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Über 30 Grad in der Arktis - Hitze-Rekorde in Russland
International 20.05.2021 Aus unserem online-Archiv

Über 30 Grad in der Arktis - Hitze-Rekorde in Russland

Wissenschaftler sind auch wegen des Auftauens der Permafrostböden besorgt.

Über 30 Grad in der Arktis - Hitze-Rekorde in Russland

Wissenschaftler sind auch wegen des Auftauens der Permafrostböden besorgt.
Illustration: Guy Wolff/Luxemburger Wort
International 20.05.2021 Aus unserem online-Archiv

Über 30 Grad in der Arktis - Hitze-Rekorde in Russland

Russlands Chefmeteorologe Roman Wilfand spricht von einer Hitzewelle, die in manchen Regionen noch bis Ende der Woche andauern werde.

(dpa) - Während es in Luxemburg eher kühl ist, erleben Teile Russlands Hitze-Rekorde. In der Stadt Petschora, die am Rand der Arktis liegt, wurden am Donnerstag dem staatlichen Wetterdienst zufolge 32,5 Grad Celsius gemessen. Dort sei es zuletzt 1996 mit 26,6 Grad am wärmsten gewesen. Im Zeitraum von 1981 bis 2010 habe die durchschnittliche Temperatur im Mai bei 4,2 Grad gelegen. In Koinas in dem Gebiet Archangelsk am Nordpolarmeer kletterte das Thermometer auf 32,2 Grad. Den Angaben zufolge waren zuletzt 1920 mit 28,2 Grad die höchsten Temperaturen registriert worden.


(FILES) This file handout photo made available on July 17, 2020 by Polar Bears International shows a polar bear standing on melting sea ice in Svalbard, Norway, in 2013. - President Joe Biden hopes to give a shot of adrenaline to the planet's sluggish fight against climate change with an Earth Day summit but a question lingers -- can the United States be trusted to lead? (Photo by Kt MILLER / POLAR BEARS INTERNATIONAL / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / Polar Bears International / Kt MILLER" - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS / TO GO WITH AFP STORY BY SHAUN TANDON, "Biden seeks to turbo-charge climate fight, but can US lead?"
2020 war laut UN eines der drei wärmsten Jahre
Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im vergangenen Jahr zwar vielerorts in die Knie gezwungen, dem Klima hat das aber praktisch nicht geholfen.

Russlands Chefmeteorologe Roman Wilfand spricht von einer Hitzewelle, die in manchen Regionen noch bis Ende der Woche andauern werde. In der Hauptstadt Moskau waren am Dienstag an einer Messstation 29,1 Grad erreicht worden - damit sei der Rekord von 1898 übertroffen worden. Danach hat es sich in der Millionen-Metropole auf für die Jahreszeit normale Temperaturen abgekühlt.

Waldbrandgefahr

Mit der Hitze ist im flächenmäßig größten Land die Waldbrandgefahr gestiegen. Schon seit Wochen sind Feuerwehren im Einsatz, weil es immer wieder zu Bränden kommt. Nach Angaben der Behörden ist vor allem Sibirien betroffen. Mehr als 3.000 Einsatzkräfte und 63 Löschflugzeuge kämpften gegen die Flammen, hieß es in einem in der Nacht zum Donnerstag veröffentlichten Lagebericht. Demnach gab es 70 Brände auf einer Fläche von 24.000 Hektar, die gelöscht werden.

Russland bekommt die Folgen des Klimawandels nicht nur durch Temperaturrekorde, massive Waldbrände und Überschwemmungen zu spüren. Wissenschaftler sind auch wegen des Auftauens der Permafrostböden besorgt.

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