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"Unicef-Foto des Jahres" zeigt Mädchen beim Müllfischen
International 20.12.2019 Aus unserem online-Archiv

"Unicef-Foto des Jahres" zeigt Mädchen beim Müllfischen

Elke Büdenbender, Schirmherrin von Unicef Deutschland, überreicht dem diesjährigen Preisträger, dem deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach, bei der Preisverleihung des Fotowettbewerbs "Unicef-Foto des Jahres" eine Urkunde.

"Unicef-Foto des Jahres" zeigt Mädchen beim Müllfischen

Elke Büdenbender, Schirmherrin von Unicef Deutschland, überreicht dem diesjährigen Preisträger, dem deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach, bei der Preisverleihung des Fotowettbewerbs "Unicef-Foto des Jahres" eine Urkunde.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
International 20.12.2019 Aus unserem online-Archiv

"Unicef-Foto des Jahres" zeigt Mädchen beim Müllfischen

Auf dem Gewinner-Foto des deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach ist die damals 13-jährige Wenie aus den Philippinen beim Müllfischen zu sehen.

(dpa) - Das "Unicef-Foto des Jahres 2019" zeigt ein Mädchen, das in einem Slum auf den Philippinen nach Plastikmüll fischt. Das Bild des deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach erzähle "vom mutigen Überlebenskampf von Kindern angesichts gleich dreier Tragödien unserer Zeit: Armut, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit", erklärte das UN-Kinderhilfswerk am Donnerstag in Berlin.

Philippinen, Manila: Das erstplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs "Unicef-Foto des Jahres 2019" des Fotografen Hartmut Schwarbach Argus zeigt Kinder im Stadtteil Tondo am Hafen, die Plastikflaschen aus der verdreckten Bucht sammeln, um sie bei einem Müll-Recycler zu verkaufen.
Philippinen, Manila: Das erstplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs "Unicef-Foto des Jahres 2019" des Fotografen Hartmut Schwarbach Argus zeigt Kinder im Stadtteil Tondo am Hafen, die Plastikflaschen aus der verdreckten Bucht sammeln, um sie bei einem Müll-Recycler zu verkaufen.
Foto: Hartmut Schwarzbach/argus/UNICEF

Die kleine Wenie auf dem Bild sammelt laut Unicef Plastikmüll am Hafen von Manila, um dafür etwas Geld bei einem Recycler zu bekommen. Schon Siebenjährige paddeln demnach auf Bambusflößen und Kühlschranktüren durch das Hafenbecken.

"Sie riskieren ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben, wenn sie in dem keimverseuchten Wasser nach Wertstoffen suchen, um ihre Existenz zu sichern." Heute ist das Mädchen laut dem Fotografen 15 Jahre alt. Schwarzbach beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Armut auf den Philippinen.

Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Steinmeier und Schirmherrin von Unicef Deutschland, spricht bei der Preisverleihung des Fotowettbewerbs "Unicef-Foto des Jahres", im Hintergrund ist das Siegerbild zu sehen.
Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Steinmeier und Schirmherrin von Unicef Deutschland, spricht bei der Preisverleihung des Fotowettbewerbs "Unicef-Foto des Jahres", im Hintergrund ist das Siegerbild zu sehen.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Für Unicef-Schirmherrin Elke Büdenbender erzeugt das Bild Nähe - "Nähe zu Kindern, die sonst kaum jemand sieht. Es zeigt ihre Not – aber auch ihre Stärke, selbst unter den trostlosesten Bedingungen nicht aufzugeben." 

Kinder sind das Wertvollste, das wir haben. Wir alle tragen Verantwortung für ihr Leben und ihre Zukunft.

Unicef-Schirmherrin Elke Büdenbender

"Kinderrechte dürfen keine leeren Versprechungen sein", betonte die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sie müssten endlich umgesetzt werden.

Afghanistan, Surkh Rod: Das zweitplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs «Unicef-Foto des Jahres 2019» des in Afghanistan lebenden australischen Fotografen Andrew Quilty zeigt afghanische Kinder aus
einem abgelegenen Dorf im Distrikt Surkh Rod, die bei der Explosion eines Blindgängers schwer verletzt worden sind. Keines der Kinder hat mehr beide Beine.
Afghanistan, Surkh Rod: Das zweitplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs «Unicef-Foto des Jahres 2019» des in Afghanistan lebenden australischen Fotografen Andrew Quilty zeigt afghanische Kinder aus einem abgelegenen Dorf im Distrikt Surkh Rod, die bei der Explosion eines Blindgängers schwer verletzt worden sind. Keines der Kinder hat mehr beide Beine.
Foto: Andrew Quilty/Agence VU/UNICEF/d

Auf Platz zwei schaffte es der australische Fotograf Andrew Quilty mit der Aufnahme einer Familie in Afghanistan, die von der Explosion eines Blindgängers gezeichnet ist. Platz drei ging an Vorjahresgewinner Antonio Aragón Renuncio, der ein Schicksal der Goldsucher-Kinder von Burkina Faso dokumentiert hat.

Burkina Faso, Mankarga: Das drittplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs «Unicef-Foto des Jahres 2019» des spanischen Fotografen Antonio Aragon Renuncio zeigt einen erschöpften Jungen in Burkina Faso. Er ist ein Angehöriger des Volks der Mossi und arbeitet in Goldminen, die für die Konzerne längst als erschöpft gelten. Es geht um winzige Ernte, die unter größten Strapazen aus den Höhlen und Gängen geholt werden.
Burkina Faso, Mankarga: Das drittplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs «Unicef-Foto des Jahres 2019» des spanischen Fotografen Antonio Aragon Renuncio zeigt einen erschöpften Jungen in Burkina Faso. Er ist ein Angehöriger des Volks der Mossi und arbeitet in Goldminen, die für die Konzerne längst als erschöpft gelten. Es geht um winzige Ernte, die unter größten Strapazen aus den Höhlen und Gängen geholt werden.
Foto: Antonio Aragón Renuncio/Unicef/

Bei dem internationalen Wettbewerb wurden zum 20. Mal professionelle Fotojournalisten ausgezeichnet, "die die Persönlichkeit und die Lebensumstände von Kindern auf herausragende Weise dokumentieren".


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