Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Ursula von der Leyen besucht Butscha
International 08.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Kriegsverbrechen

Ursula von der Leyen besucht Butscha

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen macht sich im Kiewer Vorort Butscha ein Bild von der Lage.
Kriegsverbrechen

Ursula von der Leyen besucht Butscha

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen macht sich im Kiewer Vorort Butscha ein Bild von der Lage.
Foto: Michael Fischer/dpa
International 08.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Kriegsverbrechen

Ursula von der Leyen besucht Butscha

Die Bilder aus dem ukrainischen Butscha haben weltweit für Entsetzen gesorgt. Nun hat die EU-Kommissions-Präsidentin den Ort besucht.

(dpa) - Als erste westliche Spitzenpolitikerin hat sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Bekanntwerden von Kriegsverbrechen im Kiewer Vorort Butscha ein Bild von der Lage gemacht. Die deutsche Politikerin sah sich dort am Freitag unter anderem 20 exhumierte Leichen aus einem Massengrab an und entzündete in einer Kirche Kerzen für die Opfer der Gräueltaten. Nach dem Abzug russischer Truppen aus Butscha war am Wochenende ein Massaker an Zivilisten bekannt geworden.

Zuvor hatte die ehemalige Bundesverteidigungsministerin am Freitagmittag nach langer Zugfahrt mit ihrer Delegation die ukrainische Hauptstadt Kiew erreicht. Dort wollte sie unter anderem den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Die Reise sei ein „deutliches Zeichen der Unterstützung für die Ukrainer“, sagte von der Leyen auf dem Weg nach Kiew. Das Land brauche dringend Hilfe.


Kistenweise „Paketpost“ nach Russland: Die CDEK-Annahmestelle in Belarus hat viel zu tun.
Kriegsbeute per Post nach Sibirien
Das Video einer Überwachungskamera zeigt russische Soldaten, die tonnenweise Pakete nach Russland schicken - mutmaßlich Diebesgut.

Russische Truppen waren am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert. Am Wochenende hatten vor allem Bilder von teils gefesselten Leichen auf den Straßen von Butscha Entsetzen ausgelöst. Die Ukraine macht russische Truppen für die Gräueltaten an Hunderten Bewohnern verantwortlich. Moskau bestreitet das und spricht von einer Inszenierung, aber ohne Beweise vorzulegen.

Als Reaktion auf das Massaker hatte von der Leyen ein fünftes Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, das mittlerweile von den EU-Staaten beschlossen wurde. Es enthält unter anderem ein Importverbot für Kohle aus Russland, aber auch weitere Beschränkungen für den Handel mit Russland und ein weitgehendes Einlaufverbot für Schiffe unter russischer Flagge in EU-Häfen. Der ukrainische Präsident Selenskyj forderte jedoch sogleich härtere Maßnahmen.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema