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TV-Duell in London: Letzte Chance für Herausforderer Jeremy Corbyn
International 1 06.12.2019 Aus unserem online-Archiv

TV-Duell in London: Letzte Chance für Herausforderer Jeremy Corbyn

Das letzte TV-Duell: Boris Johnson (Konservative) muss sich gegen Jeremy Corbyn (Labour) behaupten.

TV-Duell in London: Letzte Chance für Herausforderer Jeremy Corbyn

Das letzte TV-Duell: Boris Johnson (Konservative) muss sich gegen Jeremy Corbyn (Labour) behaupten.
Foto: Ben STANSALL / AFP
International 1 06.12.2019 Aus unserem online-Archiv

TV-Duell in London: Letzte Chance für Herausforderer Jeremy Corbyn

Die beiden Spitzenkandidaten im britischen Wahlkampf, Premierminister Boris Johnson und Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei, treffen am Freitagabend in einem TV-Duell aufeinander. Kann der Herausforderer das Ruder noch einmal herumreißen?

(dpa) - Die beiden Spitzenkandidaten im britischen Wahlkampf, Premierminister Boris Johnson und Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei, treffen am Freitag in einem TV-Duell aufeinander. Weniger als eine Woche vor der Parlamentswahl am 12. Dezember gilt die Debatte im BBC-Fernsehen (21.30 Uhr MEZ) als letzte Chance für den Labour-Chef, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Die beiden Kontrahenten müssen sich Fragen aus dem Publikum stellen. Wichtigstes Thema im Wahlkampf ist der geplante Brexit. Johnson will das Land mit seinem neu verhandelten Austrittsabkommen zum 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union führen. Dafür braucht er eine stabile Mehrheit. Seine Vorgängerin Theresa May war mit ihrem Deal dreimal im Parlament gescheitert.

Corbyn und Johnson debattierten sich zuvor am 19. November beim britischen Fernsehsender iTV:

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Corbyn will dagegen den Austritt noch einmal verschieben und innerhalb von drei Monaten ein neues Abkommen mit Brüssel verhandeln. Ihm schwebt ein Brexit mit sehr enger Bindung an die EU vor. Seinen Deal will er den Briten in einem Referendum zur Abstimmung vorlegen. Die Alternative wäre ein Verbleib in der Staatengemeinschaft. Corbyn selbst will dabei neutral bleiben.


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Das zweite wichtige Thema im Wahlkampf lautet Gesundheit. Beide Politiker versprechen massive Investitionen in den maroden Nationalen Gesundheitsdienst (NHS). Geplagt werden sowohl Corbyn als auch Johnson zudem von Antisemitismus- und Rassismusvorwürfen. Dem Labour-Chef wird seit langem vorgehalten, antisemitischen Tendenzen in seiner Partei nicht entschieden genug entgegenzutreten. Einige halten ihn sogar selbst für antisemitisch. Johnson sieht sich immer wieder dem Vorwurf des Rassismus und der Islamophobie ausgesetzt. 

Johnsons Konservative führen in den Umfragen mit großem Abstand vor den Sozialdemokraten. Labour hat nach den Umfragen kaum Aussichten auf eine eigene Mehrheit und müsste darauf hoffen, nach der Wahl mithilfe von kleineren Parteien eine Minderheitsregierung bilden zu können.


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