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Tschernobyl-Brände: Armee unterstützt Feuerwehr
International 1 22.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Tschernobyl-Brände: Armee unterstützt Feuerwehr

Kiew: Autos fahren auf einer Straße durch  Smog, verursacht durch die seit zwei Wochen andauernden Löscharbeiten im radioaktiv belasteten Gebiet um das Atomkraftwerk Tschernobyl.

Tschernobyl-Brände: Armee unterstützt Feuerwehr

Kiew: Autos fahren auf einer Straße durch Smog, verursacht durch die seit zwei Wochen andauernden Löscharbeiten im radioaktiv belasteten Gebiet um das Atomkraftwerk Tschernobyl.
-/Sputnik/dpa
International 1 22.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Tschernobyl-Brände: Armee unterstützt Feuerwehr

Seit zwei Wochen brennen die Wälder um Tschernobyl. Experten warnen vor einer radioaktiven Wolke über Europa.

(dpa) - Im Kampf gegen die Brände in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das Atomkraftwerk Tschernobyl unterstützen nun auch Armee und Nationalgarde die ukrainische Feuerwehr. Die Flammen wüten bereits seit mehr als zwei Wochen. Mehr als 1200 Menschen waren am Mittwoch im Einsatz, wie der Katastrophenschutz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mitteilte. Es gab demnach fünf bekannte Schwelbrände.


21.04.2020, Niederlande, Herkenbosch: Ein Feuerwehrmann bekämpft Flammen in einem Wald. Die Feuerwehr bekämpft mit einem Großaufgebot einen Brand in einem niederländischen Nationalpark. Foto: David Young/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Großbrand in Naturschutzgebiet flammt erneut auf
An der deutsch-niederländischen Grenze brennt es weiterhin in einem Naturschutzgebiet.

Mittels Drohnen überwachten Nationalgardisten das unbesiedelte Gebiet, um mögliche neue Brandherde sowie Brandstifter zu orten. Acht schwere Planierraupen der Armee gruben über 640 Kilometer Brandschutzschneisen in dem Waldgebiet. Die Behörden versicherten erneut, dass die Radioaktivität in den angrenzenden besiedelten Regionen unter den Grenzwerten liege.

Warnung vor radioaktiver Wolke über Europa

Durch die Feuer in dem verseuchten Gebiet wird radioaktives Material aufgewirbelt. Die Ärzteorganisation zur Verhinderung eines Atomkrieges warnte zuletzt vor einer radioaktiven Wolke über Europa. Nach ukrainischen Behördenangaben ist bisher eine Fläche von mehr als 11 500 Hektar verbrannt. Die Umweltorganisation Greenpeace ging von dem mehr als Vierfachen des Wertes aus.

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In den Vorjahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten der Sperrzone. Als Ursache wird oft Brandstiftung vermutet. Am kommenden Wochenende werden Regenfälle erwartet. In ukrainischen Medien wird immer wieder vermutet, dass die Brände zum Vertuschen von illegalen Abholzungen in der Sperrzone gelegt wurden.

Die Rauchwolke aus dem Weltraum gesehen.
Die Rauchwolke aus dem Weltraum gesehen.
Foto: NASA Earth Observatory images by Lauren Dauphin

Nach der Explosion des Blocks vier in dem damals sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 wurden verstrahlte Landstriche um die Atomruine gesperrt. Infolge der größten Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft gab es Tausende Tote und Verletzte. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt.


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