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US-Behörden stellen Opioid-Firmen auf eine Stufe mit Dealern
International 27.11.2019 Aus unserem online-Archiv

US-Behörden stellen Opioid-Firmen auf eine Stufe mit Dealern

US-Behörden stellen Opioid-Firmen auf eine Stufe mit Dealern

Foto: Pixabay
International 27.11.2019 Aus unserem online-Archiv

US-Behörden stellen Opioid-Firmen auf eine Stufe mit Dealern

Schmerzmittel-Firmen könnte in den USA nach einem Zeitungsbericht des Wall Street Journal weiterer großer rechtlicher Ärger drohen.

(dpa) - US-Justizbehörden prüfen im Rahmen einer strafrechtlichen Untersuchung, ob Hersteller und Händler abhängig machender Opioide gegen das bundesweite Suchtmittelgesetz „Controlled Substances Act“ verstoßen haben. Das schrieb das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die Ermittlung stehe aber noch am Anfang.

Das Gesetz dient eigentlich vor allem der Strafverfolgung von Drogen-Dealern und illegalen Netzwerken zum Handel mit verbotenen Rauschmitteln. Seine Anwendung würde eine Eskalation im Vorgehen gegen Unternehmen bedeuten, die mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit in den USA beigetragen haben sollen.


Drogen- und Alkoholvergiftung, Suizid sowie Lebererkrankungen sind einige der Hauptursachen der steigenden Todesrate bei weißen US-Bürgern.
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Entsprechend nervös reagierten Anleger: Die Aktien der betroffenen Pharmakonzerne und Arzneimittelhändler Teva, Mallinckrodt, AmerisourceBergen, Amneal, McKesson und Johnson & Johnson - gegen die sich die Ermittlung richten soll - gerieten teilweise massiv unter Druck. Die Unternehmen sind wegen ihrer Rolle in der Opioid-Krise ohnehin schon mit einer Klagewelle konfrontiert.

Den Pharmakonzernen wird vorgeworfen, mit ihren Produkten den Grundstein für die Schmerzmittel-Epidemie gelegt zu haben. Seit 1997 sollen legale Opioide zu mehr als 400.000 Todesfällen geführt haben. Bundesstaaten, Städte und Landkreise fordern von den Unternehmen Milliarden von Dollar zurück, die sie für den Kampf gegen Opioid-Abhängigkeit und Überdosierungen ausgegeben haben.


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