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Trumps Überraschungsbesuch in Afghanistan: Taliban wollen "Deal"
International 7 1 2 Min. 28.11.2019

Trumps Überraschungsbesuch in Afghanistan: Taliban wollen "Deal"

US President Donald Trump speaks to the troops during a surprise Thanksgiving day visit at Bagram Air Field, on November 28, 2019 in Afghanistan. (Photo by Olivier Douliery / AFP)

Trumps Überraschungsbesuch in Afghanistan: Taliban wollen "Deal"

US President Donald Trump speaks to the troops during a surprise Thanksgiving day visit at Bagram Air Field, on November 28, 2019 in Afghanistan. (Photo by Olivier Douliery / AFP)
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International 7 1 2 Min. 28.11.2019

Trumps Überraschungsbesuch in Afghanistan: Taliban wollen "Deal"

US-Präsident Trump stattet amerikanischen Soldaten einen Überraschungsbesuch in Afghanistan ab. Dabei nährt er Hoffnungen, dass abgebrochene Gespräche mit den Taliban doch noch weiterkommen könnten.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat am Feiertag Thanksgiving überraschend amerikanische Truppen in Afghanistan besucht und Hoffnungen auf eine Verständigung mit den Taliban genährt.

Nach Angaben mitreisender Journalisten kündigte Trump bei einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani an, dass die Gespräche mit den militant-islamistischen Taliban wieder aufgenommen wurden und dass er glaube, dass die Islamisten eine Waffenruhe wollten. Der Besuch am Donnerstag auf der größten US-Militärbasis in Afghanistan in Bagram nördlich von Kabul dauerte nur wenige Stunden.

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Die Taliban wollten einen "Deal" machen und man treffe sich mit ihnen, wurde Trump zitiert. Als Bedingung nannte Trump eine Waffenruhe, die die Taliban seinen Worten zufolge nun auch wollten.

Trump hatte im September kurz vor einer in Aussicht gestellten Einigung mit den Taliban mehr als ein Jahr laufende Gespräche der USA mit den Islamisten für "tot" erklärt. Ziel der Gespräche mit den Aufständischen war ein Abkommen, das den Weg für einen Abzug der US-Truppen und für Frieden in Afghanistan bereiten soll. Unmittelbarer Auslöser für den Abbruch der Gespräche war ein Anschlag in Kabul, bei dem ein US-Soldat starb. Diesen verurteilte Trump am Donnerstag erneut.

Die Taliban hatten seit dem Abbruch der Gespräche mit den USA immer wieder Bereitschaft gezeigt, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Vergangene Woche hatte es aus Kabul geheißen, Trump habe seinem afghanischen Amtskollegen in einem Telefonat gesagt, die Regierung in Kabul müsse von Anfang an die Führung bei den Gesprächen übernehmen.


SUNRISE, FLORIDA - NOVEMBER 26: U.S. President Donald Trump speaks during a homecoming campaign rally at the BB&T Center on November 26, 2019 in Sunrise, Florida. President Trump continues to campaign for re-election in the 2020 presidential race.   Joe Raedle/Getty Images/AFP
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Als Reaktion sagte ein Sprecher der Taliban, sie würden mit allen afghanischen Seiten sprechen, sobald die USA Afghanistan verlassen hätten, aber nicht mit der Regierung in Kabul. Die Taliban betrachten diese als "Marionette" des Westens.

Es war Trumps erster Besuch bei amerikanischen Truppen in Afghanistan. Begleitet wurde er unter anderem vom Nationalen Sicherheitsberater Robert O'Brien und US-Generalstabschef Mark Milley. Vor elf Monaten hatte Trump im Irak seinen ersten Besuch bei Kampftruppen im Ausland absolviert. Er reiste zusammen mit seiner Ehefrau Melania an Weihnachten zu den dort stationierten Soldaten. Vergangene Woche war US-Vizepräsident Mike Pence zu einem unangekündigten Besuch in den Irak gereist.

Eigentlich stand auf Trumps Agenda für Thanksgiving eine Telefonkonferenz mit Angehörigen des Militärs, die er demnach in Florida abhalten wollte. Bei der Ansprache vor den Soldaten in Afghanistan, die der Sender Fox News zeigte, sagte Trump, es gebe keinen anderen Ort, wo er den Feiertag lieber verbringen würde. Videoaufnahmen zeigten, wie Trump mit Soldaten für Fotos posierte und Truthahn servierte - eine traditionelle Thanksgiving-Mahlzeit.


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