Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Trump würdigt McCain doch
Halbmast oder nicht? Das Weiße Haus war sich am Montag uneins. Zurzeit ist die Fahne wieder unten.

Trump würdigt McCain doch

Foto: AFP
Halbmast oder nicht? Das Weiße Haus war sich am Montag uneins. Zurzeit ist die Fahne wieder unten.
International 27.08.2018

Trump würdigt McCain doch

Ein Trauerspiel im doppelten Wortsinn: Nach massivem Druck hat sich US-Präsident Trump dann doch noch zu einer Würdigung der Dienste John McCains hinreißen lassen. Der verstorbene Senator galt als einer von Trumps schärfsten Widersachern.

(dpa) - Nach massivem öffentlichem Druck hat US-Präsident Donald Trump den verstorbenen Senator John McCain und dessen Dienste doch noch in einer offiziellen Mitteilung gewürdigt. Trump ordnete am Montagnachmittag (Ortszeit) zudem an, die US-Flaggen an Regierungsgebäuden bis zur Beerdigung seines parteiinternen Rivalen an diesem Sonntag auf Halbmast zu setzen. Trotz politischer Differenzen „respektiere ich Senator McCains Dienst an unserem Land“, hieß es in einer Mitteilung des US-Präsidenten.

Trump teilte weiter mit, er habe Stabschef John Kelly, Außenminister James Mattis und Sicherheitsberater John Bolton gebeten, seine Regierung bei den Gedenkfeierlichkeiten für McCain zu vertreten. Trump hatte der Familie per Twitter kondoliert, in dem knappen Tweet aber McCains Leben und Wirken nicht gewürdigt.


Das Weiße Haus hatte Medienberichten zufolge eine ausführliche Würdigung des verstorbenen Senators John McCain (l.) vorbereitet, doch der Präsident lehnte ab.
Trump wollte McCain offenbar nicht würdigen
Nach dem Tod von US-Senator John McCain findet Donald Trump nur knappe Worte. Medienberichten zufolge hat sich der US-Präsident bewusst gegen eine Würdigung seines Widersachers entschieden.

Die „Washington Post“ berichtete am Montag, Trump habe eine offizielle Würdigung der Verdienste McCains im Militär und im Senat abgelehnt. In einem später nicht veröffentlichten Entwurf für eine Würdigung sei der Vietnam-Kriegsveteran als „Held“ bezeichnet worden.

Die US-Flagge am Weißen Haus war am Samstagabend nach dem Tod des Senators auf Halbmast gesetzt worden, am Montag aber wieder voll gehisst worden. Nach der Verfügung Trumps wurde sie dann ein weiteres Mal auf Halbmast gesetzt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Obama und Bush würdigen McCain bei Trauerfeier
„Er hat uns zu besseren Präsidenten gemacht, so wie er den Senat besser gemacht hat, so wie er dieses Land besser gemacht hat“, sagte Obama am Samstag in der Nationalen Kathedrale in der US-Hauptstadt.
Eine militärische Ehrengarde trägt den Sarg des verstorbenen Senators.
Obama und Bush verabschieden McCain
Seit Tagen trauert die USA um den gestorbenen Senator McCain. In der Nationalen Kathedrale in Washington findet nun eine zentrale Abschiedsfeier statt. Zu den Rednern gehört Ex-Präsident Obama.
Cindy McCain, wife of the late U.S. Sen. John McCain, stands over his casket as he lies in state in the U.S. Capitol Rotunda Friday, Aug. 31, 2018, in Washington. (Photo by Morry Gash / POOL / AFP)
John McCain im Kapitol aufgebahrt
Kongressabgeordnete, Senatoren und andere US-Würdenträger haben im Kapitol in Washington Abschied von Senator John McCain genommen. Donald Trump nahm nicht teil, er wurde von Mike Pence vertreten.
A military honor guard carries the casket of the late US Senator John McCain into the US Capitol August 31, 2018 in Washington, DC. (Photo by Win McNamee / POOL / Getty Images)
Trump wollte McCain offenbar nicht würdigen
Nach dem Tod von US-Senator John McCain findet Donald Trump nur knappe Worte. Medienberichten zufolge hat sich der US-Präsident bewusst gegen eine Würdigung seines Widersachers entschieden.
Das Weiße Haus hatte Medienberichten zufolge eine ausführliche Würdigung des verstorbenen Senators John McCain (l.) vorbereitet, doch der Präsident lehnte ab.