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Trump nimmt Schutz von Trans-Menschen zurück
International 14.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Trump nimmt Schutz von Trans-Menschen zurück

Seit den siebziger Jahren ist die Regenbogenfahne ein internationales Symbol für sexuelle Freiheit.

Trump nimmt Schutz von Trans-Menschen zurück

Seit den siebziger Jahren ist die Regenbogenfahne ein internationales Symbol für sexuelle Freiheit.
Foto: AFP
International 14.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Trump nimmt Schutz von Trans-Menschen zurück

Die US-Regierung hat eine von Präsident Donald Trumps Vorgänger Barack Obama geschaffene Regelung zum Schutz von Trans-Menschen vor Diskriminierung im Gesundheitswesen zurückgenommen.

(dpa/rc) - Die US-Regierung hat eine von Präsident Donald Trumps Vorgänger Barack Obama geschaffene Regelung zum Schutz von Trans-Menschen vor Diskriminierung im Gesundheitswesen zurückgenommen. Die Obama-Regierung hatte die Definition von Geschlecht in einem Gesetz zum Schutz der Bürgerrechte im Gesundheitswesen 2016 über das binäre Geschlechtsmodell (männlich/weiblich) hinaus ausgeweitet, um sicherzustellen, dass alle Geschlechtsidentitäten umfasst werden. Das Gesundheitsministerium erklärte am Freitag, die Regierung werde nun zur Interpretation des Wortes „Geschlecht“ als „männlich oder weiblich und wie von der Biologie bestimmt“ zurückkehren.


Transgender und ihr steiniger Weg
Wie ein 14-Jähriger wegen seiner Transidentität im Alltag Diskriminierung und Übergriffen ausgesetzt ist.

Bei Trans-Menschen stimmt das Geschlecht nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen überein. Das Nationale Zentrum für die Gleichstellung von Transgendern bezeichnete die Entscheidung der Trump-Regierung als „grausam“ und „verachtenswert“. Ärzte und Versicherer könnten in der Folge Trans-Personen die Versorgung verweigern, hieß es in einer Mitteilung.

Kritik kam auch von den Demokraten. Der designierte Präsidentschaftskandidat Joe Biden erklärte auf Twitter: „Donald Trumps Grausamkeit kennt wirklich keine Grenzen.“ Biden wies darauf hin, dass die Ankündigung der Regierung nicht nur mitten in der Corona-Pandemie kam, sondern auch am Jahrestag des Attentats auf einen LGBT-Nachtclub in Orlando 2016 und mitten im Pride-Monat, den die USA jedes Jahr im Juni begehen und damit an die Ereignisse im Juni 1969 in New York erinnern, bei denen sich in der Christopher Street die Besucher der Schwulenbar „Stonewall Inn“ gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen wehrten.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sprach von einem „gefährlichen Angriff auf unsere Grundwerte Gleichheit und Gerechtigkeit“ und kritisierte, dass die Regierung Diskriminierung in wesentlichen Bundesrichtlinien verankere.

Harry-Potter-Autorin in Transgender-Polemik verwickelt


(FILES) In this file photo taken on December 11, 2019 British author J. K. Rowling attends HBO's "Finding The Way" world premiere at Hudson Yards in New York City. - "Harry Potter" author JK Rowling revealed on June 10, 2020 she is a survivor of domestic abuse and sexual assault. The celebrated British writer said in a blog post that she was disclosing the information to give context to her controversial past comments about transgender women. (Photo by Angela Weiss / AFP)
Transgender-Streit: Rowling spricht über Erfahrung mit häuslicher Gewalt
Die Welt von Harry Potter gilt als vorurteilsfrei. Autorin J.K. Rowling selbst wird nun intolerantes Verhalten vorgeworfen. Sie reagiert mit einem Text - und verriet Persönliches.

Die 54-Jährige Autorin von Harry Potter, J.K. Rowling, löste vor einiger Zeit mit kritischen Äußerungen zu Transgender-Menschen starke Proteste aus - und das nicht zum ersten Mal. Es geht in der Debatte beispielsweise um Frauen, die laut Geburtsurkunde als Männer auf die Welt kamen. Rowling hatte kürzlich auf Twitter einen Artikel kritisiert, in dem Frauen als "Menschen, die menstruieren" bezeichnet wurden.


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Bunt, bunter, "GayMat": Am Samstag zog es erneut unzählige Mitglieder der "GayMat"-Parade nach Esch/Alzette. In diesem Jahr wollten die Teilnehmer auf eine besondere Situation aufmerksam machen.