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Uni Maastricht bekommt Lösegeld mit Gewinn zurück
International 02.07.2022
Nach Hackerangriff

Uni Maastricht bekommt Lösegeld mit Gewinn zurück

Ausnahmesweise profitierte das Hacking-Opfer sogar von dem Angriff.
Nach Hackerangriff

Uni Maastricht bekommt Lösegeld mit Gewinn zurück

Ausnahmesweise profitierte das Hacking-Opfer sogar von dem Angriff.
Foto: Getty Images
International 02.07.2022
Nach Hackerangriff

Uni Maastricht bekommt Lösegeld mit Gewinn zurück

Drei Jahre nach einem schweren Hackerangriff bekommt die Universität Maastricht erheblich mehr Geld zurück, als sie den Kriminellen gezahlt hatte.

Maastricht (dpa) - Drei Jahre nach einem schweren Hackerangriff bekommt die Universität Maastricht erheblich mehr Geld zurück, als sie den Kriminellen gezahlt hatte - statt 200.000 Euro rund eine halbe Million. Grund dafür ist neben erfolgreichen polizeilichen Ermittlungen der Kursanstieg von Bitcoins. Das Lösegeld war nämlich in der Kryptowährung bezahlt worden, wie die Zeitung „de Volkskrant“ am Samstag berichtete. Die Universität bestätigte die Angaben auf Anfrage der Nachrichtenagentur ANP.

Geld fließt in Sonderfonds

Demnach führte die Spur der Bitcoins die niederländischen Ermittler bereits 2020 zur digitalen Geldbörse (Cyberwallet) eines Mannes in der Ukraine, der den Hackern als Geldwäscher diente. Bei ihm fanden sich Bitcoins im Wert von seinerzeit 40.000 Euro. Die juristischen Verhandlungen über die Rückübertragung aus dem gesperrten Wallet zogen sich bis zum Frühjahr 2022 hin - zum Vorteil der Uni, die nun den auf fast 500.000 Euro gestiegenen Gegenwert bekommt.

Das Geld werde nicht in den allgemeinen Haushalt der Uni fließen, sondern einem Fonds für Studenten in Not zugutekommen, sagte ein Sprecher. Er wies darauf hin, dass der von den Hackern angerichtete Schaden angesichts der Kosten zur Erneuerung des IT-Systems weit größer als die Lösegeldsumme gewesen sei. 


ARCHIV - 29.04.2020, Bayern, Ebing: ILLUSTRATION - Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur. Kriminelle Hacker haben Unternehmen und öffentliche Einrichtungen im Visier und drohen oft damit, auch die Daten von unbeteiligten Kunden zu veröffentlichen. (zu dpa «Erpressung 2.0: Warum Cyberkriminelle noch immer leichtes Spiel haben») Foto: Nicolas Armer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Wie russische Cybertruppen westliche Sanktionen aushebeln können
Cyberangriffe aus Russland gehörten für Unternehmen und Behörden im Westen schon vor dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine zum Alltag.

Rund 25.000 Studierende und Lehrkräfte waren damals betroffen, etliche Examensarbeiten drohten für immer verloren zu gehen. Die Fahndung nach den Hackern und dem übergroßen Rest der Lösegeld-Bitcoins läuft weiter.


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