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Trump will Todesstrafe für Hassverbrechen und Massenmord
International 05.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Trump will Todesstrafe für Hassverbrechen und Massenmord

Trump hat entsprechende Anweisungen an das Justizministerium erteilt.

Trump will Todesstrafe für Hassverbrechen und Massenmord

Trump hat entsprechende Anweisungen an das Justizministerium erteilt.
AFP
International 05.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Trump will Todesstrafe für Hassverbrechen und Massenmord

Die USA trauern um die Toten der Massaker in Texas und Ohio. US-Präsident Trump will nun härter gegen Täter vorgehen - er will sie künftig schnell hinrichten lassen.

TOPSHOT - People light candles during a prayer and candle vigil organized by the city, after the shooting that left 20 people dead at the Cielo Vista Mall WalMart in El Paso, Texas, on August 4, 2019. - The United States mourned Sunday for victims of two mass shootings that killed 29 people in less than 24 hours as debate raged over whether President Donald Trump's rhetoric was partly to blame for surging gun violence. The rampages turned innocent snippets of everyday life into nightmares of bloodshed: 20 people were shot dead while shopping at a crowded Walmart in El Paso, Texas on Saturday morning, and nine more outside a bar in a popular nightlife district in Dayton, Ohio just 13 hours later. (Photo by Mark RALSTON / AFP)
Tödliche Schussattacken in den USA: "Genug ist genug"
30 Menschen starben am Wochenende bei zwei Schussattentaten in den USA. Donald Trump sagt, Hass habe keinen Platz in den USA. Doch für die Demokraten trägt der Präsident eine Mitverantwortung an den Morden.

(dpa) - Nach den Massakern vom Wochenende in den USA will Präsident Donald Trump eine Gesetzesinitiative auf den Weg bringen, die die Todesstrafe bei Hassverbrechen in Form von Massenmord vorsieht. Er habe das Justizministerium angewiesen, eine entsprechende Gesetzgebung auszuarbeiten, sagte Trump am Montag im Weißen Haus in einer Ansprache an die Nation. Die Hinrichtungen müssten „schnell, entschlossen und ohne jahrelange unnötige Verzögerung“ geschehen. Zwei Schützen hatten am Wochenende in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) insgesamt 29 Menschen getötet.


Ein Schütze hat in einem Einkaufszentrum in El Paso mindestens 20 Menschen getötet.
21 Tote bei Massaker in Einkaufszentrum in Texas
Zum dritten Mal in einer Woche werden Menschen in den USA zum Opfer eines Todesschützen, dieses Mal in der Grenzstadt El Paso. Die Behörden ermitteln nicht nur wegen Mordes - es gibt Hinweise, dass es sich um ein Hassverbrechen handeln könnte.

Die Motive des mutmaßlichen Täters von Dayton - der erschossen wurde - sind weiter unklar. Der mutmaßliche Täter von El Paso - ein 21-jähriger Weißer - hatte sich der Polizei ergeben. Die Ermittler prüfen einen rassistischen Hintergrund, unter den Opfern von El Paso sind mehrere Mexikaner. Trump sagte am Montag: „Der Schütze von El Paso wurde von rassistischem Hass verzehrt.“ Der Präsident verurteilte Rassismus auf das Schärfste. Ihm war vorgeworfen worden, mit seiner Rhetorik gegen Migranten den Weg für Hassverbrechen geebnet zu haben.

Aufruf zur Geschlossenheit


This videograb taken from the Twitter account of Derek Myers on August 4, 2019 shows police officers walking behind police cordon following a mass shooting in the popular bar and nightlife Oregon district in Dayton, Ohio. - Nine people were killed in a mass shooting early on August 4 in Dayton, Ohio, police said, adding that the assailant was shot dead by responding officers. (Photo by Derek MYERS / @DerekMyers Twitter account / AFP)
Nach Massaker in Texas: Schütze tötet neun Menschen in Dayton
In Dayton im US-Bundesstaat Ohio hat ein Schütze neun Menschen getötet und mindestens 26 weitere verletzt.

Trump sagte, die Nation müsse sich geschlossen gegen Rassismus, Fanatismus und „White Supremacy“ stellen - also gegen die Ideologie der Vorherrschaft der Weißen. Die Taten vom Wochenende seien „ein Angriff auf unsere Gemeinschaften, ein Angriff auf unsere Nation und ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit“.

Erst vor wenigen Tagen hatte die US-Regierung angekündigt, dass sie auf Bundesebene erstmals nach mehr als 15 Jahren wieder die Todesstrafe vollstrecken will. In den vergangenen Jahren hatten mehrere US-Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft oder deren Vollstreckung ausgesetzt.

Nach Angaben des Death Penalty Information Centers gibt es diese Höchststrafe inzwischen in rund 20 der 50 US-Staaten nicht mehr. Bei Fällen, in denen Straftäter von Bundesgerichten zum Tode verurteilt wurden, entscheidet die Bundesebene, ob die Strafe vollstreckt wird. Zuletzt hatte es 2003 eine Hinrichtung auf Bundesebene in den USA gegeben. Die Todesstrafe wurde seitdem zwar weiter verhängt, aber nicht vollstreckt. Das will die Regierung von Trump nun ändern.


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