Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Gleich drei Tornados wirbelten durch Nordrhein-Westfalen
International 7 1 2 Min. 21.05.2022
Unwetter in Deutschland

Gleich drei Tornados wirbelten durch Nordrhein-Westfalen

Schäden nach einem Tornado in Lippstadt in Nordrhein-Westfalen.
Unwetter in Deutschland

Gleich drei Tornados wirbelten durch Nordrhein-Westfalen

Schäden nach einem Tornado in Lippstadt in Nordrhein-Westfalen.
Foto: Friso Gentsch/dpa
International 7 1 2 Min. 21.05.2022
Unwetter in Deutschland

Gleich drei Tornados wirbelten durch Nordrhein-Westfalen

Teile Deutschlands wurden am Freitag vom Unwetter massiv getroffen. Besonders ein Bundesland bekam „Emmelindes“ Wüten voll ab.

(dpa) - Gewitter, Starkregen und Orkanböen haben in Teilen Deutschlands schwere Schäden verursacht. Betroffen war zunächst vor allem das Bundesland Nordrhein-Westfalen: Im Raum Paderborn wurden bei heftigem Unwetter nach Polizeiangaben 30 bis 40 Menschen verletzt, davon mindestens zehn schwer.

Der Deutsche Wetterdienst DWD bestätigte am Samstag auf seiner Internetseite, dass am späten Freitagnachmittag mindestens drei Tornados in Nordrhein-Westfalen auftraten. Davon betroffen waren neben Paderborn auch die Orte Lippstadt sowie Lütmarsen. Die dabei aufgetretenen Windstärken seien wahrscheinlich bei etwa 118 km/h gelegen, was Orkanstärke bedeute. „Bei den Tornados kam es nicht nur zu großen Schäden, sondern auch zu zahlreichen Verletzten“, so der DWD.

In Lippstadt gebe es zerstörte Dächer und umgestürzte Bäume im gesamten Stadtgebiet, sagte ein Feuerwehrsprecher. In Paderborn war die Rede von Millionenschäden.

Im Mittelfranken in Bayern wurden während des dortigen Unwetters 14 Menschen beim Einsturz einer Holzhütte verletzt, darunter mehrere Kinder. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in Spalt (Landkreis Roth) nahe dem Großen Brombachsee. 

Einer Polizeisprecherin zufolge hatten angesichts des in Bayern aufziehenden Unwetters mehrere Urlauber in der rund 85 Quadratmeter großen Hütte Schutz gesucht, die dann zur Seite gekippt und in sich zusammengefallen sei. Insgesamt löste das Unwetter in Mittelfranken knapp 400 Feuerwehreinsätze aus - vor allem wegen vollgelaufener Keller, entwurzelter Bäume und beschädigter Hausdächer. Zwischen Neuhaus und Hersbruck wurde die Bahnstrecke wegen Bäumen auf den Gleisen gesperrt.

Todesopfer in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland blieben größere Schäden trotz massiver Gewitter aus. Polizei und Rettungskräfte meldeten nur vereinzelt umgestürzte Bäume, Hagelschäden an Autos sowie die Überflutung von Kellern. Ein 38-jähriger Mann starb in Rheinland-Pfalz, als er beim Betreten eines unter Wasser stehenden Kellers einen Stromschlag erlitt, dadurch zu Fall kam und vermutlich mit dem Kopf aufschlug, wie die Polizei mitteilte. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich wurden bei einem Autounfall auf regennasser Landstraße fünf Menschen verletzt, darunter ein dreijähriges Kind.

In Thüringen kam am späten Freitagabend ein Autofahrer bei Dittersdorf im Saale-Orla-Kreis aufgrund von Aquaplaning mit seinem Fahrzeug von der Straße ab und krachte gegen eine Betonwand, wie die Polizei mitteilte. Er und drei Mitfahrer wurden leicht verletzt. Auch andernorts in Thüringen mussten die Einsatzkräfte ausrücken – hauptsächlich wegen entwurzelter Bäume, die Straßen blockierten.

Rammstein-Konzert zwischenzeitlich unterbrochen

In Sachsen musste wegen eines Gewitters über Leipzig die Band Rammstein ihr Konzert am Freitagabend für eine halbe Stunde unterbrechen. 45 Minuten nach Beginn der Show wurden die Menschen in der Red-Bull-Arena aufgefordert, den Innenraum des Stadions zu verlassen und Schutz zu suchen. Nach 15 Minuten wurden die Fans dann zurück in den Innenraum gelassen.

Das Konzert von Rammstein in Leipzig wurde unwetterbedingt unterbrochen.
Das Konzert von Rammstein in Leipzig wurde unwetterbedingt unterbrochen.
Foto: Jens Koch/Rammstein/dpa



Lesen Sie mehr zu diesem Thema