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US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft
International 2 Min. 07.08.2018 Aus unserem online-Archiv

US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft

 Trump hatte im vergangenen Mai den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Abkommen verkündet.

US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft

Trump hatte im vergangenen Mai den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Abkommen verkündet.
AFP
International 2 Min. 07.08.2018 Aus unserem online-Archiv

US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft

Im Mai kündigte US-Präsident Trump einseitig das Atomabkommen mit dem Iran auf. 90 Tage später sind nun US-Sanktionen wieder in Kraft getreten.

(dpa) – Trotz des Widerstands der EU hat US-Präsident Donald Trump umstrittene Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt. Die Maßnahmen wurden am Dienstag um 6.00 Uhr wirksam. Ziel ist es nach Trumps Worten, „maximalen wirtschaftlichen Druck“ auf das ökonomisch angeschlagene Land auszuüben. Irans Präsident Hassan Ruhani warf Trump vor, einen „psychologischen Krieg“ gegen sein Land zu führen.

Trump beschuldigt die „mörderische Diktatur“ in Teheran, Terrorismus zu unterstützen und Blutvergießen, Gewalt und Chaos zu verbreiten. Der US-Präsident drängt alle Staaten, sich den Maßnahmen anzuschließen, und den Iran wirtschaftlich zu isolieren. Die EU ist gegen die Sanktionen. Sie will europäische Unternehmen davor schützen und das Atomabkommen mit dem Iran retten.


Iran stehen schwierige Zeiten bevor.
Mit dem Rücken zur Wand
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Die Sanktionen waren im Zuge des Atomdeals der UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran vom Juli 2015 ausgesetzt worden. Trump hatte im vergangenen Mai den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Abkommen verkündet. Er kritisiert am Montag, die Vereinbarung sei untauglich dafür gewesen, den Bau einer Atombombe zu verhindern, und habe die Regierung in Teheran noch dazu mit Geld versorgt.

Die Vereinbarung soll den Iran daran hindern, eine Atombombe zu bauen. Im Gegenzug sollte der Westen Sanktionen aufheben und damit unter anderem Investitionen im Iran ermöglichen.

Vom Handel ausgeschlossen

Mit der Wiederbelebung der Sanktionen wollen die USA unter anderem erreichen, dass der Iran keine US-Dollar erwerben und nicht mehr mit Gold und Edelmetallen handeln kann. Der Handel mit bestimmten Metallen, Rohstoffen und Industriesoftware soll unterbunden werden. Passagierflugzeuge und Flugzeugteile sollen nicht mehr an den Iran geliefert werden. Auch der iranische Automobilsektor ist betroffen.

In einer zweiten Runde im November sollen dann besonders schmerzhafte Sanktionen wieder eingesetzt werden, mit denen Ölimporte anderer Länder aus dem Iran auf Null reduziert werden sollen. Zugleich soll der internationale Zahlungsverkehr mit dem Iran lahmgelegt werden.


TOPSHOT - US President Donald Trump steps off Air Force One upon arrival at John Glenn Columbus International Airport in Columbus, Ohio on August 4, 2018.
Trump will be hosting a "Make America Great Again" rally in the Columbus suburb of Lewis Center.   / AFP PHOTO / MANDEL NGAN
USA wollen Sanktionen gegen Iran erzwingen
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Nach den Worten von US-Außenminister Mike Pompeo wollen die USA erzwingen, dass die Sanktionen durchgesetzt werden. Die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bekräftigten ihren Widerstand gegen die Maßnahmen. Trump zeigte sich zufrieden darüber, „dass viele internationale Firmen bereits ihre Absicht verkündet haben, den iranischen Markt zu verlassen“. Mehrere Staaten hätten angekündigt, die Einfuhr von Rohöl aus dem Iran zu reduzieren oder zu beenden.

Ruhani bekräftigt Zusagen

Ruhani bekräftigte am Montagabend, der Iran wolle am Atomabkommen festhalten. „Wir werden trotz der Sanktionen der Welt zeigen, das wir unser Wort halten und uns an internationale Verträge halten“, sagte er in einem Interview des staatlichen Fernsehsenders IRIB. Ruhani begrüßte die Reaktion der Europäer, von denen er nun konkrete Maßnahmen erwarte. Er fügte hinzu, Russland und China hätten zugesagt, den Iran beim Verkauf von Rohöl zu unterstützen.

Ausländische Firmen, die sich nicht an die US-Sanktionen halten, können von Geschäften in den USA ausgeschlossen werden. So wollen die USA auch diese Unternehmen dazu zwingen, ihre Geschäfte mit dem Iran zu beenden. Die EU will das nicht so einfach hinnehmen.


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