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Unabhängig von Russland: USA wollen zurück zur bemannten Raumfahrt
International 16.09.2014 Aus unserem online-Archiv

Unabhängig von Russland: USA wollen zurück zur bemannten Raumfahrt

Die Abhängigkeit von Russland war der US-Weltraumbehörde ein Dorn im Auge.

Unabhängig von Russland: USA wollen zurück zur bemannten Raumfahrt

Die Abhängigkeit von Russland war der US-Weltraumbehörde ein Dorn im Auge.
KAREN BLEIER
International 16.09.2014 Aus unserem online-Archiv

Unabhängig von Russland: USA wollen zurück zur bemannten Raumfahrt

Seit Jahren war die Abhängigkeit von Russland der US-Raumfahrtbehörde Nasa ein Dorn im Auge. Das könnte bald vorbei sein. Die bemannte Raumfahrt werde nach Amerika zurückkehren, kündigte die Nasa an.

(dpa) - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat eine Rückkehr der bemannten Raumfahrt in die USA angekündigt. „Wir bringen die Starts von bemannten Raumflugzeugen zurück nach Amerika“, teilte die Behörde am Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zugleich kündigte sie für 22.00 Uhr (MESZ) im Weltraumbahnhof Cape Canaveral eine Pressekonferenz mit Nasa-Direktor Charles Bolden an, bei der es eine „große Nachricht“ geben werde.

Vor allem aus Kostengründen hatte die Nasa 2011 ihre Space-Shuttle-Flotte ausgemustert. Rund 30 Jahre lang hatten die Raumfähren, die als Amerikas ganzer Stolz und Garant der US-Vormachtstellung im All galten, zuvor Astronauten in den Weltraum gebracht. Seitdem sind die USA auf die Mitnahme ihrer Astronauten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen, um zur Internationalen Raumstation ISS zu gelangen. Pro Reise zahlt die Nasa dafür allerdings umgerechnet rund 50 Millionen Euro. 

Das ist der Behörde ein Dorn im Auge. Daher arbeitet sie schon lange daran, wieder selbst Astronauten zur ISS bringen zu können. Vor allem seitdem die Nasa angesichts der Ukraine-Politik des Kreml einen Teil ihrer Zusammenarbeit mit Russland demonstrativ eingestellt hat, gilt die Atmosphäre als angespannt.

Auch mit privaten US-Firmen arbeitet die Nasa bereits zusammen. Diese liefern Ausrüstung und Nachschub an die ISS, transportieren bislang aber keine Menschen. Vier US-Firmen - SpaceX, Sierra Nevada, Boeing und Blue Origin - haben sich um den Auftrag, Fähren für die bemannte Raumfahrt zu entwerfen, beworben und sind derzeit unterschiedlich weit in ihrer Entwicklungsarbeit. Es wird erwartet, dass die Nasa bei der für den Dienstagabend angekündigten Pressekonferenz bekanntgeben wird, wer den Zuschlag bekommt und wie der Zeitplan aussieht.


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