Wählen Sie Ihre Nachrichten​

US-Flugzeug stürzt vor Japan ins Meer
International 22.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Elf Passagiere

US-Flugzeug stürzt vor Japan ins Meer

Die Maschine soll Probleme mit den Triebwerken gehabt haben.
Elf Passagiere

US-Flugzeug stürzt vor Japan ins Meer

Die Maschine soll Probleme mit den Triebwerken gehabt haben.
Foto: WIkimedia Commons
International 22.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Elf Passagiere

US-Flugzeug stürzt vor Japan ins Meer

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Die USA sind die Schutzmacht Japans. Doch das amerikanische Militär sorgt in jüngster Zeit mit einer Reihe von Unfällen in dem ostasiatischen Land für Schlagzeilen. Diesmal stürzt eine Transportmaschine ins Meer. Drei Insassen werden vermisst.

(dpa) - Ein US-Militärflugzeug mit elf Menschen an Bord ist vor Japan ins Meer gestürzt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf die US-Marine und das japanische Verteidigungsministerium meldete, wurden acht Personen gerettet. Nach den anderen drei wurde vor der südlichen Provinz Okinawa zunächst noch gesucht. 

Die Transportmaschine vom Typ C2 befand sich demnach auf dem Weg zum US-Flugzeugträger Ronald Reagan im Philippinischen Meer, der sich dort zusammen mit der japanischen Marine zu einer Übung vor der südjapanischen Inselgruppe Okinotori aufhielt. Ein Triebwerksschaden könnte den Absturz des Frachtflugzeugs verursacht haben.

Die acht Geretteten seien in guter Verfassung, teilte die US-Marine mit. An der Suche nach den drei Vermissten beteiligten sich Marineschiffe beider Länder. Der Unfall ereignete sich rund 150 Kilometer nordwestlich der Okinotori-Inseln. Die Unglücksmaschine habe sich auf einem Routine-Transportflug befunden, hieß es. 

Reihe von Unfällen

Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe von Unfällen des US-Militärs in der Region. Im Juni war der US-Zerstörer „Fitzgerald“, der wie das abgestürzte Transportflugzeug zur 7. Flotte gehört, mit einem Containerschiff kollidiert. Dabei starben sieben US-Seeleute. Im Oktober geriet ein US-Marinehubschrauber bei einer Notlandung nahe eines Übungsgeländes auf Okinawa in Brand.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Es war ein folgenschwerer Unfall: Im August kollidierte der amerikanische Zerstörer USS John McCain mit einem Tanker, zehn Seeleute starben, der Sachschaden war immens. Jetzt zog die Navy Konsequenzen.
Die USS John McCain wurde bei der Kollision schwer beschädigt.
Zerstörer USS John S. McCain
Vor Singapur stößt ein US-Kriegsschiff mit einem Öltanker zusammen. Am Tag danach entdecken Taucher an Bord des Zerstörers „McCain“ mehrere tote Seeleute. Noch weiß niemand, wie das Unglück geschehen konnte.
Ein klaffendes Loch auf Höhe der Wasserlinie zeugt von der Wucht der Kollision.
USA sorgen sich um Pazifikflotte
Schon wieder ein Unglück mit einem US-Kriegsschiff. Auch Stunden danach werden immer noch zehn Seeleute vermisst. Was weiß man, was ist noch unklar?
The guided-missile destroyer USS John S. McCain (R), with a hole on its portside after a collision with an oil tanker, is escorted by Singapore Navy RSS Intrepid (L) to Changi naval base in Singapore on August 21, 2017. 
Ten US sailors were missing and five injured after their destroyer collided with a tanker east of Singapore early Monday, the second accident involving an American warship in two months. / AFP PHOTO / Roslan RAHMAN
Kommunikationspanne in der US-Regierung? Es wurde als Demonstration militärischer Stärke im Nordkorea-Konflikt gewertet, als das US-Militär vor zehn Tagen erklärte, ein Flugzeugträger werde in die Gewässer vor Korea verlegt. Es kam aber anders.
Die USS Carl Vinson ist auf dem Weg nach Korea - allerdings deutlich später als angekündigt.