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US-Soldat wegen Terrorverdachts festgenommen

(dpa) - Anleitungen zum Bombenbau auf Facebook, Fantasien über Anschläge auf Nachrichtensender und Tötung von Aktivisten: In den USA sind schwere Anschuldigungen gegen ein Mitglied des US-Militärs erhoben worden. Dem Soldaten werde vorgeworfen, Informationen über Sprengstoffe und Massenvernichtungswaffen verbreitet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag im US-Bundesstaat Kansas mit.

In einem Facebook-Chat soll der 24-Jährige anderen Nutzern nicht nur angeboten haben, ihnen beizubringen, wie man Bomben „im Stil der Afghanen“ baut, die per Handy gezündet werden, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Er habe auch Fantasien über einen Anschlag auf einen großen amerikanischen Nachrichtensender und die Tötung antifaschistischer Aktivisten geäußert. Vor seiner Zeit als Soldat soll er davon gesprochen haben, in der Ukraine an der Seite einer paramilitärischen, rechten Gruppierung kämpfen zu wollen. Noch im August soll er in einem Online-Chat geschrieben haben, nach anderen „Radikalen“ zu suchen.

Ein verdeckter Ermittler des FBI kontaktierte den Beschuldigten im September über den Chat-Dienst Telegram, wo der 24-Jährige diesem Auskunft zum Bombenbau mit Utensilien aus dem Supermarkt gab. Die Anleitung sei „sehr genau“ gewesen, hätte nach Einschätzung von FBI-Experten aber nicht zu einem „brauchbaren“ Sprengsatz geführt.

Aus der Anklageschrift geht hervor, dass der 24-Jährige unter anderem zugegeben hat, in Online-Chats regelmäßig zum Bau von Sprengkörpern angeleitet zu haben, um „Chaos“ zu verursachen. Der Beschuldigte ist den Angaben zufolge seit 2017 in der US Army und war zuletzt in Kansas stationiert. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft bis zu 20 Jahren Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250 000 US-Dollar (rund 227 500 Euro).

Heute

Kurzmeldungen International Heute um 21:19

Polizei in Mainz erschießt Mann nach Messerangriff

(dpa) - Die Polizei in Mainz hat einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen. Er habe alarmierte Beamte attackieren wollen und nur noch mit Schüssen aus einer Dienstpistole gestoppt werden können, berichtete die Polizei am Dienstagabend am Tatort. Zuvor hatten die Beamten den Angaben zufolge bereits versucht, den 57 Jahre alten Mann per Pfefferspray und Elektropistole (Taser) aufzuhalten. Wie oft geschossen wurde und wie viele Schüsse ihn trafen, war zunächst unklar.

Ausgelöst wurde der Polizei-Einsatz durch einen Notruf. Anrufer hatten von einem Messerangriff eines Mannes auf einen anderen berichtet. Als die erste Funkstreife am Tatort ankam, trafen die Beamten auf ein Opfer. Es sei mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der mutmaßliche Messerstecher flüchtete nach der Tat laut Polizei in eine Erdgeschosswohnung einer Senioren-Anlage. Ersten Erkenntnissen zufolge soll dort seine Mutter wohnen. Als er aus der Wohnung trat und auf die Beamten zuging, sei es zur tödlichen Schussabgabe gekommen.     

Kurzmeldungen International Heute um 19:02

Tote und Verletzte bei Zugunglück im tschechischen Grenzgebiet

(dpa) - Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf einer Strecke durch das Erzgebirge zwischen Tschechien und Deutschland hat es Tote und Verletzte gegeben. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes in Karlsbad (Karlovy Vary), Radek Hes, am Dienstagnachmittag. Es gebe 20 bis 30 Verletzte, darunter sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger. Die Unglücksstelle in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Pernink und Nove Hamry im Westen Tschechiens war für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich.

Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Warum die Züge zusammenstießen, war zunächst unklar. Sie sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen. Betrieben wird dieser Teil der Trasse von der staatlichen tschechischen Eisenbahn (CD). 

Kurzmeldungen International Heute um 18:02

Zwei neue Corona-Infektionen im Saarland gemeldet

(dpa/lrs) - Die Gesundheitsämter und Krankenhäuser im Saarland haben bis Dienstagnachmittag zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle lag bei insgesamt 2.772, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte (Stand 17.00 Uhr). Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 blieb unverändert bei 174.

Von den an dem Virus erkrankten Personen werden fünf stationär behandelt, drei davon intensivmedizinisch. Von den seit dem ersten Auftreten des Virus im Bundesland bestätigten Infizierten gelten dem Ministerium zufolge 2.588 Menschen inzwischen als geheilt.   

Kurzmeldungen Lokales Heute um 18:01

Acht Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz

(dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz sind binnen 24 Stunden acht weitere, bestätigte Corona-Infektionen hinzugekommen. Damit erhöhte sich die Zahl bis Dienstag (Stand: 10.10 Uhr) auf 7.091, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. "Das Ausbruchsgeschehen des Coronavirus in Rheinland-Pfalz bewegt sich derzeit auf niedrigem Niveau", berichtete das Ministerium weiter. Dennoch sei die Pandemie nicht vorbei, es könne jederzeit zu einem weiteren Infektionsgeschehen kommen. Die Landesregierung empfahl Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, sich nun in der "etwas ruhigeren Phase" mit Schutzausrüstung zu versorgen.

Unverändert blieb im Vergleich zum Vortag die Zahl der Todesfälle, sie liegt weiterhin bei 235. Derzeit sind den Angaben zufolge 192 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert und damit einer mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen zwischen Westerwald und Pfalz wurde am Dienstag mit 6.664 angegeben - sieben mehr als am Montag.

Auf die meisten Fälle in den vergangenen sieben Tagen kam anteilig der Kreis Germersheim mit 14 pro 100.000 Einwohner. Dort hatte es zuletzt einen räumlich begrenzten "Hotspot" gegeben. Dahinter folgte das nördlich des Kreises gelegene Speyer mit zehn gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche.

Kurzmeldungen Wirtschaft Heute um 17:14

Millionenstrafe für Deutsche Bank wegen Geschäften mit Epstein

Die Deutsche Bank kommen ihre Geschäfte mit dem wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen US-Unternehmer Jeffrey Epstein teuer zu stehen. Die New Yorker Finanzaufsicht brummte dem Geldhaus am Dienstag eine Strafe von 150 Millionen Dollar (133 Mio. Euro) auf. Das New York State Department of Financial Services warf der Bank erhebliche Regelverstöße in Zusammenhang mit ihren Geschäftsbeziehungen zu Epstein vor. Außerdem wurde das Institut für seine Verbindungen zur Danske Bank und zur FBME Bank bestraft, die im Zentrum von Geldwäscheskandalen standen.

„Es war ein Fehler, Jeffrey Epstein 2013 als Kunden anzunehmen“, teilte die Deutsche Bank mit. Das Unternehmen erkenne die festgestellten Schwächen in ihren Prozessen an und habe aus den Fehlern gelernt. Die Bank habe unmittelbar nach Epsteins Verhaftung die Strafverfolgungsbehörden kontaktiert und volle Unterstützung bei den Ermittlungen angeboten. Dabei sei man vollständig transparent gegenüber den Behörden gewesen. „Unser Ruf ist unser wertvollstes Gut, und wir bedauern unsere Verbindung zu Epstein zutiefst“.    

Kurzmeldungen Lokales Heute um 17:10

Drei Unfälle mit drei Verletzten am Dienstag

Am Dienstagnachmittag kam es auf Luxemburgs Straßen gleich zu mehreren Verkehrsunfällen, die auch Verletzte forderten. 

So wurde dem Notruf 112 gegen 13 Uhr ein Verkehrsunfall in Zolver gemeldet. Dort stießen zwei Fahrzeuge mit einem Motorrad zusammen. Bei dem Unfall wurde eine Person verletzt. Im Einsatz waren ein Krankenwagen sowie die Rettungskräfte aus Sassenheim/Differdingen. 

Kurz vor 15 Uhr kam es dann in Diekirch zu einer Kollision zwischen zwei Wagen. Auch hier wurde eine Person verwundet. Vor Ort waren die Polizei sowie  ein Krankenwagen und die Feuerwehr aus Diekirch. 

Rund eine halbe Stunde später gab es im Süden des Landes - diesmal in Differdingen - erneut einen Zusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen. Bei diesem Unfall gab es einen Verletzten. Ein Krankenwagen aus Düdelingen, die Rettungskräfte aus Sassenheim/Differdingen und auch die Polizei waren im Einsatz.

Kurzmeldungen International Heute um 15:01

Mehrere britische Pubs wegen Infektionsfällen wieder dicht

(dpa) - Kurz nach der Wiederöffnung sind mehrere Pubs in England wegen Corona-Infektionen von Gästen wieder geschlossen worden. Betroffen sind mindestens drei Kneipen in Burnham-on-See an der Südwestküste, in Batley im nördlichen England und in Alverstoke im Süden. Die Pubs seien gründlich gereinigt und die Mitarbeiter getestet worden, teilten die Betreiber in sozialen Medien mit.

Nach mehr als dreimonatiger Schließung wegen der Pandemie durften am vergangenen Samstag die beliebten Kneipen in England und Nordirland wieder öffnen. In Wales und Schottland bleiben Pubs vorerst noch geschlossen. Jeder Landesteil kann über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie entscheiden.

Es gelten strenge Auflagen, beispielsweise müssen Pub-Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bestellungen dürfen nur am Tisch oder per App aufgenommen werden. Trotz der Einschränkungen drängten sich am vergangenen Wochenende nach der Wiedereröffnung in London die Menschenmassen dicht an dicht. Kritiker halten die Lockerungen für viel zu früh. Denn Großbritannien ist das am schlimmsten vom Virus-Ausbruch betroffene Land in Europa.

Das Geenzefest in Wiltz.
Kurzmeldungen Lokales Heute um 14:49

Wiltz: "Geenzefest" und "Nuit des Lampions" komplett abgesagt

(SC) - Eigentlich findet das Wiltzer "Geenzefest" traditionell jedes Jahr zu Pfingsten statt. Wegen der Corona-Krise war es im Mai allerdings verschoben worden und sollte am 19. September zusammen mit der "Nuit des Lampions"stattfinden. Beide Veranstaltungen sind feste Termine im sozialen Kalender der Stadt Wiltz und ziehen alljährlich tausende Besucher an.

Nun müssen jedoch beide Feste coronabedingt ins Wasser fallen: "Aufgrund der andauernden sanitären Krise sehen sich die Organisatoren in der Verantwortung, das Großereignis nicht zu realisieren", hieß es in dem Schreiben der Gemeinde Wiltz. Die kommenden Monate würden die Veranstalter dazu nutzen, neue Konzepte für 2021 auszuarbeiten. 

Kurzmeldungen Lokales Heute um 14:22

Polizei gibt Tipps, wie man sich vor einem Autodiebstahl schützt

(rc) - Immer wieder wird hierzulande in geparkte Fahrzeuge eingebrochen. Die Täter entwenden dann private Gegenstände, Wertsachen und/oder Auto-Accessoires. Alleine im vergangenen Jahr wurden der Luxemburger Polizei etwa 1.000 Autodiebstähle gemeldet. 

Tipps, wie man sich gegen solche Diebstähle schützen kann, gibt die Polizei am Dienstag in einer auf ihrer Facebookseite veröffentlichten Mitteilung. 

  • Am besten ist es stets, keine Wertsachen im Auto zu lassen.
  • Wenn das jedoch nicht möglich ist, dann sollen die Wertsachen so verstaut werden, dass sie von Außen nicht erkennbar sind. 
  • Türen und Fenster und Schiebedach sollen stets geschlossen sein - das Fahrzeug gesperrt. 
  • Wenn möglich, den Wagen in eine Garage parken. Wenn nicht, dann das Fahrzeug stets an einem hellen gut beleuchteten Ort stehen lassen.

Falls Sie merken sollen, dass in ihr Fahrzeug eingebrochen wurde, sollten Sie nichts anfassen und umgehend die Polizei kontaktieren. 


Polizisten stehen nach einer Bombendrohung vor dem Justizzentrum Erfurt.
Kurzmeldungen International Heute um 13:46

Bombendrohungen: Mehrere deutsche Gerichte geräumt

(dpa) - Mehrere Gerichte in deutschen Städten sind am Dienstag nach Bombendrohungen geräumt worden. In Mainz, Lübeck, Chemnitz und Erfurt waren Drohungen eingegangen.

In der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt waren zwei Sprengstoffspürhunde im Einsatz und durchstreiften das Justizzentrum, wie eine Polizeisprecherin sagte. Betroffen seien unter anderem das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Erfurt.

In Lübeck erfuhr die Polizei am Dienstagmorgen von der Bedrohung gegen das Gebäude des Amtsgerichts, das geräumt wurde. In Chemnitz ging eine Drohung gegen das Amtsgericht ein, das Gebäude wurde aber nicht evakuiert. 

Auch in Mainz ging am Landes- und am Amtsgericht am Dienstagmorgen eine Bombendrohung ein. Die Räumlichkeiten wurden geräumt und durchsucht. Dabei sei aber nichts Verdächtiges gefunden worden, berichtete eine Polizeisprecherin.

Die Drohung gegen das Gebäude sei gegen 7.30 Uhr schriftlich beim Amtsgericht eingegangen. Beamte und Spürhunde durchsuchten den Bau bis gegen 10.30 Uhr. Ob die Drohung als Mail, Fax oder Brief kam, war zunächst jedoch genauso unklar wie der mögliche Absender.

Kurzmeldungen International Heute um 12:36

USA: Acht Tote nach Flugzeugcrash

(dpa) - Beim Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge über einem See im US-Bundesstaat Idaho sind nach jüngsten Polizeiangaben mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Anwohner und Rettungskräfte bargen bis Montag (Ortszeit) drei Leichen aus dem Wasser des unter Touristen beliebten Sees Coeur d'Alene im Westen der USA, wie ein Sprecher des Sheriffbüros im Bezirk Kootenai County in einem auf Facebook veröffentlichten Videomitschnitt Journalisten bestätigte. Zwei weitere Leichen seien mittlerweile auf dem Grund des Sees in fast 40 Metern Tiefe geortet worden, sagte Leutnant Ryan Higgins. Für die Bergung sowie die Suche nach weiteren Opfern sollten Spezialtaucher sowie Spezialgerät eingesetzt werden.

Zunächst war nicht klar gewesen, wie viele Menschen bei dem Unglück vom Sonntagnachmittag an Bord der Maschinen waren. In ersten Berichten war bereits von acht Insassen die Rede gewesen. Doch das Sheriffbüro konnte zunächst nur zwei Opfer bestätigen, die Anwohner noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte an der Wasseroberfläche entdeckten und bargen. Higgins sagte nun aber, in einer der beiden Maschinen hätten sich sechs Menschen befunden, darunter mutmaßlich auch ein Vater mit drei Kindern. In dem zweiten Kleinflugzeug seien nach derzeitigem Kenntnisstand zwei Menschen gewesen. Das Sheriffbüro ging bereits am Montag davon aus, dass es keine Überlebenden gibt.

Die beiden Kleinflugzeuge - darunter eine Cessna - waren zufälligen Videoaufnahmen und Fotos zufolge am Sonntagnachmittag über dem See aus noch unbekannten Gründen aufeinander zugeflogen und zusammengeprallt. Der Coeur d'Alene nahe der gleichnamigen Kleinstadt etwa 500 Kilometer östlich der Westküstenmetropole Seattle ist ein bekanntes Ausflugsziel. Es sei das schwerste Flugzeugunglück, das er an dem See in Jahrzehnten erlebt habe, sagte Higgins.

Kurzmeldungen Lokales Heute um 09:02

Zwei Führerscheine eingezogen

(mth) - Die Polizei stoppte in der Nacht zum Dienstag zwei Autofahrer, die durch ihre Fahrweise aufgefallen waren. Bei den beiden Kontrollen in Luxemburg-Stadt und Lamadelaine musste jedes Mal erhöhter Alkoholeinfluss bei den Fahrern festgestellt werden. Beide Führerscheine wurden eingezogen und Strafanzeigen erstellt. 

Gestern

Kurzmeldungen Panorama 06.07.2020

Leichen von zwei Badenden in der Schweiz bei Wasserfall geborgen

(dpa) - In der Schweiz sind bei einem Wasserfall die Leichen zweier Menschen gefunden worden. Ein 30-jähriger Polizist und eine 26-jährige Frau wurden bei Henau im Kanton St. Gallen tot geborgen, wie die Polizei am Montagabend berichtete. Laut Behörden hatten die beiden bei schönem Wetter am Sonntag zusammen mit weiteren Menschen in der Thur gebadet. Der Mann und die Frau hatten sich rund 30 Meter oberhalb des Wasserfalls im hüfttiefen Wasser bewegt. Dabei wurden sie vom Wasser mitgerissen und stürzten über den etwa vier Meter hohen Wasserfall. Rund 100 Helfer waren an der Suche beteiligt.

Keine neue Corona-Infektion im Saarland gemeldet

(dpa/lrs) - Die Gesundheitsämter und Krankenhäuser im Saarland haben bis Montagabend keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle lag weiterhin bei 2.770, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte (Stand 18.00 Uhr). Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 blieb unverändert bei 174.

Von den an dem Virus erkrankten Personen werden fünf stationär behandelt, drei davon intensivmedizinisch. Von den seit dem ersten Auftreten des Virus im Bundesland bestätigten Infizierten gelten dem Ministerium zufolge 2.588 Menschen inzwischen als genesen.    

Das Saarland hat eine knappe Million Einwohner.

Nepal: Maskenmuffeln droht bis zu ein Monat Gefängnis

(dpa) - In Nepal ist wegen der Corona-Krise ab sofort das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes an öffentlichen Orten Pflicht. Wer sich nicht daran hält, kann mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 70 Cent (100 nepalesische Rupien) - das ist etwa der Betrag einer Mahlzeit für eine vierköpfige Familie mit Reis und Linsen - oder bis zu einem Monat Gefängnis bestraft werden, wie das nepalesische Innenministerium am Montag mitteilte.

„Wir hatten gehofft, dass die Leute einfach zu ihrem eigenen Schutz und zur Sicherheit ihrer Familien und der Gesellschaft Masken tragen würden“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Aber das taten sie nicht.“

In Nepal wird der Lockdown allmählich gelockert. Das gilt nicht für den öffentlichen Verkehr. Internationale Grenzen, Schulen und Bars bleiben weiter geschlossen. Im Land, das nach UN-Angaben zu den am wenigsten entwickelten gehört, gibt es mehr als 15.000 bekannte Infektionen und 35 Covid-19-Patienten, die gestorben sind.

Gütersloh: Gericht hebt Corona-Einschränkungen auf

(dpa) - Ein Gericht im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, teilte das Oberverwaltungsgericht am Montag mit. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen. Im Kreis Gütersloh leben rund 370.000 Menschen.

Hintergrund der Auflagen sind mehr als 1.000 positiv auf das Coronavirus getestete Mitarbeiter bei Deutschlands größtem Fleischproduzenten Tönnies am Standort in Rheda-Wiedenbrück. Die Befunde hatten zu regionalen Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf geführt. Die regionale Verordnung der Landesregierung wäre erst in der Nacht zum Mittwoch um 00.00 Uhr ausgelaufen.     

Kurzmeldungen Lokales 06.07.2020

A13: Autounfall am Montagnachmittag

(P.S.) Am Montagnachmittag kam es auf der A13 zu einem Autounfall. Der Unfall ereignete sich gegen 15 Uhr im Tunnel Gaddescheier. Eine Person wurde leicht verletzt. Im Einsatz waren ein Krankenwagen aus Esch sowie die Einsatzzentren aus Differdingen und Esch.


Nach einem monatelangen Kampf gegen die Folgen einer Infektion mit dem Corona-Virus ist der Broadway-Schauspieler Nick Cordero am 05.07.2020 im Alter von 41 Jahren in Los Angeles gestorben.
Kurzmeldungen Panorama 06.07.2020

Broadway-Star verliert Kampf gegen Covid-19

(dpa) - Nach einem monatelangen Kampf gegen die Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist der Broadway-Schauspieler Nick Cordero am Sonntag im Alter von 41 Jahren in Los Angeles gestorben. „Ich kann es nicht glauben und es schmerzt überall“, schrieb seine Frau Amanda Kloots in einem Posting auf Instagram. Ihm war seit der Diagnose der Erkrankung an Covid-19 Ende März unter anderem das rechte Bein abgenommen worden und er hatte zwei Lungen transplantiert bekommen, 95 Tage lang lag er im Krankenhaus, wie seine Frau im April öffentlich machte. Prominente wie Zack Braff („Scrubs“, „Garden State“), Viola Davis („Fences“) und Lin-Manuel Miranda („Hamilton“) drückten in emotionalen Tweets ihr Beileid aus.

Der in Kanada geborene Cordero spielte unter anderem in „Rock of Ages“ und „Waitress“, für seine Rolle in „Bullets over Broadway“ war er 2014 für den Theaterpreis Tony nominiert. Er hinterlässt einen einjährigen Sohn. Eine seit April laufende Spendensammlung für die Familie kam bis Montagvormittag (Ortszeit) auf fast 800.000 Dollar.

Israel verschärft Corona-Beschränkungen

Nach einem deutlichen Anstieg von Corona-Neuinfektionen hat Israel am Montag die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus verschärft. Das Kabinett um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entschied nach Angaben seines Büros, dass Festhallen, Bars, Nachtclubs, öffentliche Schwimmbäder und Fitness-Studios bis auf weiteres schließen müssen.

Der Strand, Religionsschulen und Restaurants sollten dagegen geöffnet bleiben. In Restaurants sollen jedoch neue Einschränkungen gelten: Nur bis zu 20 Gäste dürfen drinnen und bis zu 30 draußen sitzen. In Gebetshäusern dürfen sich nur bis zu 19 Menschen versammeln. In Bussen soll die Zahl der Passagiere auf bis zu 20 beschränkt werden. Die Maßnahmen müssen noch vom Parlament gebilligt werden.   

Kurzmeldungen Panorama 06.07.2020

Kühe erschrecken als Trend: Netzwerk TikTok löscht Videos

(dpa) - Das soziale Netzwerk TikTok hat Videos der umstrittenen "Kulikitaka-Challenge" gelöscht. "Wie unsere Community Richtlinien deutlich machen, dulden wir keine Inhalte, die unnötig schockierend und grausam sind, sowohl gegenüber Menschen als auch Tieren", sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Videos unter den genannten Hashtags haben wir entfernt." Zahlreiche Nutzer hatten solche Videos gepostet, auf denen vor allem Kühe, aber auch andere Tiere erschreckt werden.

Der Name "Kulikitaka-Challenge" ergibt sich aus dem Merengue-Titel "Kulikitaka" des Sängers Tono Rosario, mit dem das Erschrecken der Tiere unterlegt wird. Landwirte hatten davor gewarnt, diese Videos nachzuahmen - nicht nur, weil sie die Tiere unter Stress setzen, sondern auch Menschen, die sie erschrecken, in Lebensgefahr bringen können. Kühe seien zwar friedliebend, könnten aber aggressiv werden - gerade wenn es darum gehe, den Nachwuchs zu verteidigen.

Keine Neuinfektionen im Kreis Trier-Saarburg

(SC) - Am Montag hatte der Landkreis Trier-Saarburg keine weitere Neuinfektion zu vermelden. Die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Krise bleibt somit bei insgesamt 310. 105 Fällen entfallen auf die Stadt Trier.

Die Zahl der aktiven Infektionen liegt bei zwei Personen in Trier und drei weiteren Personen in dem kompletten Landkreis. Zwei Erkrankte befinden sich derzeit in stationärer Behandlung - jeweils ein Patient im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus Trier und im Kreiskrankenhaus Saarburg.

Auch wenn die Fallzahlen derzeit niedrig sind - Neuinfektionen der vergangenen Tage und lokale Infektionsgeschehen würden deutlich machen, dass die Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin wichtig sind, so die gemeinsame Presseerklärung der Stadtverwaltung Trier und der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. In dem Sinne hat die rheinland-pfälzische  Ministerpräsidentin Malu Dreyer einer eventuellen Aussetzung der Maskenpflicht in dem Bundesland am Montag eine Absage erteilt.

Kurzmeldungen Lokales 06.07.2020

Kehlen: Defibrillator beschädigt

Am vergangenen Wochenende haben Unbekannte einen Defibrillator in der Rue de l’Indépendance in Olm zerstört. Darüber informiert die Gemeinde Kehlen auf ihrer Internetseite. 

In der Mitteilung heißt es, es sei "eine traurige und empörende Tat, die den Opfern eines plötzlichen Herzstillstands die Überlebenschance nimmt." Die Gemeinde hat daraufhin eine Strafanzeige bei der Polizei eingereicht.

Jeder, der relevante Informationen über den Zwischenfall hat, wird gebeten, sich mit der Polizei Capellen unter der Telefonnummer 244 30 1000 oder 113 in Verbindung zu setzen.

Rheinland-Pfalz für Beibehaltung der Maskenpflicht

(dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Landesregierung hält die Aufhebung der Maskenpflicht derzeit für das falsche Signal. „Das Tragen einer Alltagsmaske hilft die Ansteckungsgefahr zu verringern“, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz auf Anfrage mit. „Masken sind also ein eher geringer Aufwand mit großer Wirkung und – in Verbindung mit Kontaktbeschränkungen und hohen Hygienestandards – ein wichtiges, auch wissenschaftlich belegtes Mittel im Kampf gegen das Virus.“

Dreyer betonte: „Covid-19 ist noch nicht besiegt.“ Weltweit gebe es mehr als 500.000 Tote. „In den Vereinigten Staaten können wir gerade mitverfolgen, wie rasend schnell es zu einer neuen schweren Ausbruchswelle kommen kann.“ Dies müsse mit aller Kraft verhindert werden. „Rheinland-Pfalz hat viel erreicht, und das dürfen wir nicht verspielen.“ Die Grundphilosophie bleibe: „Ich schütze dich, du schützt mich“. Dazu gehöre Verantwortung zu übernehmen und Maske tragen.

Ein Sprecher der Staatskanzlei ergänzte: „Gerade die Ferienzeit und die Zeit nach den Ferien werden entscheidend sein, um zu beurteilen, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickelt.“

Kurzmeldungen Lokales 06.07.2020

"Schëtter Nëssmaart" abgesagt

(SC) - Der "Schëtter Nëssmaart", der traditionell jedes Jahr im Herbst in der Gemeinde Schüttringen stattfindet, fällt dieses Jahr ins Wasser. Wie der Vorstand "der Schëtter Nössmaart a.s.b.l." am Montag bekannt gab, sah man sich gezwungen, die traditionsreiche Veranstaltung aufgrund der Covid-19-Krise abzusagen: "In unseren Augen wäre es in dieser schwierigen Zeit gänzlich unverantwortlich ein Fest diesen Ausmaßes, wo Geselligkeit, Zusammensein und Spaß an erster Stelle stehen, zu veranstalten", so die Organisatoren in ihrer Mitteilung.

Der Vorstand sucht derzeit nach einer Möglichkeit, die breite Palette an Nussprodukten, die jedes Jahr auf dem Markt angeboten wird, dieses Jahr auf anderem Wege zugänglich zu machen. Der Termin für den nächsten "Schëtter Nëssmaart" steht bereits fest: am 17. Oktober 2021 ist es wieder so weit.

Prag: Auto fährt in Straßenbahn-Tunnel

(dpa) - Ein Autofahrer ist in Prag mehrere Hundert Meter weit in einen Straßenbahntunnel gefahren. Der Pkw blieb erst stehen, als die Ölwanne durchschlagen war und die Airbags auslösten, wie die Zeitung „Pravo“ am Montag in ihrer Onlineausgabe berichtete. Für Abschleppfahrzeuge war die Stelle unzugänglich, doch die Feuerwehr fand letztlich eine Lösung: Eine Straßenbahn nahm das Auto an einem Seil ins Tau und bugsierte es im Rückwärtsgang aus dem Tunnel heraus.

Ein Alkoholtest bei dem Fahrer ergab nach Polizeiangaben mehr als drei Promille. Die weiteren Umstände des Unfalls im Stadtteil Barrandov werden noch ermittelt. „Wir haben gerade ein Bier getrunken - und auf einmal fuhr ein Auto mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Gleisen“, sagte ein Zeuge dem Blatt. „Wir konnten unseren Augen nicht trauen.“

Kurzmeldungen Panorama 06.07.2020

Rheinland-Pfalz: Polizei stoppt fünf betrunkene Lastwagenfahrer

(dpa/lrs) - Die Polizei hat fünf betrunkene Lastwagenfahrer bei einer Kontrolle nahe Worms an der Weiterfahrt gehindert. Die höchsten Atemalkoholwerte hatten Fahrer mit 2,66 und 2,08 Promille, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Beamten kontrollierten 90 Lastwagen und ihre Fahrer bei der Abfahrt auf den Rasthof Wonnegau. Dieser liegt an der Autobahn 61. 

Dabei fiel den Polizisten am Sonntagabend auch der gefälschte Führerschein eines 64-Jährigen auf. Ihm drohe nun ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Kurzmeldungen Lokales 06.07.2020

Führerscheinentzug für betrunkenen Raser

In der Nacht zum Montag kurz nach ein Uhr beobachtete eine Polizeistreife einen Autofahrer, der mit hoher Geschwindigkeit durch den Saint-Esprit-Tunnel in der Hauptstadt fuhr.

Der Fahrer wurde gestoppt und einem Alkoholtest unterzogen, der sich als positiv ergab. Der Führerschein des Fahrers wurde eingezogen, eine Strafanzeige wurde erstellt. 

Kurzmeldungen Lokales 06.07.2020

Zwei nächtliche Feuerwehreinsätze

In der Nacht zum Montag gab es zwei Brandeinsätze im Großherzogtum.

In der Grand-Rue in Eichen hab es gegen 22.20 Uhr einen Brand in einem Sicherungskasten in einem Wohnhaus. Eine Person wurde leicht verletzt.

In der Route d'Echternach in der Hauptstadt brannte am frühen Morgen gegen 4.30 Uhr ein Auto. Es gab keine Verletzten.

Kurzmeldungen Lokales 06.07.2020

Verkehrsunfälle mit Verletzten

Am Sonntagabenden wurden in Luxemburg zwei Personen bei Verkehrsunfällen verletzt.

Auf der CR162 zwischen Filsdorf und Ellingen kam gegen 17.30 Uhr ein Motorradfahrer von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Er musste mit leichten Verletzungen medizinisch betreut werden.

Kurz nach 18 Uhr wurde ein weiterer Motorradfahrer auf der CR132 zwischen Niederanven und Munsbach verletzt, nachdem er von einem Auto, dessen Fahrer ihn übersehen hatte, erfasst wurde.

USA: Baum fällt auf Gebäude

(dpa) - Bei dem Einsturz eines Gebäudes in Pasadena im US-Bundesstaat Maryland sind mindestens 19 Menschen verletzt worden, darunter auch zwei Kinder. Die Opfer seien am späten Sonntagnachmittag (Ortszeit) in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden, teilte die örtliche Feuerwehr bei Twitter mit. Eines der Opfer befinde sich in kritischem Zustand, fünf weitere in ernstem Zustand, die übrigen hätten nur leichte Verletzungen.

Der Feuerwehr zufolge war ein großer Baum auf die Garage gefallen, in der sich zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als 20 Menschen befunden hätten. Einige der Betroffenen hätten ausgesagt, sie hätten in dem frei stehenden Gebäude vor einem Unwetter Schutz gesucht, berichteten örtliche Medien.

Die Gegend um Pasadena an der Ostküste der USA wird derzeit von heftigen Gewittern und Regenfällen heimgesucht. Das schlechte Wetter soll Meteorologen zufolge noch bis Mitte der Woche andauern.

Vorgestern

Drei Raketen auf Israel abgefeuert

Drei Raketen sind am Sonntag in Richtung Israel abgefeuert worden. Zwei der Geschosse seien eingeschlagen, ein weiteres sei von einem israelischen Raketenabwehrsystem abgefangen worden, teilten Israels Streitkräfte bei Twitter mit. Darauf habe die israelische Luftwaffe am Abend die „Untergrund-Terror-Infrastruktur“ der islamistischen Hamas im Gazastreifen angegriffen, hieß es. Über eventuelle Opfer gab es keine Angaben.

Israel, die USA und die EU stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Die 1987 gegründete und vom Iran unterstützte Gruppe bestreitet das Existenzrecht Israels und fordert die gewaltsame Errichtung eines islamischen Palästinas vom Mittelmeer bis zum Jordan. Ihr militärischer Arm hat wiederholt Terroranschläge auf Israelis verübt.

Israel hatte jüngst mögliche Annexionsschritte angedeutet. Als Grundlage dafür nimmt das Land einen Plan der US-Regierung. Dieser sieht vor, dass Israel sich rund 30 Prozent des 1967 im Sechstagekrieg eroberten Westjordanlands einverleiben kann. Die restlichen 70 Prozent sollen Teil eines Palästinenserstaates werden, allerdings unter strengen Auflagen. Die Palästinenser lehnen den Plan entschieden ab. Schritte zu einer Annexion kann die israelische Regierung seit dem 1. Juli einleiten, bisher sah sie jedoch davon ab.

Überreste von 24 Widerstandskämpfern von 1849 beigesetzt

(dpa) - Mehr als 170 Jahre nach ihrer Revolte gegen die französische Kolonialherrschaft sind in Algerien die Überreste von 24 Widerstandskämpfern beigesetzt worden. Sie hatten im Jahr 1849 gegen französische Truppen aufbegehrt, die Algerien im Jahr 1830 besetzt hatten. Die Überreste wurden am Sonntag bei den Feiern zur Unabhängigkeit in dem nordafrikanischen Land beigesetzt. 

Französische Truppen hatten die Kämpfer enthauptet und die Schädel mit nach Frankreich genommen. Dort wurden sie im Naturkundemuseum in Paris aufbewahrt, bis Algerien schließlich die Rückführung forderte. Am Freitag waren die Überreste von Frankreich mit einem Militärflugzeug nach Algerien gebracht worden, wo viele Bürger den Kämpfern am Samstag die letzte Ehre erwiesen.

Die französische Kolonialherrschaft in Algerien endete in einem blutigen Konflikt mit Hunderttausenden Toten. Der Krieg dauerte mehr als sieben Jahre, am 5. Juli 1962 erhielt Algerien dann seine Unabhängigkeit. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron räumte 2018 erstmals ein, dass französische Kolonialbeamte in Algerien gefoltert hatten. Bei einem Besuch in Algerien als Präsidentschaftskandidat im Jahr 2017 hatte er die Kolonisierung als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet, was in seiner Heimat zu Protesten führte.

Ruanda: Flüchtlinge von Sicherheitskräften erschossen

(dpa) - Zwei burundische Flüchtlinge sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks in Ruanda von Sicherheitskräften erschossen worden. Das UNHCR sei informiert worden, dass die zwei am Samstag die Grenze nach Tansania in der Nähe des Mahama-Flüchtlingslagers überqueren wollten, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk mit. Es sei ein „tragischer Vorfall“ gewesen, sagte Elise Villechalane, eine UNHCR-Sprecherin. Das UNHCR forderte die Behörden auf, Ermittlungen einzuleiten.

Der Polizei zufolge schossen Sicherheitskräfte, die auf Patrouille waren, auf eine Gruppe Schmuggler, während sie Drogen über einen Fluss transportierten. Dann habe sich herausgestellt, dass zwei der Erschossenen Flüchtlinge waren. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Mehr als 388.000 burundische Flüchtlinge sind dem UNHCR zufolge in Nachbarländern registriert, 72.000 davon in Ruanda. Die meisten Burunder sind im Zuge einer politischen Krise 2015 geflohen, die der damalige Präsident des ostafrikanischen Staates, Pierre Nkurunziza, auslöste, als er sich entgegen der Verfassung um eine neue Amtszeit bewarb. Nkurunziza starb jüngst und sein Nachfolger Evariste Ndayishimiye wurde im Amt vereidigt.    

Keine neue Corona-Infektion im Saarland

(dpa/lrs) - Die Gesundheitsämter im Saarland haben bis Sonntagabend keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle lag weiterhin bei 2.770, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte (Stand 18.00 Uhr). Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 lag ebenfalls unverändert bei 174. Von den seit dem ersten Auftreten des Virus im Bundesland bestätigten Infizierten gelten der Behörde zufolge insgesamt 2.586 Menschen inzwischen als genesen. Grundlage der Zahlen sind Angaben der Kreisgesundheitsämter an das Ministerium.    

Zwei Tote nach Schüssen in Nachtclub in South Carolina

(dpa) - Nach Schüssen in einem Nachtclub im US-Bundesstaat South Carolina sind Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden - einige von ihnen schwer. Es habe im Zusammenhang mit dem Vorfall in der Stadt Greenville am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) bislang noch keine Festnahmen gegeben, wie der Nachrichtensender CNN und die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf die Polizei berichteten. Zu Hergang und Auslöser der Tat gab es demnach zunächst keine weiteren Informationen.

In den USA sterben im Durchschnitt jeden Tag Dutzende Menschen in Folge von Schusswaffengewalt. Am Sonntag sorgte auch ein Fall aus Washington für Entsetzen. Im Südosten der Hauptstadt wurde am späten Samstagabend (Ortszeit) ein Elfjähriger erschossen. Für Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens lobte die Polizei eine Belohnung von bis zu 25.000 US-Dollar (22.000 Euro) aus.      

Ausweise der Niederlande bald ohne Geschlechtsangabe

(dpa) - Die Niederlande wollen in den Ausweisen nicht länger das Geschlecht angeben. Damit will die Regierung Menschen entgegenkommen, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau fühlen. Die „unnötige Registrierung des Geschlechts“ solle vermieden werden, teilte Bildungsministerin Ingrid van Engelshoven dem Parlament in Den Haag mit. Die Veränderung soll aus praktischen Gründen erst 2024/25 in Kraft treten. Dann werden neue Ausweise eingeführt, bei denen die ganze Option „Geschlecht“ schlicht wegfallen soll. Bei Reisepässen wird sich wegen europäischer Regeln vorerst nichts ändern.

Die Ministerin, die auch für Emanzipation zuständig ist, will Geschlechtsangaben auch in amtlichen Registern oder Stellenanzeigen des Staates streichen. Dies solle Bürger unterstützen, „selbst ihre Identität erschaffen zu können und diese in aller Freiheit und Sicherheit auch zu leben“.

Anstieg bei Corona-Zahlen: Italien prüft Zwangseinweisung von Kranken

(dpa) - Italien prüft die Möglichkeit von Zwangseinweisungen ins Krankenhaus für Covid-19-Patienten, die durch falsches Verhalten neue Ansteckungen auslösen können. Dazu sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza der Zeitung „La Repubblica“ vom Sonntag: „Ich erwäge mit meinen Juristen die Möglichkeit einer zwangsweisen medizinischen Behandlung in Fällen, in denen eine Person behandelt werden muss und sich weigert.“ Hintergrund ist der Fall eines Covid-19-Patienten in Venetien, der laut Medien trotz Fiebers und eines positiven Tests nicht ins Hospital wollte.

Der Ende Juni von einer Balkanreise zurückgekehrte Unternehmer wird für einen Corona-Herd mit mehreren Positiven und Dutzenden Quarantäne-Fällen in der Stadt Vicenza verantwortlich gemacht. Der Mittsechziger wurde Anfang Juli nach einer Verschlechterung doch ins Krankenhaus gebracht und kam auf die Intensivstation.

Da Italien seit Februar von der Pandemie besonders hart getroffen ist und rund 35.000 Todesfälle zählt, sorgt der leichte Anstieg der Neuinfektionen in zahlreichen Regionen für Sorgen im ganzen Land. Zuletzt zählten die Behörden landesweit 235 neue Fälle in 24 Stunden.

Aus für EU-Religionsbeauftragten: Kritik von Kardinal Hollerich

(KNA) - Religionsvertreter kritisieren die Entscheidung der EU-Kommission, die Stelle des EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit außerhalb der Europäischen Union nicht wiederzubesetzen. In einigen Ländern habe religiöse Unterdrückung inzwischen "das Ausmaß von Völkermord an gefährdeten religiösen Minderheiten und Gruppen erreicht", sagte der Vorsitzende der EU-Bischofskommission COMECE, Kardinal Jean-Claude Hollerich, am Sonntag der "Deutschen Welle". Die EU müsse sich daher weiterhin für Religionsfreiheit einsetzen, auch mit einem eigenen Beauftragten.

Mitte Juni war bekannt geworden, dass die Position nicht mehr besetzt wird. Bislang war der Slowake Jan Figel (60) EU-Sonderbeauftragter für Religionsfreiheit. Hollerich würdigte dessen Wirken: Figel habe zum Schutz derer beigetragen, "die unter Intoleranz, Diskriminierung und Verfolgung leiden", so der Luxemburger Erzbischof.

Corona-Virus auch in Fleischfabriken in Österreich

(dpa) - Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung Corona-Fälle aufgetaucht. Zwei der Betriebe liegen nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Insgesamt seien zwölf Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden, bestätigte der Krisenstab des Bundeslandes Oberösterreich am Sonntag der Nachrichtenagentur APA. Zuvor hatte die „Kronen Zeitung“ darüber berichtet.

Bei einem Schlachthof im Bezirk Ried im Innkreis südlich der deutschen Grenze bei Bad Füssing gab es sieben Fälle. Im Bezirk Braunau gegenüber dem deutschen Simbach am Inn waren es zwei und im Bezirk Wels-Land gut 50 Kilometer südöstlich von Ried drei Fälle. Tests bei anderen Mitarbeitern waren am Sonntag im Gange.

Beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies waren im Juni mehr als 1.400 Mitarbeiter positiv getestet worden. Der Vorfall hat eine große Debatte über die Arbeits- und Lebensbedingungen der dort angestellten Arbeiter ausgelöst.

Polizei löst Feier mit 300 Gästen in Kaiserslautern auf

(dpa/lrs) - Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag eine Feier mit rund 300 Gästen in Kaiserslautern (D) aufgelöst. „Nachdem bei der Polizei mehrere Beschwerden eingingen, musste die Party von mehreren Polizeistreifen aufgelöst werden, um die Nachtruhe wiederherzustellen und Verstößen gegen die Coronabekämpfungs-Verordnung entgegenzuwirken“, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Demnach hatte eine Frau über einen Messenger-Dienst zu der Party eingeladen. Dafür habe sie ein Anwesen in der Innenstadt angemietet. Da dieses aber nicht genügend Platz für 300 Menschen geboten habe, sei etwa die Hälfte der Gäste auf die Straße ausgewichen. Nach mehreren Beschwerden von Anwohnern löste die Polizei die Feier auf.

Unter den Gästen befanden sich laut Polizei auch mehrere amerikanische Militärangehörige, die den Nationalfeiertag feierten. Deshalb habe die amerikanische Militärpolizei die deutschen Behörden bei dem Einsatz unterstützt.

Die Gäste der Feier seien den Aufforderungen der Polizei nachgekommen und friedlich geblieben. Gegen die Veranstalterin ist laut Polizei ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

Kurzmeldungen Lokales 05.07.2020

Auto überschlägt sich auf Autobahn A4

Die Einsatzkräfte mussten am Sonntagmorgen zu vier Unfällen ausrücken. In Niederkorn, Rue Pierre Gansen, stießen kurz nach 8 Uhr zwei Fahrzeuge zusammen. Wenig später, gegen 8.45 Uhr, überschlug sich auf der Autobahn A4 in Richtung Esch/Alzette ein Auto, nachdem offenbar ein Reifendefekt aufgetreten war. In beiden Fällen gab es jeweils einen Verletzten.

Um 9.04 Uhr stieß in der Rue Léon Juhaux in Esch/Alzette ein Auto einen Radfahrer um - zwei Personen wurden dabei verletzt.

Gegen 10 Uhr eilten Rettungskräfte einem weiteren Radfahrer zu Hilfe, der in der Rue Reiteschkopp in Düdelingen gestürzt war.

Kurzmeldungen Lokales 05.07.2020

CGDIS: Vier Verletzte nach Brand und Verkehrsunfällen

Bei drei Verkehrsunfällen am Samstag sind in Luxemburg drei Personen verletzt worden. Kurz nach 17 Uhr stürzte ein Motorradfahrer auf dem CR141 zwischen Wasserbillig und Mompach. Zur Versorgung des Verletzten wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert.

Kurz darauf gab es einige Kilometer weiter landeinwärts einen weiteren Unfall mit einem Motorradfahrer: Der Mann zog sich bei dem Sturz auf der Strecke zwischen dem Stafelter und Eisenborn Verletzungen unbestimmten Grades zu.

Am Abend heulten auch in Bettemburg die Sirenen der Einsatzfahrzeuge: Auf der Route de Luxembourg in Bettembourg waren vier Fahrzeuge zusammengestoßen. Eine Person wurde dabei verletzt. 

Etwa zur gleichen Zeit rückten die Einsatzkräfte der Stadt Luxemburg und aus Hesperingen aus, um einen Brand auf einem Balkon einer Wohnung in der Route de Thionville zu löschen. Eine Person wurde dabei verletzt.

Bürger Kroatiens wählen neues Parlament

(dpa) - In Kroatien hat am Sonntagmorgen die Parlamentswahl begonnen. Rund 3,8 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Gewählt werden 140 Abgeordnete der aus einer Kammer bestehenden Volksvertretung. In letzten Umfragen lagen die oppositionellen Sozialdemokraten (SDP) knapp vor der regierenden konservativen Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ). Keine der beiden Parteien dürfte aber auf eine absolute Mehrheit kommen. Es wird mit einer schwierigen Regierungsbildung gerechnet.

Der Urnengang steht im Schatten der Corona-Pandemie. Fällig wäre er erst gegen Ende des Jahres gewesen, doch Ministerpräsident Andrej Plenkovic zog ihn vor, um davon zu profitieren, dass seine Regierung die Pandemie zunächst erfolgreich zurückgedrängt hatte. Doch inzwischen steigen die Infektionszahlen wieder an. In den letzten fünf Tagen wurden 52 bis 96 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-Cov-2 pro Tag nachgewiesen, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

In den Wahllokalen herrscht deshalb Maskenpflicht. Die Wahlbürger müssen ihren eigenen Kugelschreiber mitbringen, um den Stimmzettel auszufüllen. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr MESZ. Unmittelbar danach sollen Prognosen veröffentlicht werden.