Verdächtiger niedergeschossen
Terroranschlag am Brüsseler Hauptbahnhof
(tom/dpa) Die Brüsseler Polizei hat am Dienstagabend den Hauptbahnhof Brüssel Central evakuiert. Grund dafür war ein Terroranschlag, der glimpflich endete: Sicherheitskräfte schossen einen Mann nieder, der versuchte, einen Sprengstoffgürtel oder eine Kofferbombe zu zünden. Außer ihm wurde niemand verletzt.
Die Lage sei unter Kontrolle, so die Polizei um kurz nach 21 Uhr auf Twitter.
Es gab zunächst verschiedene Aussagen zum Geschehen. Belgische Medien berichten von Schüssen und einer Person mit Rucksack und Sprengstoffgürtel, die von der Polizei "neutralisiert" worden sei. Er soll im Begriff gewesen sein, den Sprengsatz zu zünden, als das Sicherheitspersonal auf ihn aufmerksam wurde.
Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von Zeugen, die gehört haben wollen, dass der Mann "Allahu Akbar" gerufen habe. Der Bahnhofsmanager bestätigte die Aussage, allerdings habe der Mann nicht sehr laut gesprochen. Danach habe er einen Rollkoffer gesprengt, so ein Bahnangestellter.
"Es gab eine kleinere Explosion an oder bei dem Mann", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ine van Dymersch, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Sie wisse nicht, ob der Mann lebe oder tot sei. Sonst sei niemand zu Schaden gekommen. Der geräumte Bahnhof werde durchsucht. Auch umliegende Gebäude würden vorsichtshalber geräumt. Die Lage sei inzwischen unter Kontrolle.
Später bestätigte ein anderer Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric van der Sijpt, dass es sich um einen Terroranschlag gehandelt habe. Der Mann sei niedergeschossen worden.
In der Station Central und an den Gleisen brach nach Informationen der Agentur Belga Panik aus.
Die Polizei bestätigte bislang keine dieser Informationen. Die Metrolinien 1 und 5 stellten den Verkehr bis auf Weiteres ein.
Erste Meldungen, dass neben dem Hauptbahnhof auch der Marktplatz evakuiert worden sei, bestätigten sich nicht.
Dieser Text wird aktualisiert.
