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Trump verbreitet Hassbotschaften
International 29.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Rechtsextreme Tweets

Trump verbreitet Hassbotschaften

Nachdem zahlreiche Anhänger von Britain First im Januar 2016 in Luton aufmarschiert waren, mit Anwohnern gestritten und anti-Islam Flyer verteilt hatten, wurde Jayda Fransen u.a. das Betreten des Stadtteils gerichtlich verboten.
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Nachdem zahlreiche Anhänger von Britain First im Januar 2016 in Luton aufmarschiert waren, mit Anwohnern gestritten und anti-Islam Flyer verteilt hatten, wurde Jayda Fransen u.a. das Betreten des Stadtteils gerichtlich verboten.
AFP
International 29.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Rechtsextreme Tweets

Trump verbreitet Hassbotschaften

Eric HAMUS
Eric HAMUS
US-Präsident Trump hat am Mittwoch via Twitter muslimfeindliche Videos einer umstrittenen britischen Aktivistin verbreitet. Die Vizechefin der rechtsextremen "Britain First" fühlt sich geschmeichelt.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat möglicherweise Muslime verunglimpfende Inhalte einer rechtsgerichteten britischen Aktivistin verbreitet. Auf seinem Twitter-Account leitete Trump am Mittwoch die Einträge der Britin Jayda Fransen weiter, der Vizechefin der Gruppierung „Britain First“.

Fransen war vor einem Jahr von einem britischen Gericht wegen Beleidigung einer Muslimin verurteilt worden und unterliegt einem gerichtlich verhängten Zutrittsverbot zu Moscheen und anderen Einrichtungen in England und Wales.

Konkret leitete der Account von Donald Trump ein von Fransen eingestelltes Video weiter, auf dem zu sehen ist, wie ein Mann in traditionell muslimischer Kleidung und mit langem Bart eine künstlerisch gestaltete Figur zu Boden fallen und dort zerschellen lässt. Bei der Figur soll es sich um ein Abbild der Jungfrau Maria handeln.

Auf einem weiteren, von Trump weitergeleiteten Video Fransens ist zu sehen, wie ein dunkelhaariger junger Mann einen blonden jungen Mann schlägt und mit Füßen tritt. Angeblich soll es sich dabei um einen Übergriff eines jungen Muslims auf einen niederländischen Mann auf Krücken handeln.

In einem dritten Video versucht ein Mann angeblich, einen Jugendlichen von einem Dach zu schubsen. Die Authentizität der Filme ist nicht belegt, in Teilen wirken sie gestellt.

 „Britain First“ war 2011 von Mitgliedern der rechtsgerichteten British National Party (BNP) gegründet worden. Im Juni 2016 hatte ein Gewalttäter die Worte „Britain First“ gerufen, nachdem er kurz vor dem Brexit-Votum die Parlamentarierin Jo Cox ermordet hatte. Deren Ehemann Brandan Cox verurteilte am Mittwoch Trumps Unterstützung für die Tweets.

Jayda Fransen ist derzeit auch Chefin der rechtsextremen Partei. Persönlich fühlt sie sich geschmeichelt: "Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, hat drei Twittervideos der stellvertretenden Vorsitzenden Jayda Fransen retweeted!", schrieb Fransen über sich in der dritten Person. "Donald Trump hat diese Videos retweetet und rund 40 Millionen Follower! Gott segne Trump! Gott segne Amerika!"


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