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Veraltete belgische Atommeiler: EU-Kommission schaltet sich ein
Die Reaktoren von Doel machten in jüngster Zeit wegen einer Pannenserie von sich reden.

Veraltete belgische Atommeiler: EU-Kommission schaltet sich ein

Foto: REUTERS
Die Reaktoren von Doel machten in jüngster Zeit wegen einer Pannenserie von sich reden.
International 16.02.2016

Veraltete belgische Atommeiler: EU-Kommission schaltet sich ein

Es gehe bei einem Fragenkatalog an Belgiens Behörden um die alten Reaktoren Doel 1 und Doel 2 bei Antwerpen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Dienstag.

(dpa) - Die EU-Kommission schaltet sich in die Frage der Laufzeitverlängerung für umstrittene belgische Atommeiler ein. Es gehe bei einem Fragenkatalog an Belgiens Behörden um die alten Reaktoren Doel 1 und Doel 2 bei Antwerpen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Dienstag.

Anlass seien aber nicht Sicherheitsbedenken, sondern Zweifel, ob sich bei der Abmachung zwischen Belgien und dem Betreiber Electrabel zum Weiterbetrieb verbotene Staatsbeihilfen im Spiel sein könnten.

Die Kommission wacht darüber, dass Staaten nicht mit Subventionen den freien Wettbewerb in der Wirtschaft verfälschen. Falls die EU-Behörde ein förmliches Prüfverfahren einleiten und letztlich zu dem Schluss kommen würde, dass verbotene Vorteile gewährt wurden, müssten diese zurückgenommen werden.

Kontakt aufgenommen

Die EU-Kommission teilte auf Anfrage lediglich mit, sie sei mit den belgischen Behörden zu dem Thema in Kontakt.

Die belgische Atomaufsicht AFCN hatte im Dezember 2015 gebilligt, dass die Reaktoren weiterlaufen können. In Fragen der Nuklearsicherheit sieht die Kommission in erster Linie die europäischen Mitgliedstaaten in der Pflicht.

In belgischen Atomanlagen war es in den vergangenen Monat zu Pannen gekommen.


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