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Trump siegt in New York: Wer es dort schafft, schafft es überall?
International 20.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Trump siegt in New York: Wer es dort schafft, schafft es überall?

Für Donald Trump ist der Sieg ein weiterer Schritt in Richtung Kandidatur.

Trump siegt in New York: Wer es dort schafft, schafft es überall?

Für Donald Trump ist der Sieg ein weiterer Schritt in Richtung Kandidatur.
Foto: AFP
International 20.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Trump siegt in New York: Wer es dort schafft, schafft es überall?

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Wichtige Heimsiege für die Favoriten: Donald Trump und Hillary Clinton holen sich viele Delegierte bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat New York. Doch klar ist noch immer nichts.

(dpa) - Knallrot strahlte die Spitze des Empire State Buildings am Dienstag über Manhattan - die Farbe Donald Trumps. Was sich die Fernsehmacher von CNN zur Feier der wichtigen Vorwahl im Staat New York hatten einfallen lassen, war nicht das einzige Symbol des Wahlabends.

Donald Trump siegt in seinem Heimatstaat New York, im Trump-Land quasi, mit überzeugenden rund 60 Prozent der Stimmen. Nach all dem Gegenwind, der ihm zuletzt entgegenschlug, sieht es nun wieder so aus, als habe sich der 69-Jährige die Deutungshoheit über den Vorwahlkampf der Republikaner zurückerobert.

Die Wahl in New York war besonders aufgeladen. Trump stammt aus der Ostküstenmetropole, Sanders aus Brooklyn, Clinton war dort acht Jahre lang Senatorin. „Nichts geht über zu Hause“, rief sie erleichtert nach dem Sieg.

Trump musste sich in den vergangenen Wochen damit auseinandersetzen, dass ein bedeutender Teil seiner eigenen Partei nicht will, dass er ihr Kandidat wird. Beleidigt teilte er aus, sprach von Betrug. Das ganze Wahlsystem bei den Republikanern sei manipuliert und bedürfe der Reform. Er, der Gewinner, darf nicht gewinnen? Ein Unding in der Trump-Welt.

Nach dem Sieg in New York strotzte er vor neuem Selbstbewusstsein. Seine Rede hielt er, wie sollte es anders sein, im Trump Tower. Jenem Wolkenkratzer an der Fifth Avenue in Manhattan, von dem aus er sein Imperium verwaltet.

Clinton zuversichtlich

Für Hillary Clinton war es ein ähnlicher Befreiungsschlag. Sie setzte sich in New York nach zahlreichen Niederlagen gegen ihren hartnäckigen parteiinternen Kontrahenten Bernie Sanders durch.

 Auch Hillary Clinton hat gut lachen.
Auch Hillary Clinton hat gut lachen.
Foto: REUTERS

Bei den Demokraten sieht es nach einer deutlicheren Entscheidung aus. Auch wenn Sanders weiter im Rennen bleiben will. Clinton wirkte nach dem Sieg erleichtert, fast schon losgelöst. „Das Rennen für die demokratische Präsidentschaftskandidatur ist auf der Zielgeraden und der Sieg ist in Sicht“, rief die 68-Jährige ihren Anhängern zu.

Sanders hatte ihr in den vergangenen Wochen mächtig zugesetzt. Von neun Vorwahlen gewann der „demokratische Sozialist“ acht. Clinton führte weiter bei der Gesamtzahl der Delegierten, aber die Niederlagen kratzten am Gesamtbild.

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