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TV-Sender ersetzt Boris Johnson durch Eisskulptur
International 1 29.11.2019

TV-Sender ersetzt Boris Johnson durch Eisskulptur

Zwei Eisskulpturen in Form der Erdkugel ersetzten die fehlenden Parteichefs Boris Johnson und Nigel Farage in der "Channel 4"-Debatte.

TV-Sender ersetzt Boris Johnson durch Eisskulptur

Zwei Eisskulpturen in Form der Erdkugel ersetzten die fehlenden Parteichefs Boris Johnson und Nigel Farage in der "Channel 4"-Debatte.
Foto: Kirsty O'Connor / POOL / AFP
International 1 29.11.2019

TV-Sender ersetzt Boris Johnson durch Eisskulptur

Die britischen Konservativen sind sauer auf den Sender "Channel 4": Statt Boris Johnson nahm eine Eisskulptur bei einer TV-Debatte Platz.

(dpa/jt) - Eine schmelzende Eisskulptur auf dem eigentlich für Premier Boris Johnson vorgesehenen Platz bei einer TV-Debatte über Klimaschutz hat bei seinen britischen Konservativen für Empörung gesorgt. Der Sender Channel 4 hatte die Parteichefs für die Sendung am Donnerstagabend eingeladen - Boris Johnson und Brexit-Partei-Chef Nigel Farage hätten jedoch abgelehnt, twitterte der Sender.

Daraufhin habe man entschieden, zwei Eisskulpturen in Form der Erdkugel, die die Notlage auf diesem Planeten verkörpern sollten, auf deren Plätze zu stellen. Die Skulptur auf Johnsons Platz hatte die Beschriftung „Conservatives“ (Konservative).

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Die Torys wandten sich daraufhin an die Medienaufsicht des Landes und beschwerten sich, diese Aktion sei ein „provokanter parteiischer Trick“. Die Behörde müsse gegen Channel 4 vorgehen, da der Sender seine Pflicht zur Unparteilichkeit verletzt habe, wie BBC berichtete. 


24.11.2019, Großbritannien, Telford: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, hält bei einer Wahlkampfveranstaltung das Wahlprogramm seiner Partei hoch. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Johnson verspottet Corbyn
„Lasst uns bis 2050 klimaneutral werden und bis Weihnachten Corbyn-neutral“, so Johnson bei der Vorstellung des Wahlprogramms seiner Partei am Sonntag.

Zuvor hatte Staatsminister Michael Gove versucht, den Platz von Johnson einzunehmen - und war abgewiesen worden. In einem Interview mit "Channel 4" erklärte Boris Johnsons Vater Stanley auf die Frage nach dem Fernbleiben seines Sohnes, dass Premierminister eben ihre eigenen Terminkalender hätten. Es sei sehr engstirnig von "Channel 4" gewesen, Michael Gove nicht mitdiskutieren zu lassen. Dass Boris Johnson durch eine Eisskulptur ersetzt wurde, schien den 79-jährigen früheren Abgeordneten und Experten für Umweltpolitik eher zu amüsieren.

Der Channel 4-Redakteur Ben de Pear rechtfertigte das Verhalten: Für die Debatte seien eben nur Parteichefs eingeladen gewesen. Die Beschwerde der Torys kritisierte er harsch: „Setzt Euren Parteichef Boris Johnson neben die anderen Chefs und hört auf, Spielchen zu spielen. Verweigern Sie sich nicht und drohen Sie nicht mit unserer Lizenz, das ist eine heikle Angelegenheit“, schrieb er auf Twitter. 

Die Briten wählen am 12. Dezember ein neues Parlament. Umfragen zufolge liegen die Torys von Johnson deutlich vorne.


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