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Trump setzt öffentliche Demontage seines Chefanklägers fort
International 25.07.2017 Aus unserem online-Archiv
Der US-Präsident und sein Justizminister

Trump setzt öffentliche Demontage seines Chefanklägers fort

Weiter twittert Donald Trump gegen seinen Justizminister.
Der US-Präsident und sein Justizminister

Trump setzt öffentliche Demontage seines Chefanklägers fort

Weiter twittert Donald Trump gegen seinen Justizminister.
Foto: AFP
International 25.07.2017 Aus unserem online-Archiv
Der US-Präsident und sein Justizminister

Trump setzt öffentliche Demontage seines Chefanklägers fort

Christophe LANGENBRINK
Christophe LANGENBRINK
US-Präsident Donald Trump setzt die öffentliche Demontage seines Justizministers und Chefanklägers Jeff Sessions ungebremst fort.

(dpa) -  Am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) unterstellte US-Präsident Donald Trump seinem Justizminister Jeff Session in Großbuchstaben auf Twitter eine sehr schwache Haltung im Vorgehen gegen angebliche Verbrechen der Demokratin Hillary Clinton. In einem anderen Tweet fragt Trump Sessions, wo dessen Ermittlungen wegen einer angeblichen ukrainischen Wahlbeeinflussung zugunsten Clintons seien.

In sozialen Medien beispiellos

Bereits am Montag hatte Trump Sessions auf Twitter angegriffen und ihn „belagert“ genannt. Eine solche öffentliche Kritik und ein derartiges Vorführen eines Regierungsmitglieds in sozialen Medien sind beispiellos.

Sessions (70) war für Trump im Wahlkampf 2016 ein entscheidender Mann und ist seither ein inhaltlich loyaler, erzkonservativer Mitstreiter. Der Präsident kann dem Ex-Senator Alabamas aber nicht verzeihen, dass dieser sich wegen Befangenheit aus den Ermittlungen wegen einer möglichen russischen Wahlbeeinflussung zurückgezogen hat.

Ermittlungen zuletzt ausgeweitet

Dieser Rückzug führte letztlich zur Einsetzung des Sonderermittlers Robert Mueller. Mueller untersucht mit großer Akribie mögliche Verwicklungen des Trump-Teams mit Moskau. Er hat diese Ermittlungen zuletzt ausgeweitet.

Muellers Untersuchungen setzen Trump sehr zu. Nach Angaben von US-Medien sammelt das Weiße Haus Material gegen ihn und seine Mitarbeiter. Mit der öffentlichen Bloßstellung von Sessions könnte Trump ihn zum Rücktritt drängen wollen, damit dessen Nachfolger dann Mueller feuert. Sessions selber zu feuern, will Trump bisher offensichtlich vermeiden.


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