani am Dienstag. Alle Einzelheiten sollten transparent untersucht und egal mit welchem Ergebnis publik gemacht werden. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. „Wir müssen dafür sorgen, dass so eine Tragödie in unserem Land nie wieder passiert“, sagte Ruhani laut dem Webportal des Präsidialamts.


An Iranian cleric walks past a poster honouring the victims of a Ukrainian passenger jet accidentally shot down in the capital last week, in front of the Amirkabir University in the capital Tehran, on January 13, 2020. - Iran's government denied a "cover-up" after it took days for the armed forces to admit a Ukrainian airliner was shot down by mistake shortly after it took off from Tehran last week, killing all 176 passengers and crew. The plane was brought down hours after Iran had launched missiles at US troops stationed at Iraqi bases, in retaliation for the killing of a top Iranian general. (Photo by ATTA KENARE / AFP)
Trump et la baraka
Face à l'Iran aussi Donald Trump a joué avec le feu sans se brûler les doigts. Le président a-t-il ce que les arabes nomment la «baraka»?

Er könne nicht akzeptieren, dass lediglich eine Person, „die auf den Knopf gedrückt hat“, alleine verantwortlich für das Unglück sei. Auch andere Abteilungen und Organisationen trügen eine Mitschuld. Genau dies müsse in den Ermittlungen klargestellt werden, sagte Ruhani. Es gehe nicht nur um 176 unschuldige Opfer des Unglücks, sondern um die zukünftige Sicherheit des Landes. Er bedauere den Vorfall zutiefst und habe den Staatschefs der vom Unglück betroffen Staaten telefonisch versprochen, dass der Fall lückenlos aufgeklärt werde.

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.