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Trump feuert Justizminister Sessions
International 07.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Trump feuert Justizminister Sessions

Als oberster Chefankläger hatte Sessions die Aufsicht über das FBI und wäre damit eigentlich auch für die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zuständig gewesen.

Trump feuert Justizminister Sessions

Als oberster Chefankläger hatte Sessions die Aufsicht über das FBI und wäre damit eigentlich auch für die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zuständig gewesen.
Foto: AFP
International 07.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Trump feuert Justizminister Sessions

Keine 24 Stunden nach den US-Zwischenwahlen hat US-Präsident Donald Trump am Mittwoch seinen Justizminister Jeff Sessions entlassen

(mth/dpa) - Keine 24 Stunden nach den US-Zwischenwahlen hat US-Präsident Donald Trump am Mittwoch seinen Justizminister Jeff Sessions entlassen. Er danke Sessions für seine Dienste und wünsche ihm alles Gute, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.


Trump teilte zudem mit, dass er Sessions durch dessen Stabschef  Matthew G. Whitaker ersetzen wolle. Dessen Berufung kommt nicht ganz unerwartet, wie die Washington Post schon im Oktober  berichtete.

In einem Brief erklärte Sessions, er reiche seinen Rücktritt auf Bitten des Präsidenten ein. Sessions ist schon vor längerer Zeit bei Trump in Ungnade gefallen. Trump hatte ihn in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert. Hintergrund ist, dass dieser sich wegen Befangenheit aus den Russland-Ermittlungen rausgehalten hatte.


Weiter twittert Donald Trump gegen seinen Justizminister.
Trump setzt öffentliche Demontage seines Chefanklägers fort
US-Präsident Donald Trump setzt die öffentliche Demontage seines Justizministers und Chefanklägers Jeff Sessions ungebremst fort.

Als oberster Chefankläger hatte Sessions die Aufsicht über das FBI und wäre damit eigentlich auch für die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zuständig gewesen, der prüft, ob es bei den mutmaßlich russischen Einflussversuchen auf die Wahl 2016 geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gab.

Sessions hatte sich während des Wahlkampfes mit dem damaligen russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, getroffen. In einer Anhörung vor dem Senat verneinte er dies aber, obwohl er unter Eid stand. Deswegen hält er sich aus den Russland-Ermittlungen heraus - was Trump massiv missfällt. Der Präsident hatte den Justizminister sogar auf Twitter dazu gedrängt, die Untersuchung zu beenden.

Trumps Republikaner hatten bei den Wahlen am Dienstag ihre Kontrolle über das Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren, ihre Mehrheit im Senat aber behauptet. Der Präsident erklärte in einer Pressekonferenz am Mittwoch, dass Personalwechsel nach den Midterms normal seien.



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