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Trump lässt Kavanaugh vom FBI durchleuchten
International 29.09.2018

Trump lässt Kavanaugh vom FBI durchleuchten

Die Proteste gegen eine mögliche Ernennung dauerten am Freitag an.

Trump lässt Kavanaugh vom FBI durchleuchten

Die Proteste gegen eine mögliche Ernennung dauerten am Freitag an.
AFP
International 29.09.2018

Trump lässt Kavanaugh vom FBI durchleuchten

Donald Trumps Wunschkandidat hat sich mit großer Mühe über eine weitere Hürde vor der Ernennung zum Supreme-Court-Richter geschleppt. Nächste Woche soll die Entscheidung fallen.

(dpa) - In dem mit äußerster Härte geführten Kampf um die Ernennung des Juristen Brett Kavanaugh zum Richter am höchsten Gericht der USA ermittelt nun die Bundespolizei FBI. Kavanaugh hatte am Freitag ungeachtet öffentlich vorgetragener Missbrauchsvorwürfe mehrerer Frauen eine wichtige Hürde für den Spitzenjob genommen. Der Justizausschuss des Senats empfahl die Nominierung des 53-Jährigen mit der Mehrheit der republikanischen Senatoren. Am Vortag war es zu einer denkwürdigen Anhörung in dem Ausschuss gekommen, bei der Christine Blasey Ford den Juristen schwer beschuldigte hatte.


Supreme court nominee Brett Kavanaugh testifies before the Senate Judiciary Committee on Capitol Hill in Washington, DC on September 27, 2018. - University professor Christine Blasey Ford, 51, told a tense Senate Judiciary Committee hearing that could make or break Kavanaugh's nomination she was "100 percent" certain he was the assailant and it was "absolutely not" a case of mistaken identify. (Photo by Gabriella Demczuk / POOL / AFP)
Trotz denkwürdiger Anhörung: Trump hält an Kavanaugh fest
In einem emotionalen Auftritt vor dem US-Senat bekräftigt Christine Blasey Ford ihre Missbrauchsvorwürfe gegen den Supreme-Court-Kandidaten. Der spricht von einer „nationalen Schande“. Donald Trump will jetzt Fakten sehen.

Was die auf wenige Tage und im Umfang begrenzten FBI-Ermittlungen bringen können, war zunächst unklar. Allerdings dienen sie möglicherweise dazu, die Reihen der Republikaner für die entscheidende Abstimmung im Senat zu schließen. Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska, eine der Wackelkandidatinnen, begrüßte die Idee für befristete Ermittlungen. Angeregt hatte diese ihr Parteikollege Jeff Flake, Präsident Donald Trump setzte sie prompt in Gang. Laut dem Fraktionschef der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, stehen nun alle 51 republikanischen Senatoren hinter der Nominierung Kavanaughs, die jetzt vorangetrieben werde.


Supreme court nominee Brett Kavanaugh testifies before the Senate Judiciary Committee on Capitol Hill in Washington, DC on September 27, 2018. - University professor Christine Blasey Ford, 51, told a tense Senate Judiciary Committee hearing that could make or break Kavanaugh's nomination she was "100 percent" certain he was the assailant and it was "absolutely not" a case of mistaken identify. (Photo by Andrew Harnik / POOL / AFP)
Trumps Richterkandidat Kavanaugh verteidigt sich mit aggressiver Rede
Die Berufung des Supreme-Court-Kandidaten Kavanaugh schien schon fast durch zu sein, als Missbrauchsvorwürfe auftauchten. Professorin Ford legte am Donnerstag vor dem US-Senat ihre Anschuldigungen dar. Kavanaugh wehrt sich.

Kavanaugh ist mit Vorwürfen konfrontiert, er habe als junger Mann mehrfach Frauen sexuell belästigt und mindestens eine von ihnen vor Jahrzehnten zu vergewaltigen versucht. Er kündigte an, mit den Ermittlern zu kooperieren. Die Vorwürfe selbst weist Kavanaugh jedoch entschieden zurück. Am Donnerstag beteuerte er im Senatsausschuss unter Tränen seine Unschuld und trug in einer kämpferischen, teils wütenden Rede seinerseits Vorwürfe gegen die Opposition vor.


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