Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Trump setzt großangelegte Abschiebungen von Ausländern aus
International 23.06.2019

Trump setzt großangelegte Abschiebungen von Ausländern aus

US-Präsident Donald Trump will Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung abschieben.

Trump setzt großangelegte Abschiebungen von Ausländern aus

US-Präsident Donald Trump will Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung abschieben.
AFP
International 23.06.2019

Trump setzt großangelegte Abschiebungen von Ausländern aus

Präsident Trump will ernst machen mit der massenhaften Abschiebung von Migranten, die sich illegal in den USA aufhalten. Im letzten Moment stoppt er die geplanten Polizeieinsätze - aber nur für zwei Wochen.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat die von ihm angekündigten Massenabschiebungen von Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung kurz vor dem geplanten Beginn ausgesetzt. Auf Bitten der oppositionellen Demokraten habe er den Beginn um zwei Wochen verschoben, schrieb der Republikaner am Samstag auf Twitter. In dieser Zeit sollten Demokraten und Republikaner gemeinsam „eine Lösung für die Asyl- und Schlupfloch-Probleme an der Südgrenze ausarbeiten. Wenn nicht, fangen die Abschiebungen an!“

Zuvor hatte Trump am Samstag vor Journalisten im Weißen Haus gesagt: „Die Menschen, die illegal ins Land gekommen sind, werden aus dem Land entfernt.“ Die Polizeieinsätze würden „im Laufe der nächsten Woche, vielleicht ein bisschen früher“ beginnen. US-Medien berichteten, die Einsätze hätten bereits am Sonntag starten sollen.

2.000 Familien

Die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, begrüßte die Verschiebung. Für eine umfassende Reform werde Zeit benötigt, schrieb sie nach Trumps Ankündigung auf Twitter. Trump zeigte sich am Sonntag nicht zuversichtlich, dass es eine Einigung mit den Demokraten geben werde. Vermutlich werde das nicht geschehen, schrieb er auf Twitter. Es sei aber einen Versuch wert.


A woman walks past a mural painting along the wall of the former US embassy in the Iranian capital Tehran on June 22, 2019. (Photo by ATTA KENARE / AFP)
Iran: Angriff abgesagt, Krise geht weiter
Donald Trump sagt einen Angriff auf den Iran ab, spricht dennoch von Sanktionen. Gleichzeitig ruft seine Regierung den UN-Sicherheitsrat an.

Der Sender Fox News hatte berichtet, die Einsätze hätten sich zunächst gegen 2.000 Familien richten sollen, deren Ausweisung Gerichte verfügt hätten. Betroffen wären zehn Städte gewesen, darunter New York, Chicago, Los Angeles und Miami. Trump hatte am Montag auf Twitter angekündigt, die Polizei- und Zollbehörde ICE werde bald damit beginnen, „die Millionen illegalen Ausländer“ auszuweisen, die unerlaubt in die USA gekommen seien.

In den USA leben schätzungsweise elf Millionen Menschen ohne Aufenthaltspapiere, die meisten von ihnen sind „Indocumentados“ aus Lateinamerika. Unter Trump gehen die Behörden verstärkt gegen sie vor. Der Republikaner hat immer wieder Druck auf Mexiko gemacht, Flüchtlinge aus südlichen mittelamerikanischen Staaten zu stoppen, bevor sie die US-Grenze erreichen.

Aus Ländern wie Honduras, Guatemala und El Salvador fliehen Tausende Menschen, unter anderem vor der grassierenden Bandengewalt. Trump hatte Mexiko unter Androhung von Strafzöllen zu einer Vereinbarung gezwungen, in der sich das Land verpflichtet, schärfer gegen Migranten vorzugehen. Trump dankte Mexiko am Samstag und sagte: „Bislang halten sie sich wirklich an die Vereinbarung.“


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Trump will massenhaft Migranten ausweisen
Berichte über verheerende Zustände in den überfüllten Lagern für Migranten in den USA haben für Empörung gesorgt. Präsident Trump sieht dagegen keinen Anlass für Kritik - und fordert Migranten auf, schlicht nicht illegal über die Grenze zu kommen.
TOPSHOT - US President Donald Trump speaks to the media prior to departing from the South Lawn of the White House in Washington, DC, July 5, 2019. - Trump on Friday lobbed another attack on the Federal Reserve, accusing it of incompetence for failing to stimulate the economy. The Fed "doesn't know what it's doing," he told reporters at the White House. (Photo by SAUL LOEB / AFP)
Trump baut Truppen an Grenze auf
US-Präsident Donald Trump macht seine Drohung wahr und schickt Tausende Soldaten an die Grenze zu Mexiko. Sie sollen Migranten aus Mittelamerika abschrecken.
US riot police officers take part in a border security drill at the US-Mexico international bridge, as seen from Ciudad Juarez, Mexico, on October 29, 2018. - Dozens of migrants get to the border crossing linking El Paso, texas and Ciudad Juarez, Chihuahua state, every day, ahead of a caravan of Central Americans seeking political asylum in the United States. (Photo by Herika Martinez / AFP)
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.