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UN-Klimakonferenz startet in Madrid
International 02.12.2019

UN-Klimakonferenz startet in Madrid

Die Klimakonferenz wurde kurzfristig von Chile nach Spanien verlegt.

UN-Klimakonferenz startet in Madrid

Die Klimakonferenz wurde kurzfristig von Chile nach Spanien verlegt.
Foto: AFP
International 02.12.2019

UN-Klimakonferenz startet in Madrid

Unter den kritischen Blicken der „Fridays for Future“-Bewegung startet am Montag die 25. UN-Klimakonferenz in Madrid.

(dpa) - Zum Auftakt werden unter anderem UN-Generalsekretär António Guterres und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Spaniens Hauptstadt erwartet. Insgesamt haben sich rund 50 Staats- und Regierungschefs angekündigt. Auf Ministerebene wird aber erst in der zweiten Konferenzwoche verhandelt. Allerdings gibt es große Zweifel, ob der Gipfel einen echten Durchbruch bringen kann.

Besonders die jungen Menschen gingen wegen des Klimas auf die Straßen.
Besonders die jungen Menschen gingen wegen des Klimas auf die Straßen.
Foto: AFP

Den Vorsitz hat weiter Chile, denn ursprünglich sollten das Treffen in dem südamerikanischen Land stattfinden. Wegen der sozialen Proteste dort sprang kurzfristig Madrid als Gastgeber ein, wo der Gipfel in Rekordzeit auf dem Messegelände Ifema organisiert wurde.

Delegationen aus 196 Staaten sowie die EU und internationale Organisationen nehmen teil, das Ende ist für 13. Dezember geplant. 5000 Sicherheitskräfte sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Ehrgeizigere Ziele im Visier


POL, Présentation du projet de loi établissant le cadre de la politique climatique, Carole Dieschbourg und Claude Turme, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
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Seit die Staaten sich 2015 im historischen Abkommen von Paris vorgenommen haben, die Erderhitzung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, dienen die UN-Gipfel der Umsetzung des Paktes. Dieses Mal soll vor allem das Ziel vorangetrieben werden, 2020 ehrgeizigere nationale Klimaschutz-Pläne vorzulegen. Zudem wird diskutiert, nach welchen Regeln ein internationaler Markt im Klimaschutz funktionieren kann. Auch die Frage, wer die Behebung der durch den Klimawandel verursachten Schäden speziell in armen Ländern bezahlen soll, steht auf der Agenda.

Nach derzeitigem Stand reichen die Pläne der Staaten für das Einsparen von Treibhausgasen bei Weitem nicht aus - und viele Länder schaffen nicht einmal das, was sie angekündigt haben. UN-Chef Guterres hatte am Sonntag in einer Rede moniert, dass die bisherigen Bemühungen um den Klimaschutz „absolut unzureichend“ seien. Es mangele eindeutig an politischem Willen. „Unser Krieg gegen die Natur muss aufhören - und wir wissen, dass das möglich ist.“

Thunberg & Co  


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Mit Blick auf die „Fridays for Future“-Bewegung lobte der UN-Chef, dass gerade junge Menschen derzeit auf bemerkenswerte Weise die Führung in puncto Klimaschutz übernommen hätten. Die Initiatorin der Proteste, Greta Thunberg, rechnet damit, es noch rechtzeitig zum großen Klima-Marsch am Freitag nach Madrid zu schaffen. Nach ihrer Atlantik-Überfahrt auf dem Katamaran „La Vagabonde“ werde sie voraussichtlich am Dienstag in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon anlanden, twitterte die 16-Jährige. Von dort sind es noch 600 Kilometer bis nach Madrid.

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Foto: AFP



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