Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Venezuela: Maduro droht Oppositionsführer Guaidó mit Festnahme
International 14.02.2020

Venezuela: Maduro droht Oppositionsführer Guaidó mit Festnahme

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro bei einer Pressekonferenz.

Venezuela: Maduro droht Oppositionsführer Guaidó mit Festnahme

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro bei einer Pressekonferenz.
Foto: AFP
International 14.02.2020

Venezuela: Maduro droht Oppositionsführer Guaidó mit Festnahme

"Am Tag, an dem die Gerichte der Republik eine entsprechende Anordnung erlassen, geht er ins Gefängnis, seien Sie sicher", so der venezolanische Präsident Nicolás Maduro am Freitag.

(dpa/SC) - Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat angekündigt, den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó festzunehmen zu lassen, sobald es einen gerichtlichen Beschluss dafür gebe. "Am Tag, an dem die Gerichte der Republik eine entsprechende Anordnung erlassen, geht er ins Gefängnis, seien Sie sicher", antwortete der autoritär regierende Maduro auf die Frage eines US-Reporters bei einer Pressekonferenz in Caracas am Freitag. "Dieser Tag ist noch nicht gekommen. Aber er wird kommen." Guaidó werde wegen all der Delikte, die er begangen habe, festgenommen werden.

Juan Guaidó war am Dienstag nach einer dreiwöchigen Auslandsreise nach Venezuela zurückgekehrt. Dabei kam es in dem Flughafen von Caracas zu Auseinandersetzungen zwischen oppositionellen Abgeordneten und Unterstützern der sozialistischen Regierung.

Juan Guaido bei seiner Rückkehr nach Venezuela am Dienstag.
Juan Guaido bei seiner Rückkehr nach Venezuela am Dienstag.
Foto: AFP

Aber Guaidó konnte einreisen. Er hatte seine Heimat im Januar trotz eines Ausreiseverbotes verlassen und war nach Kolumbien, Europa und in die Vereinigten Staaten gereist. Es war bereits die zweite Auslandsreise, die er trotz Verbots unternommen hatte. Allerdings war Guaidós Onkel am Airport festgenommen worden, nachdem er mit dem Interimspräsidenten zurückgekommen war.


President Donald Trump arrives to deliver the State of the Union address in the chamber of the US House of Representatives at the US Capitol Building on February 4, 2020 in Washington, DC. (Photo by Olivier DOULIERY / AFP)
Trump sagt Venezuelas Interimspräsidenten Guaidó Unterstützung zu
Die USA wollen einen Machtwechsel in Venezuela herbeiführen. Trump rollt dem selbsternannten Interimspräsidenten Guaidó dafür in Washington den roten Teppich aus.

Die USA hatten Maduro gewarnt, dass es "sehr bedeutende Konsequenzen" geben werde, falls Guaidó bei der Rückkehr zu Schaden käme. Bei seiner Rede zur Lage der Nation hatte US-Präsident Trump dem Interimspräsidenten Juan Guaidó, der bei der Ansprache im Kongress anwesend war, seine vollste Unterstützung zugesagt. Maduros "illegitime Diktatur" werde "zerschlagen und gebrochen" werden.

Parlamentschef Guaidó hatte sich vor gut einem Jahr zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert. Rund 60 Länder, darunter Deutschland und die USA, haben ihn mittlerweile als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, allerdings kann er sich in Venezuela bislang nicht durchsetzen. Maduro hingegen ist international weitgehend isoliert, hält sich aber mithilfe des Militärs weiter an der Macht. Die humanitäre Lage in dem Land mit den weltgrößten Erdölreserven ist katastrophal. 4,5 Millionen der gut 30 Millionen Venezolaner haben das Land bereits verlassen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.