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US-Regierung: Afroamerikaner besonders stark von Corona betroffen
International 08.04.2020

US-Regierung: Afroamerikaner besonders stark von Corona betroffen

US-Regierung: Afroamerikaner besonders stark von Corona betroffen

AFP
International 08.04.2020

US-Regierung: Afroamerikaner besonders stark von Corona betroffen

Rapide steigende Zahlen von Covid-19-Fällen schrecken die USA auf. Erste Analysen zeigen: Bestimmte Bevölkerungsgruppen trifft die Pandemie stärker.

(dpa) - Die US-Regierung hat eingeräumt, dass das Coronavirus Afroamerikaner besonders stark trifft. „Wir sehen starke Anhaltspunkte dafür, dass Afroamerikaner in weitaus größerem Umfang betroffen sind als andere Bürger unseres Landes“, sagte US-Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz am Dienstag (Ortszeit). In einigen Tagen werde man entsprechende Statistiken dazu veröffentlichen. Trump sagte zu, an der Angelegenheit zu arbeiten, ohne Einzelheiten zu nennen.


CORRECTION - US President Donald Trump points to ABC News chief White House correspondent Jonathan Karl (off frame) during the daily briefing on the novel coronavirus, COVID-19, in the Brady Briefing Room at the White House on April 6, 2020, in Washington, DC. (Photo by MANDEL NGAN / AFP) / �The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by MANDEL NGAN has been modified in AFP systems in the following manner: [ABC News chief White House correspondent Jonathan Karl] instead of [CNN journalist Jim Acosta]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.�
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Die „Washington Post“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf Daten einiger lokaler Behörden, dass mehrheitlich afroamerikanische Landkreise teils dreimal so viele Infektionen und fast sechsmal so viele Todesfälle vermeldeten wie Landkreise, in denen weiße Amerikaner in der Mehrheit seien.

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, führte dies auf derselben Pressekonferenz auf eine „Verschlimmerung eines Gesundheitsgefälles“ zurück. Erkrankungen wie Herzkrankheiten und Diabetes seien bei den Afroamerikanern häufiger zu verzeichnen als bei anderen Gruppen, sagte Fauci. Solche Vorerkrankungen machten eine Verlegung auf die Intensivstation wahrscheinlicher.

Bislang haben lediglich lokale Behörden wie Städte oder Bundesstaaten Statistiken veröffentlicht. Davon weisen nicht alle die ethnische Zugehörigkeit aus. In der Millionenmetropole Chicago, in der knapp ein Drittel der Bewohner Afroamerikaner sind, zeigt sich Behördenangaben zufolge der Unterschied besonders stark. Unter den bis Dienstag vermeldeten 140 Toten waren demnach 95 Afroamerikaner (etwa 67 Prozent), unter den rund 5500 Infizierten waren es etwa die Hälfte.

Im Landkreis Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin seien rund 70 Prozent der Todesfälle nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 Schwarze, obwohl sie nur etwa 26 Prozent der Bevölkerung stellten, schrieb die „Washington Post“. Im Bundesstaat Michigan waren demnach etwa ein Drittel der Corona-Infizierten und rund 40 Prozent der Toten Afroamerikaner - bei einem Bevölkerungsanteil von rund 14 Prozent.


(FILES)Microsoft Corp Chairman Bill Gates speaks during a session  in Davos in this January 24, 2014 file photo.  The surging price of Microsoft shares returned US tech tycoon Bill Gates back to the top of Forbes's world's billionaires list, with his $76 billion beating out Mexico's Carlos Slim's $72 billion. The annual list, released March 3, 2014, counted 1,645 men and women as billionaires, with an average wealth of $4.5 billion and a collective wealth of $6.4 trillion, up $1 trillion from a year ago. AFP PHOTO  ERIC PIERMONT
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Afroamerikaner hätten „eher einen niedrigen sozioökonomischen Status, was es schwieriger macht, soziale Distanz zu wahren“, sagte der oberste Gesundheitsbeamte der US-Regierung, Vizeadmiral Jerome Adams, dem Sender CBS. Weitere strukturelle Ungleichheiten wie fehlende Absicherung durch eine Krankenversicherung tragen nach Ansicht von Experten wahrscheinlich ebenfalls dazu bei.


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