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Trump wirft China „ungezügelte Verschmutzung“ der Umwelt vor
International 22.09.2020

Trump wirft China „ungezügelte Verschmutzung“ der Umwelt vor

Der chinesische Präsident Xi Jinping musste sich vom US-Präsidenten einiges gefallen lassen.

Trump wirft China „ungezügelte Verschmutzung“ der Umwelt vor

Der chinesische Präsident Xi Jinping musste sich vom US-Präsidenten einiges gefallen lassen.
Screenshot: AFP
International 22.09.2020

Trump wirft China „ungezügelte Verschmutzung“ der Umwelt vor

Der US-Präsident sparte bei der virtuellen Debatte der UN-Vollversammlung nicht mit harscher Kritik an China.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat China bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen eine „ungezügelte Verschmutzung“ der Umwelt vorgeworfen. „Jedes Jahr kippt China Abermillionen Tonnen Plastik und Müll in die Ozeane, überfischt die Gewässer anderer Länder, zerstört riesige Flächen an Korallenriffen und stößt mehr giftiges Quecksilber aus als jedes andere Land der Welt“, sagte Trump in seiner Videobotschaft für die UN-Vollversammlung am Dienstag, in der er China auch wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus angriff. „Diejenigen, die Amerikas bemerkenswerte Umweltbilanz angreifen und gleichzeitig Chinas ungezügelte Verschmutzung ignorieren, interessieren sich nicht für die Umwelt.“


ARCHIV - 12.02.2019, Bayern, München: Autos fahren bei stockendem Verkehr durch die Innenstadt. (zu dpa "Geplantes EU-Klimaziel: Auto-Emissionen müssen drastisch sinken" am 13.09.2020) Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Reiche schädigen Klima sehr viel stärker als Arme
Die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung seien für mehr als die Hälfte des CO2-Ausstoßes verantwortlich, berichtet die Hilfsorganisation Oxfam.

Die USA und China - die beiden größten Volkswirtschaften - sind die größten Verursacher von Treibhausgasen. Trump wird immer wieder für seine Umweltpolitik kritisiert. Er drehte zahlreiche Umweltvorschriften der Vorgängerregierungen zurück und hatte nach seinem Amtsantritt Anfang 2017 den Ausstieg aus dem UN-Klimaabkommen verkündet. Die Kündigung wird Anfang November wirksam.

Virtuelles Treffen


ARCHIV - 24.06.2019, Bayern, Kempten: Eine Frau trinkt im Sonnenschein aus einer Flasche sprudelndes Mineralwasser. (zu dpa: "Sex-Lust, Pickel und kalte Limo: Hitze-Mythen auf dem Prüfstand") Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Zugang zu Wasser ist seit zehn Jahren ein Menschenrecht
Es klingt wie eine Selbstverständlichkeit und zugleich wie ein Erfolg: Vor zehn Jahren erkannten die Vereinten Nationen den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht an. Umgesetzt wird dieses Recht jedoch nicht überall.

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie findet die 75. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in diesem Jahr größtenteils virtuell statt. Die Vertreter aller 193 Mitgliedstaaten - darunter weit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs - sprechen nicht wie normalerweise im UN-Hauptquartier in New York, sondern per vorab aufgezeichneten Video-Reden. In der Halle der Vollversammlung ist jedes Land nur mit einem örtlichen Diplomaten vertreten. Deutschland wird von Außenminister Heiko Maas (SPD) voraussichtlich erst am letzten Tag der Generaldebatte, dem 29. September, vertreten. 

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