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Trump droht US-Kongress mit Schließung der Grenze zu Mexiko
International 2 Min. 02.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Trump droht US-Kongress mit Schließung der Grenze zu Mexiko

Trump droht US-Kongress mit Schließung der Grenze zu Mexiko

Foto: AFP
International 2 Min. 02.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Trump droht US-Kongress mit Schließung der Grenze zu Mexiko

Erst drohte US-Präsident Trump Mexiko mit der Schließung der Grenze, nun erhöht er damit den Druck auf die Demokraten im US-Kongress: Trump verlangt eine umgehende Reform der Einwanderungsgesetze. Wirtschaftliche Schäden bei einer Grenzschließung nimmt er in Kauf.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat erneut mit der Schließung der Grenze zu Mexiko gedroht und den Kongress zu einer umgehenden Reform der Migrationsgesetze aufgefordert. „Der Kongress muss schnell zusammenkommen und einen Deal machen“, sagte Trump am Dienstag am Rande eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Weißen Haus. „Wenn wir keinen Deal mit dem Kongress machen, dann wird die Grenze geschlossen werden. Hundert Prozent.“ Der republikanische Präsident erhöhte damit den Druck auf die Demokraten, die das Abgeordnetenhaus im Kongress dominieren.

In der vergangenen Woche hatte Trump damit gedroht, die Grenze in dieser Woche zu schließen, wenn die mexikanische Regierung ihr Vorgehen gegen illegale Einwanderer, die durch das Land in die USA wollten, nicht deutlich verstärkt. Am Dienstag sagte der US-Präsident, Mexiko habe damit begonnen, an der Südgrenze des Landes Migranten vor allem Guatemala, Honduras und El Salvador zu stoppen. Das mache „einen großen Unterschied“.

Trotzdem warnte Trump, wenn es keine Einigung mit dem Kongress gebe „und/oder wenn Mexiko nicht tut, was es tun sollte“, dann werde er die Grenze oder „große Teile der Grenze“ schließen. Trump fordert seit langem eine grundlegende Änderung der Einwanderungsgesetze. Der Kongress scheitert allerdings bereits seit Jahren daran.

Die 3200 Kilometer lange Grenze zwischen den USA und Mexiko ist eine der am stärksten frequentierten der Welt. Eine Schließung würde schwere wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen - für beide Länder. Trump räumte ein, dass eine Grenzschließung „negative Auswirkungen auf die Wirtschaft“ haben werde. Er fügte aber hinzu: „Sicherheit ist mir wichtiger als Handel.“


(FILES) In this file photo taken on June 18, 2013, then Federal Bureau of Investigation (FBI) Director Robert Mueller testifies during a hearing before the Senate Judiciary Committee June 19, 2013 on Capitol Hill in Washington, DC. - Special Counsel Robert Mueller has concluded his investigation into Russian election meddling and submitted a report, US Attorney General Bill Barr announced Friday, March 22, 2019, closing a nearly two-year investigation focused on President Donald Trump and his 2016 campaign. (Photo by ALEX WONG / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP)
Bericht von Sonderermittler Mueller soll Mitte April publik werden
US-Justizminister William Barr wird den umstrittenen Bericht von Russland-Sonderermittler Robert Mueller bis Mitte April den Kongressabgeordneten und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Trump warf den Demokraten erneut vor, dass sie „offene Grenzen“ wollten. Das fordern die Demokraten nicht. Sie leisten allerdings Widerstand gegen die von Trump angestrebte Mauer an der Grenze zu Mexiko.

„Wir haben das dümmste Einwanderungssystem der Welt“, sagte Trump am Dienstag. „Die Demokraten wollen es nicht ändern, weil sie den Republikanern keinen Sieg gönnen wollen.“

Den Senat - neben dem Abgeordnetenhaus die andere Kammer im Kongress - dominieren Trumps Republikaner. Trump fordert seit langem eine grundlegende Änderung der Einwanderungsgesetze. Der Kongress scheitert allerdings bereits seit Jahren daran.


WASHINGTON, DC - MARCH 23: The early morning sun begins to rise behind the U.S. Capitol on March 23, 2017 in Washington, DC. House Republicans are trying to secure enough support to vote on repealing and replacing the Affordable Care Act or Obamacare.   Mark Wilson/Getty Images/AFP
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Trump sagte am Dienstag, er habe am Vortag Hilfsgelder in Höhe von Hunderten Millionen für Guatemala, Honduras und El Salvador gestoppt. Die US-Regierung hat diesen mittelamerikanischen Staaten wiederholt vorgeworfen, sie täten zu wenig gegen illegale Migranten, die versuchten, aus den drei Ländern in die USA zu gelangen. Trump warf den drei Staaten am Dienstag vor, „Karawanen“ mit Migranten in Richtung der USA loszuschicken.


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