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USA prüft Freigabe von geheimen Dokumenten zu 9/11
International 04.09.2021
Mehr Transparenz

USA prüft Freigabe von geheimen Dokumenten zu 9/11

Die Anschläge traumatisierten die USA und die ganze Welt.
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USA prüft Freigabe von geheimen Dokumenten zu 9/11

Die Anschläge traumatisierten die USA und die ganze Welt.
Foto: AFP
International 04.09.2021
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USA prüft Freigabe von geheimen Dokumenten zu 9/11

Für US-Präsident Joe Biden sollten Informationen nicht als Verschlusssache eingestuft bleiben, wenn das öffentliche Interesse überwiegt.

(dpa) - US-Präsident Joe Biden hat das Justizministerium und andere Behörden angewiesen, die Freigabe geheimer Dokumente zu den Terroranschlägen vom 11. September zu prüfen. 

Eine Verordnung verpflichte Justizminister Merrick Garland, entsprechende Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Anschlägen dann innerhalb der kommenden sechs Monate zu veröffentlichen, teilte Biden am Freitag mit.

Den Anschlägen fielen etwa 3.000 Menschen zum Opfer. Die USA beschuldigen den Iran, den Terroristen geholfen zu haben.
Den Anschlägen fielen etwa 3.000 Menschen zum Opfer. Die USA beschuldigen den Iran, den Terroristen geholfen zu haben.
Foto: AP

Informationen sollten nicht als Verschlusssache eingestuft bleiben, wenn das öffentliche Interesse an der Offenlegung den Schaden für die nationale Sicherheit überwiege, heißt es in der Verfügung. „Als ich für das Amt des Präsidenten kandidierte, habe ich mich verpflichtet, für Transparenz bei der Freigabe von Dokumenten über die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf Amerika zu sorgen“, hieß es in einer Mitteilung Bidens. Mit Blick auf den 20. Jahrestag der Anschläge wolle er sich nun an dieses Versprechen halten.


An armed Taliban fighter (L) stands next to Mullah, a religious leader, speaking during Friday prayers at the Pul-e Khishti Mosque in Kabul on September 3, 2021. (Photo by HOSHANG HASHIMI / AFP)
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Zuvor hatten einige Familien der Opfer damit gedroht, nicht zu den Gedenkfeierlichkeiten zum 20. Jahrestag zu erscheinen, falls Biden nicht Dokumente freigebe. Ihnen ging es vor allem um Unterlagen, welche die Rolle Saudi-Arabiens bei den Anschlägen beleuchten. Familien von Opfern der Terroranschläge wollen den Golfstaat schon seit längerem zur Verantwortung ziehen. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das Land, Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida gehabt zu haben. Bei der Mehrheit der Attentäter hatte es sich außerdem um saudische Staatsbürger gehandelt.

Am 11. September 2001 steuerten islamistische Terroristen drei gekaperte Flugzeuge in das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington. Ein weiteres entführtes Flugzeug stürzte in Pennsylvania ab. Den Anschlägen fielen etwa 3.000 Menschen zum Opfer.


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