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Trump: "Ich habe die allumfassende Macht"
International 1 2 Min. 14.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Trump: "Ich habe die allumfassende Macht"

US-Präsident Donald Trump während des Pressebriefings am Sonntag.

Trump: "Ich habe die allumfassende Macht"

US-Präsident Donald Trump während des Pressebriefings am Sonntag.
Foto: AFP
International 1 2 Min. 14.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Trump: "Ich habe die allumfassende Macht"

Der US-Präsident reklamiert in der Corona-Krise die Entscheidungsgewalt für sich allein. Gouverneure wie Andrew Cuomo widersprechen heftig.

(dpa) - Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat Präsident Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich reklamiert. Er habe bei der Frage der Wiederöffnung Amerikas infolge der Coronavirus-Epidemie die „allumfassende Macht“, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Er reagierte damit auf Äußerungen von Gouverneuren mehrerer US-Bundesstaaten, die zuvor erklärt hatten, sich bei der Aufhebung der von ihnen verhängten Beschränkungen untereinander abstimmen zu wollen. Trump betonte: „Wenn jemand Präsident der Vereinigten Staaten ist, hat er allumfassende Macht.“

In den USA haben wegen des neuartigen Corona-Virus inzwischen fast alle Bundesstaaten eigene Ausgangsbeschränkungen erlassen. Trumps Regierung hat zudem für das ganze Land Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, die noch bis Ende April gelten sollen. Trump sagte, er werde bei der Entscheidung zu einer Lockerung eng mit den Gouverneuren zusammenarbeiten. Vizepräsident Mike Pence verteidigte Trumps Äußerung und sagte, dieser habe im Krisenfall uneingeschränkte Befugnisse. Die Macht eines US-Präsidenten ist verfassungsrechtlich jedoch durch die Gewaltenteilung und den Föderalismus begrenzt.

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"Wir haben keinen König"

Der Gouverneur des besonders betroffenen Bundesstaats New York, der Demokrat Andrew Cuomo, widersprach Trump entschieden. „Der Präsident hat keine allumfassende Macht. Wir haben eine Verfassung, wir haben keinen König“, sagte Cuomo dem Nachrichtensender CNN. Auch eine landesweite Krise setze die Verfassung nicht außer Kraft, sagte er.


US President Donald Trump speaks during the daily briefing on the novel coronavirus, which causes COVID-19, in the Brady Briefing Room at the White House on April 9, 2020, in Washington, DC. (Photo by JIM WATSON / AFP)
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Während der demokratische Herausforderer Joe Biden darum kämpfen muss, sichtbar zu bleiben, nutzt US-Präsident Donald Trump jede Gelegenheit, um sich zu profilieren.

Der Republikaner Trump will die Coronavirus-Beschränkungen wegen der sich abzeichnenden schweren Wirtschaftskrise möglichst bald wieder lockern. Cuomo hatte am Montag erklärt, er und seine Kollegen aus fünf anderen nordöstlichen Bundesstaaten würden sich bei Entscheidungen zu einer Lockerung der Beschränkungen eng abstimmen. Die übrigen Bundesstaaten waren New Jersey, Connecticut, Pennsylvania, Rhode Island und Delaware. An der Westküste wollte sich Kalifornien mit mehreren Staaten abstimmen.

In New York gelten weiterhin strenge Ausgangsbeschränkungen.
In New York gelten weiterhin strenge Ausgangsbeschränkungen.
Foto: AFP/Spencer Platt/Getty Images

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer in dem nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10.065, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz mit.  

Die Gesamtzahl der Infektionen liegt in New York inzwischen bei 195.031. „Ich glaube, man kann sagen, dass das Schlimmste vorbei ist“, sagte Cuomo - betonte aber, dass das nur gelte, wenn sich die Menschen in New York weiterhin an die strengen Ausgangsbeschränkungen hielten.