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UN-Klimagipfel in Paris: Stürme, Dürre, Krankheiten - so wirkt sich der Klimawandel aus
International 2 Min. 30.11.2015

UN-Klimagipfel in Paris: Stürme, Dürre, Krankheiten - so wirkt sich der Klimawandel aus

Die Industrienationen sind die Hauptverantwortlichen für den Klimawandel, doch die Entwicklungsländer haben am meisten darunter zu leiden.

UN-Klimagipfel in Paris: Stürme, Dürre, Krankheiten - so wirkt sich der Klimawandel aus

Die Industrienationen sind die Hauptverantwortlichen für den Klimawandel, doch die Entwicklungsländer haben am meisten darunter zu leiden.
Foto: AFP
International 2 Min. 30.11.2015

UN-Klimagipfel in Paris: Stürme, Dürre, Krankheiten - so wirkt sich der Klimawandel aus

Ab Montag bemühen sich 138 Staats- und Regierungschefs auf dem UNO-Klimagipfel in Paris darum, die Erwärmung der Erdatmosphäre zu bremsen. Eine interaktive Weltkarte zeigt, welche Auswirkungen der Klimawandel für die einzelnen Regionen der Erde hat.

 (vb) – Ab Montag bemühen sich 138 Staats- und Regierungschefs auf dem UNO-Klimagipfel in Paris darum, die Erwärmung der Erdatmosphäre zu bremsen. Eine interaktive Weltkarte zeigt, welche Auswirkungen der Klimawandel für die einzelnen Regionen der Erde hat.

Zu dem Mammut-Gipfel werden 40 000 bis 45 000 Menschen auf dem Gelände des alten Flughafens Le Bourget nördlich von Paris erwartet. Für das Treffen haben sich die Staatschefs eine Herkulesaufgabe vorgenommen. Sie wollen sich dazu verpflichten, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Dafür müssen vor allem die Industrieländer schmerzhafte Einschnitte beim Verbrauch von fossilen Energieträgern wie Kohle, Gas und Öl machen. Das Ziel ist, dass sich alle Teilnehmer dazu verpflichten, denn bei den UN-Klimaverhandlungen ist es üblich, dass das Abschlussdokument ohne Gegenstimme angenommen wird.

Treibhauseffekt – ohne ihn wäre die Erde unbewohnbar

An sich ist der Treibhauseffekt ein äußerst nützliches Phänomen. Dampf und Treibhausgase in der Atmosphäre lassen wie das Glas im Treibhaus Sonnenstrahlen bis zum Boden durch. Die von der Erde reflektierten Infrarotstrahlen nehmen sie jedoch auf und erwärmen die Luft somit. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre es minus 18 Grad kalt. Seit der Industrialisierung produziert der Mensch jedoch mehr Kohlendioxid und andere Treibhausgase, als die Natur wieder aufnehmen kann. Dieser zusätzliche menschengemachte Treibhauseffekt hat die Luft nach neuesten Daten schon um rund 0,9 Grad erwärmt und führt so dazu, dass sich das Klima auf der Erde wandelt.

Diese Veränderungen bringen für viele Regionen der Erde große Umwälzungen mit sich. Der bedeutendste Effekt besteht darin, dass sich das Meerwasser erwärmt und die großen Eispanzer über Grönland und der Westantarktis nach und nach abschmelzen. Dies führt dazu, dass der Meeresspiegel ansteigt. Seit 1880 ist er um 20 Zentimeter gestiegen. Derzeit steigt er um 3,2 Zentimeter pro Jahrzehnt und eine Beschleunigung ist abzusehen. Dadurch geraten Großstädte in flachen Küstengebieten in große Gefahr.

Auch eine Folge des Klimawandels: Die Tigermücke, Überträgerin von mehreren Krankheiten, breitet sich in den wärmeren Gegenden Europas aus.
Auch eine Folge des Klimawandels: Die Tigermücke, Überträgerin von mehreren Krankheiten, breitet sich in den wärmeren Gegenden Europas aus.
Foto: James Gathany

Verheerende Wetterphänomene nehmen zu

In vielen Teilen der Welt wird das Wetter durch die Klimaerwärmung unberechenbarer: Verheerende Wetterphänomene wie Wirbelstürme, Trockenheit, Überschwemmungen und Waldbrände nehmen zu. Die Verteilung dieser Schäden ist über den Globus hinweg ungleich verteilt: In den Entwicklungsländern in der Nähe des Äquators sind die Effekte am verheerendsten. Forscher befürchten eine Völkerwanderung, wenn weite Landstriche unbewohnbar werden. Im Norden hingegen halten sich die Effekte in Grenzen. In Nordeuropa zum Beispiel könnte die Landwirtschaft sogar vom Klimawandel profitieren, weil sich die Wachstumszeiten verlängern und wärmeliebende Pflanzen auch auf nördlich gelegenem Ackerland angebaut werden können.

Ein weiteres Kapitel sind neue Krankheiten, die die Erdbevölkerung bedrohen. Tropische Krankheiten wie Malaria könnten auch in Europa wieder auftauchen.



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