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USA: Corona-Zahlen explodieren weiter
International 2 Min. 09.07.2020

USA: Corona-Zahlen explodieren weiter

Die Zahl der bestätigten Fälle explodiert derzeit in den USA.

USA: Corona-Zahlen explodieren weiter

Die Zahl der bestätigten Fälle explodiert derzeit in den USA.
AFP
International 2 Min. 09.07.2020

USA: Corona-Zahlen explodieren weiter

In der außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie in den USA könnten in den kommenden Monaten nach Modellrechnungen weitere Zehntausende Menschen sterben. Präsident Trump plant trotzdem neue Auftritte vor Tausenden Anhängern.

(dpa) - Nach Corona-Rekordzahlen in den Vereinigten Staaten zeichnet sich in dem Land weiter keine Entspannung ab. Eine Reihe von Bundesstaaten wie Florida, Texas oder Arizona verzeichneten auch am Mittwoch hohe Infektionsraten, teilweise wurden Intensivbetten in Krankenhäusern knapp. Am Dienstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 laut Johns-Hopkins-Universität (JHU) bei mehr als 60.000 an einem einzelnen Tag gelegen - die bei weitem höchsten Zahlen bislang.


US President Donald Trump and First Lady Melania Trump stand in the Truman Balcony as they host the 2020 "Salute to America" event in honor of Independence Day on the South Lawn of the White House in Washington, DC, July 4, 2020. (Photo by SAUL LOEB / AFP)
Trotz Corona: Trump kündigt große Wahlkampfveranstaltung an
Nach dem missglückten Auftritt in einer Halle in Tulsa, Oklahoma, will der US-Präsident nun im Freien eine weitere Wahlkampfveranstaltung abhalten.

Trotzdem plant Präsident Donald Trump weitere Wahlkampfveranstaltungen. An diesem Samstag will er auf dem Flughafen von Portsmouth im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire vor Tausenden Anhängern sprechen. Alle Gäste müssen bei der Anmeldung zustimmen, dass sie „freiwillig alle Risiken“ übernehmen, die aus einer Corona-Infektion resultieren könnten, wie seine Kampagne erklärte. Trumps Wahlkampflager haftet dafür nicht. Teilnehmer würden aber „stark ermuntert“, bereitgestellte Masken zu tragen, hieß es.

Die Rede ist im Freien geplant, anders als Trumps Kundgebung am 20. Juni in einer Halle in Tulsa (Oklahoma). Mehr als zwei Wochen später führt die örtliche Gesundheitsbehörde den Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Bezirk auch auf den Trump-Auftritt zurück. Dieser sowie andere Veranstaltungen hätten „mehr als wahrscheinlich“ zu der Zunahme beigetragen, sagte Behördenchef Bruce Dart am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Tulsa.


(FILES) This file photo taken on February 24, 2020 shows the logo of the World Health Organization (WHO) written in French and Chinese at the entrance of their headquarters in Geneva. - President Donald Trump has formally withdrawn the United States from the World Health Organization, making good on threats over the UN body's response to the coronavirus, a senator said July 7, 2020.  "Congress received notification that POTUS officially withdrew the US from the @WHO in the midst of a pandemic," Senator Robert Menendez, the top Democrat on the Foreign Relations Committee, wrote on Twitter. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)
USA treten aus WHO aus
Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation vollzogen, wie aus Regierungskreisen verlautete.

Als Dart auf die Trump-Kundgebung angesprochen wurde, sagte er: „In den vergangenen Tagen hatten wir fast 500 Fälle und wir wissen, dass wir mehrere große Veranstaltungen vor etwas mehr als zwei Wochen hatten.“ Er denke, man könne da einen Zusammenhang herstellen. Trumps Auftritt war die erste seit Beginn der anhaltenden Pandemie und wurde von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt begleitet.

Der Präsident war dafür kritisiert worden, Tausende Menschen in einer Halle zu versammeln, in der das Tragen von Masken nicht verpflichtend war. Auch Trump trägt in der Öffentlichkeit keine Maske. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, begründete das am Mittwoch erneut damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde.


ARCHIV - 03.07.2020, Baden-Württemberg, Reutlingen: Blutabnahmeröhrchen stehen in einem Testzentrum des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung für eine bundesweite Corona-Antikörper-Studie in einem Rack. In der Corona-Pandemie hoffen viele Menschen auf Immunität - nach überstandener Infektion oder durch eine bald verfügbare Impfung. (zu dpa «Covid-19-Studien: Infektion bedeutet wohl nicht automatisch Immunität») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Covid-19: Infektion bringt nicht automatisch Immunität
Tests finden bei vielen Menschen kurz nach einer Corona-Infektion schon keine speziellen Antikörper mehr im Blut.

Insgesamt liegt die Zahl der Toten infolge einer Covid-19-Erkrankung in den USA inzwischen bei mehr als 130.000 - zudem gibt es über drei Millionen bestätigte Fälle. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen - vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. Trump erklärte das wiederholt mit den ebenfalls gestiegenen Zahl an Tests.

Bis November könnten nach einem weithin beachteten Modell des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle in den USA insgesamt rund 208.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben.


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