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Vereitelter Anschlag auf Exil-Iraner: Sprengstoff aus Luxemburg?
International 2 Min. 02.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Vereitelter Anschlag auf Exil-Iraner: Sprengstoff aus Luxemburg?

Teilnehmer der Konferenz "Free Iran 2018 - the Alternative" in Villepinte bei Paris.Die Veranstaltung soll das Ziel des geplanten Anschlags gewesen sein.

Vereitelter Anschlag auf Exil-Iraner: Sprengstoff aus Luxemburg?

Teilnehmer der Konferenz "Free Iran 2018 - the Alternative" in Villepinte bei Paris.Die Veranstaltung soll das Ziel des geplanten Anschlags gewesen sein.
Foto: AFP
International 2 Min. 02.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Vereitelter Anschlag auf Exil-Iraner: Sprengstoff aus Luxemburg?

In der Affäre um den vereitelten Anschlag auf Exil-Iraner in Frankreich könnte es laut Medienberichten eine Verbindung zu Luxemburg geben.

(dpa) - Wegen eines geplanten Terroranschlags auf eine Versammlung von 25 000 Exil-Iranern in Frankreich sind in Belgien zwei Verdächtige festgenommen worden. Zudem wurden in Frankreich ein möglicher Komplize festgesetzt und in Deutschland ein iranischer Diplomat befragt, wie die Staatsanwaltschaft am Montag in Brüssel weiter mitteilte. Zugeschlagen hätten die Ermittler auf Grund von Geheimdienstinformationen. Bei der Aktion wurde auch Sprengstoff beschlagnahmt.

Sprengstoff in Luxemburg übergeben?

Die beiden belgischen Verdächtigen - ein 38-jähriger Mann und seine 33-jährige Frau, beide mit iranischen Wurzeln - seien in einem Mercedes von Spezialeinheiten der Polizei in Brüssel gestoppt worden. Im Auto hätten sich in einem Kulturbeutel rund 500 Gramm des Sprengstoffs TATP und eine Zündvorrichtung gefunden. Diese Bombe sei inzwischen kontrolliert gesprengt worden. Laut einem Bericht der "Bild" hatte das Paar den Sprengstoff in Luxemburg von einem Komplizen erhalten. 

Ziel der Attentatspläne war den Angaben zufolge eine Veranstaltung der im Iran verbotenen Organisation Volksmudschahedin am vergangenen Samstag in Villepinte bei Paris. Dort versammeln sich Jahr für Jahr Exil-Iraner zu einer Großkundgebung gegen die Machthaber in Teheran. Die Veranstalter vom Nationalen Widerstandsrat Iran machten in einer Mitteilung das iranische „Mullah-Regime“ für den mutmaßlichen Anschlagsplan verantwortlich.


Belgian police officers make checks at the border from France to Belgium in De Panne February 24, 2016, after Belgium set up border checks along its frontier with France to avoid migrants bound for Britain choosing the country as a transit point, as a large camp near the French city of Calais is set to be cleared, Belgium's interior minister said. REUTERS/Francois Lenoir TPX IMAGES OF THE DAY
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Irans Außenminister Mohamed Dschawad Sarif äußerte Zweifel an den Berichten über den geplanten Anschlag. „Wie praktisch: gerade als wir zu einem Präsidentenbesuch (Schweiz, Österreich) nach Europa aufbrechen, wird eine angebliche iranische Operation aufgedeckt und werden zwei (Iraner) verhaftet“, schrieb der Chefdiplomat auf Twitter. Den Vorfall und dessen Verbindung zum Iran bezeichnete er als dubios. Teheran sei jedoch trotzdem bereit bei der Aufklärung des Falles mit den relevanten Behörden zusammenzuarbeiten.

Ein Ermittlungsrichter habe gegen das Paar Haftbefehl wegen eines versuchten Terroranschlags und anderer Delikte erlassen. Die Polizei Antwerpen habe zudem am Samstag fünf Gebäude in verschiedenen Gemeinden durchsucht. Ergebnisse dieser Razzien könnten noch nicht genannt werden, hieß es.

Auch blieb zunächst offen, wo der iranische Diplomat in Deutschland befragt wurde. Er ist den Angaben zufolge an der Botschaft in Wien tätig. In Zusammenarbeit mit dem belgischen Geheimdienst sowie Behörden in Frankreich und Deutschland sei es gelungen, den Terroranschlag zu vereiteln, hieß es weiter. Für Belgien bestehe keine Gefahr, stellten die Behörden klar.

Aus Pariser Justizkreisen hieß es, dass Ermittler in Frankreich insgesamt zunächst drei Personen in Polizeigewahrsam genommen hätten. Zwei von ihnen wurden am Montagabend wieder auf freien Fuß gesetzt, da gegen sie nichts vorliege. Die Pariser Staatsanwaltschaft führt Vorermittlungen wegen des Verdachts auf terroristische Vereinigung.


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