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Trump zu Nordkorea-Konflikt: "Äußerung eventuell nicht scharf genug"
International 10.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Trump zu Nordkorea-Konflikt: "Äußerung eventuell nicht scharf genug"

Trump äußerte sich in seinem Golfclub in New Jersey zu seiner Äußerung.

Trump zu Nordkorea-Konflikt: "Äußerung eventuell nicht scharf genug"

Trump äußerte sich in seinem Golfclub in New Jersey zu seiner Äußerung.
AFP
International 10.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Trump zu Nordkorea-Konflikt: "Äußerung eventuell nicht scharf genug"

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der US-Präsident nimmt seine „Feuer und Wut“-Drohung nicht zurück, im Gegenteil. Nordkorea solle sich zusammenreißen, andernfalls werde es sein blaues Wunder erleben, sagt Trump. Aber: Auch an Verhandlungen müsse man immer denken.

dpa) - US-Präsident Donald Trump beharrt auf seiner „Feuer-und-Wut“-Drohung an die Adresse Nordkoreas. Möglicherweise sei sie sogar nicht scharf genug gewesen, sagte Trump am Donnerstag in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster (New Jersey). Es sei an der Zeit gewesen, dass jemand für die Amerikaner und die Menschen anderer Nationen aufstehe. Was Nordkorea über lange Zeit getan habe, sei eine Tragödie und könne nicht länger zugelassen werden.

Nordkorea sollte „sehr, sehr nervös“ sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die USA denke, sagte Trump. Das kommunistisch regierte Land solle sich lieber zusammenreißen, andernfalls sei es in Schwierigkeiten, wie sie nur wenige Länder erlebt hätten und von denen niemand gedacht habe, dass sie möglich seien. Er wisse das Militär zu 100 Prozent hinter sich, sagte Trump.

Verhandlungen nicht ausgeschlossen

Trump fügte allerdings auch hinzu, die USA müssten Verhandlungen jederzeit erwägen. Der US-Präsident zweifelte an, dass die jüngst ausgesprochenen UN-Sanktionen den erwünschten Effekt haben würden. Trump sagte, er glaube, dass China in dem Konflikt deutlich mehr tun und den Druck auf Nordkorea erhöhen werde.

Gefragt, was die USA noch mehr tun könnten als „Feuer und Wut“, sagte Trump: „Wir werden sehen.“ Ohne Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un beim Namen zu nennen, sagte Trump: „Er hat die Welt lange genug herumgeschubst.“ Gefragt, ob er an einen so genannten Präventivschlag denke, sagte Trump: „Darüber reden wir nicht. Ich mache das nie.“

Unbeeindruckt

Nordkoreas Militärführung hatte demonstrativ unbeeindruckt und mit Spott auf die jüngsten Drohungen Trumps reagiert. „Sachlicher Dialog ist mit so einem Typen bar jeder Vernunft nicht möglich, nur mit absoluter Stärke ist ihm beizukommen“, hieß es in einer Stellungnahme der Streitkräfte nach Angaben der nordkoreanischen Staatsagentur KCNA.

Pjängjang drohte gleichwohl, Mittelstreckenraketen in Richtung auf Guam abzufeuern. Man werde bis Mitte August Pläne fertigstellen, nach denen vier Raketen über Japan fliegen und etwa 30 bis 40 Kilometer vor Guam ins Meer stürzen sollen. Sobald die Pläne fertig seien, werde Präsident Kim Jong Un über das weitere Vorgehen entscheiden.


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