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Trump nennt Konkurrenten Biden "korrupt"
International 2 Min. 23.09.2019

Trump nennt Konkurrenten Biden "korrupt"

US-Präsident Donald Trump.

Trump nennt Konkurrenten Biden "korrupt"

US-Präsident Donald Trump.
Foto: AFP
International 2 Min. 23.09.2019

Trump nennt Konkurrenten Biden "korrupt"

Obschon Donald Trump in der Ukraine-Affäre selbst unter Verdacht steht, sein Amt missbraucht zu haben, geht er in die Offensive - allerdings ohne Beweise.

(dpa) - In der Debatte über ein umstrittenes Ukraine-Telefonat hat US-Präsident Donald Trump den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn heftig attackiert. Trump wies am Montag erneut alle Vorwürfe von sich, wonach er über den Hebel der ukrainischen Regierung versucht haben soll, Bidens Sohn - und damit auch seinem möglichen Herausforderer Biden - zu schaden. Stattdessen erhob Trump schwere Anschuldigungen gegen die beiden: „Joe Biden und sein Sohn sind korrupt“, sagte Trump am Rande politischer Gespräche bei den Vereinten Nationen in New York. Die lügnerischen Medien wollten darüber aber nicht berichten, weil die beiden Demokraten seien, beklagte er.

Wenn ein Republikaner je das getan hätte, was Biden getan hätte, dann wäre er auf dem elektrischen Stuhl gelandet, sagte Trump, der selbst Republikaner ist. Es werde mit zweierlei Maß gemessen. Trump versicherte, er selbst habe nichts Unrechtes getan. Sein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei „großartig“ und „ehrenwert“ gewesen. Er habe auch niemanden unter Druck gesetzt.


US President Donald Trump speaks during an event establishing the US Space Command in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, August 29, 2019. (Photo by SAUL LOEB / AFP)
Trump wegen Ukraine-Gespräch unter Druck
Der US-Präsident soll seinen ukrainischen Amtskollegen zu Ermittlungen gegen den Sohn von Joe Biden aufgefordert haben.

Seit Tagen sorgt in den USA ein Telefonat zwischen Trump und Selenskyj für große Aufregung. US-Medien hatten am Freitag berichtet, dass Trump Selenskyj in einem Gespräch im Juli mehrfach aufgefordert haben soll, mit seinem Anwalt Rudy Giuliani zusammenzuarbeiten, um Ermittlungen gegen Joe Bidens Sohn Hunter einzuleiten. Der Sohn des Ex-US-Vizepräsidenten arbeitete zeitweise für eine ukrainische Firma.

Der Vorfall wurde bekannt, nachdem ein Geheimdienstmitarbeiter wegen des Gesprächs so beunruhigt war, dass er die Information einer internen Kontrollbehörde meldete. Diese stufte die Beschwerde als dringend und glaubwürdig ein. Die oppositionellen Demokraten sehen in dem Vorfall gut ein Jahr vor der Präsidentenwahl einen Versuch, die Wahl mithilfe einer ausländischen Regierung zu beeinflussen.

Trump müht sich seit Tagen, die Vorwürfe abzuschütteln und den Fokus auf ein mögliches Fehlverhalten von Biden zu richten. Der US-Präsident wirft Biden unter anderem vor, als Vizepräsident die Entlassung eines ukrainischen Korruptionsermittlers betrieben zu haben, um seinen Sohn Hunter zu schützen. Trump deutete auch an, dass Bidens Sohn bei seinen Geschäften vom Amt seines Vaters unredlich profitiert haben soll. Trump - dessen Kinder selbst international Geschäfte machen - untermauerte seine Anschuldigungen gegen Biden zunächst nicht mit Belegen. Biden hat Trumps Vorwürfe zurückgewiesen.


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