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Trumps Ex-Wahlkampfmanager muss fast vier Jahre in Haft
International 2 Min. 08.03.2019

Trumps Ex-Wahlkampfmanager muss fast vier Jahre in Haft

Paul Manafort muss wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs 47 Monate hinter Gitter.

Trumps Ex-Wahlkampfmanager muss fast vier Jahre in Haft

Paul Manafort muss wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs 47 Monate hinter Gitter.
Foto: AFP/Mandel Ngan
International 2 Min. 08.03.2019

Trumps Ex-Wahlkampfmanager muss fast vier Jahre in Haft

Trumps Ex-Anwalt muss im Mai ins Gefängnis, nun wurde auch das Strafmaß gegen seinen früheren Wahlkampfmanager verkündet: 47 Monate Haft für Paul Manafort. Und bald wird das nächste Urteil gegen ihn erwartet.

(dpa) - Ein Gericht in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia hat den früheren Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, zu 47 Monaten Haft verurteilt. Das berichteten US-Medien am Donnerstagabend (Ortszeit) übereinstimmend. Der Richter blieb damit deutlich unter der Forderung der Anklage, die 19 bis 24 Jahre Gefängnis gefordert hatte.


(FILES) In this file photo taken on September 26, 2016, Republican presidential nominee Donald Trump (R) stands with his son  Donald Trump Jr. after the first presidential debate at Hofstra University in Hempstead, New York.
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Der 69-Jährige war in dem Prozess bereits im vergangenen August von Geschworenen, unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrug, schuldig gesprochen worden. Dieser Prozess hatte nicht direkt etwas mit der Russland-Affäre um Trump zu tun, war aber im Zuge der Ermittlungen ans Licht gekommen. In einem weiteren Verfahren gegen Manafort vor einem Gericht in Washington soll in der kommenden Woche ein Urteil gefällt werden.

In diesem zweiten Prozess werden Manafort im Zusammenhang mit seiner früheren illegalen Lobbyarbeit für ukrainische Politiker Verschwörung und Behinderung der Justiz vorgeworfen. Manafort hatte sich im September zur Zusammenarbeit mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller bereit erklärt. Bei Muellers Untersuchungen geht es unter anderem darum, ob es im Wahlkampf 2016 Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Russland gegeben hat und ob Trump die Justiz behindert hat.

Nach Überzeugung des Gerichts in Washington hat Manafort Muellers Team allerdings bei dessen Ermittlungen belogen und damit gegen eine Vereinbarung für Strafminderung verstoßen. Auch in diesem Verfahren droht Manafort eine Haftstrafe. Der 69-Jährige sitzt bereits seit Juni in Untersuchungshaft. Der Sender Fox News berichtete, Manafort sei im Rollstuhl ins Gericht in Alexandria gebracht worden. Er trug grüne Sträflingskleidung.

Manafort nach seiner Verhaftung im Juli 2018.
Manafort nach seiner Verhaftung im Juli 2018.
Foto: AFP/Alexandria Sheriff's Office

Manafort sagte bei der Anhörung zur Verkündung des Strafmaßes am Donnerstag nach Angaben des Senders CNN, er fühle sich „gedemütigt“. Beim Prozess in Virginia war das Bild eines verschwenderischen, exzessiven Lebensstils Manaforts gezeichnet worden. Für Schlagzeilen sorgte Manaforts Jacke aus Straußenleder, die 15.000 Dollar (13.400 Euro) wert sein soll. Er besaß demnach auch eine Jacke aus Pythonleder im Wert von 18.500 Dollar.

Manafort war im März 2016 zu Trumps Wahlkampflager gestoßen. Im Juni 2016 machte Trump ihn zu seinem Wahlkampfmanager. Im selben Monat nahm Manafort an einem Treffen mit einer russischen Anwältin im Trump-Tower teil, um das sich viele Fragen ranken. Der älteste Sohn des heutigen Präsidenten, Donald Trump Jr., hatte der Begegnung mit der Anwältin zugestimmt, weil ihm kompromittierendes Material über Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton versprochen worden war.

Spekuliert wird, dass Manafort womöglich auf eine Begnadigung durch Trump hoffen könnte. Trump hat mehrfach kritisiert, Manafort werde ungerecht behandelt. Trump selber weist vehement zurück, dass es im Wahlkampf 2016 geheime Absprachen mit Russland gab. Der Präsident nennt die Mueller-Ermittlungen eine „Hexenjagd“.


WASHINGTON, DC - MARCH 06: Michael Cohen, former attorney and fixer for President Donald Trump, speaks to the media after appearing before a closed door House Intelligence Committee hearing in the basement of the House Visitors Center at the U.S. Capitol March 06, 2019 in Washington, DC. This is the second time in as many weeks that Cohen has testified to the committee behind closed doors.   Mark Wilson/Getty Images/AFP
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Michael Cohen verklagt Trump-Organisation auf Millionenbetrag
Trumps früherer Anwalt Michael Cohen hat schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten erhoben und selbst Straftaten eingeräumt. Bei den Verfahren gegen Cohen sind Anwaltskosten in Millionenhöhe aufgelaufen.

Manafort galt als eine der Schlüsselfiguren bei den Mueller-Ermittlungenebenso wie Trumps früherer Anwalt Michael Cohen, der sich vom Präsidenten abgewandt hat. Cohen verklagt die Trump-Organisation inzwischen auf Zahlung von rund 1,9 Millionen Dollar Anwaltskosten. Nach der am Donnerstag bei einem Gericht im Bundesstaat New York eingereichten Klage handelt es sich dabei um Ausgaben, die Cohen für seinen Rechtsbeistand in zahlreichen Anhörungen und Verfahren aufwenden musste.



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