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Trump will Iran-Entscheidung am Dienstag bekannt geben
Der britische Außenminister Boris Johnson (l.), hier mit US-Außenminister Mike Pompeo, hält US-Präsident Donald Trump eines Nobelpreises für würdig, falls die USA in Zukunft zum Atomabkommen mit dem Iran stehen sollten.

Trump will Iran-Entscheidung am Dienstag bekannt geben

AFP
Der britische Außenminister Boris Johnson (l.), hier mit US-Außenminister Mike Pompeo, hält US-Präsident Donald Trump eines Nobelpreises für würdig, falls die USA in Zukunft zum Atomabkommen mit dem Iran stehen sollten.
International 07.05.2018

Trump will Iran-Entscheidung am Dienstag bekannt geben

Nach langem Rätseln, Drohen und Sondieren geht es jetzt ans Eingemachte: US-Präsident Trump spricht sein Machtwort zum Atomabkommen mit dem Iran.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump will seine Entscheidung über die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran am Dienstag um 14.00 Uhr Ortszeit in Washington bekannt geben. Das erklärte Trump am Montag via Twitter.


(FILES) In this file photo taken on May 25, 2017 US President Donald Trump (L) and French President Emmanuel Macron (R) shake hands ahead of a working lunch, at the US ambassador's residence, on the sidelines of the NATO (North Atlantic Treaty Organization) summit, in Brussels.
A year after his march to power, French President Emmanuel Macron's reformist zeal has endeared him to part of the electorate but polls show him as still unloved by most of the country. Macron suffered a sharp drop in popularity when he began to push through changes to labour law last September that make hiring and firing easier. / AFP PHOTO / Mandel NGAN
Trump löst mit Aussagen zu Paris-Terror Entsetzen in Frankreich aus
„Peng. Komm her. Peng. Komm her.“ Mit diesen Worten beschreibt Donald Trump, wie seiner Ansicht nach die Terrorserie in Paris im Jahr 2015 ablief. Die Tragödie mit 130 Todesopfern nutzt der US-Präsident für ein politisches Statement - und erntet harsche Kritik aus Frankreich.

Trump trifft seine Entscheidung damit vier Tage vor dem Fristablauf am 12. Mai. Bis dahin musste er darüber entscheiden, ob er Sanktionen gegen den Iran noch einmal aussetzt. Dazu sind die USA im Rahmen des Atomdeals verpflichtet. Im Gegenzug verpflichtet sich der Iran, auf einen Großteil seiner Urananreicherung zu verzichten.

Trump sowie sein Außenminister Mike Pompeo hatten das Abkommen wiederholt als einen sehr schlechten Deal bezeichnet. Die Laufzeit bis 2025 sei zu kurz. Ferner gehe das seitens der USA von der Vorgängerregierung unter Barack Obama und Außenminister John Kerry ausgehandelte Abkommen nicht ausreichend auf das ballistische Raketenprogramm des Iran und Teherans Rolle als destabilisierender Faktor in der Nahost-Region ein.


Freundschaft auf dem Prüfstand
Die Beziehung zwischen Luxemburg und den Vereinigten Staaten unter US-Präsident Trump gestaltet sich schwieriger als je zuvor.

Die europäischen US-Partner, darunter Deutschland, machen seit Wochen Druck auf die USA. Bei allen Unzulänglichkeiten sei ein Verbleib im Atomdeal die weitaus beste und sicherste Lösung. Auch der britische Außenminister Boris Johnson machte dies bei seinem Washington-Besuch nochmals deutlich.

Israel und Saudi-Arabien bestärken die USA dagegen zum Ausstieg aus dem Atomabkommen. Israel legte erst kürzlich umstrittene Daten vor, die belegen soll, dass der Iran weiter daran arbeitet, Atomwaffen zu bauen.


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