Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Trumps Berater Bannon nicht mehr im Sicherheitsrat
International 05.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Medienberichte

Trumps Berater Bannon nicht mehr im Sicherheitsrat

Trump zieht seinen Sicherheitsberater Steve Bannon aus dem Nationalen Verteidigungsrat ab.
Medienberichte

Trumps Berater Bannon nicht mehr im Sicherheitsrat

Trump zieht seinen Sicherheitsberater Steve Bannon aus dem Nationalen Verteidigungsrat ab.
Foto: REUTERS
International 05.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Medienberichte

Trumps Berater Bannon nicht mehr im Sicherheitsrat

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Paukenschlag im Weißen Haus: US-Präsident Trump hat den Nationalen Sicherheitsrat umorganisiert und Steve Bannon, einen seiner engsten Vertrauten, aus dem Gremium abgezogen.

(dpa) - Der umstrittene Strategieberater des US-Präsidenten Donald Trump, Stephen Bannon, ist Berichten zufolge nicht mehr Teil des Nationalen Sicherheitsrates. Trump habe das Gremium umorganisiert und Bannon abgezogen, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und andere US-Medien am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise.

Der Nationale Sicherheitsrat der USA berät den US-Präsidenten in wichtigen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik. In einem aufsehenerregenden Schritt hatte Trump Ende Januar seinen Chefstrategen Bannon in das „Principals Committee“, eine Unterabteilung des Rates, berufen.

Gleichzeitig entzog er dem Nationalen Geheimdienstdirektor Dan Coats und dem Generalstabchef Joseph Dunford ihre permanenten Sitze. Auch dieser Schritt wurde laut Bloomberg am Mittwoch rückgängig gemacht, so dass beide wieder ständige Mitglieder des Komitees sind.

Es wird vermutet, dass Trumps Nationaler Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster maßgeblichen Einfluss auf die Umstrukturierung hatte. Der Drei-Sterne-General war im Februar als Nachfolger von Michael Flynn auf den Posten berufen worden, nachdem dieser wegen seiner Kontakte zum russischen Botschafter gehen musste.

McMaster im Hintergrund

Anders als Flynn oder Bannon hatte McMaster vorher keinerlei Verbindungen zu Trump. Er gilt im Unterschied zu beiden auch nicht als ideologischer Hardliner, sondern verkörpert traditionelle republikanische Standpunkte in der Außen- und Sicherheitspolitik.

Die Nachricht kam überraschend. Trump wollte um 13.10 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem jordanischen König Abdullah II. geben. Es wurde mit Spannung erwartet, ob er sich dabei zum Nationalen Sicherheitsrat äußert.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Stephen Bannon ist nicht mehr im nationalen Sicherheitsrat der USA. Die überraschend bekannt gewordene Neuformierung lässt sich in zwei Richtungen deuten, als Degradierung oder als absehbare Veränderung.
Demonstrierte Einigkeit: Donald Trump und sein Berater Steve Bannon im Januar 2017.
Trumps Sicherheitsberater tritt wegen eines unerlaubten Gesprächs mit einem russischen Botschafter zurück. Er soll den Vizepräsidenten angelogen haben.
Flynn hatte Ende Dezember, noch ehe er ein offizielles Amt innehatte, mit dem russischen Botschafter Sergei Iwanowitsch Kisljak telefoniert