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Trump droht dem Iran mit "Ende"
International 20.05.2019

Trump droht dem Iran mit "Ende"

Die USA haben zur Abschreckung bereits Kriegsschiffe in die Golfregion verlegt.

Trump droht dem Iran mit "Ende"

Die USA haben zur Abschreckung bereits Kriegsschiffe in die Golfregion verlegt.
AFP
International 20.05.2019

Trump droht dem Iran mit "Ende"

Die Sorge ist groß, dass der Streit zwischen den USA und dem Iran weiter eskalieren könnte. Beide Seiten überziehen einander mit neuen Drohungen.

(dpa) - Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump Teheran mit deutlichen Worten vor einer Eskalation gewarnt. „Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!“, schrieb Trump am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter.


Der Eingangsbereich zum Gelände der US Botschaft im Irak.
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Zuvor hatte sich der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Salami, kämpferisch gegeben. Zwar wollten der Iran und seine Revolutionsgarden keinen Krieg, betonte Salami nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Isna. Allerdings fürchteten sie sich auch nicht davor, fügte er hinzu. Die US-Truppen hätten, anders als die Revolutionsgarden, Angst vor dem Tod und ein solcher Gegner sei „leicht zu besiegen“. Die Revolutionsgarden behaupten, ihre Truppen hätten keine Angst vor dem Tod, weil sie als Muslime an den Märtyrertod glaubten. Demnach ist jedem, der im Kampf gegen Ungläubige stirbt, ein Platz im Paradies sicher.  

Sehr angespannte Lage


A picture taken on May 13, 2019, shows the crude oil tanker, Amjad, which was one of two reported tankers that were damaged  in mysterious "sabotage attacks", off the coast of the Gulf emirate of Fujairah. - Saudi Arabia said two of its oil tankers were damaged in mysterious "sabotage attacks" in the Gulf as tensions soared in a region already shaken by a standoff between the United States and Iran. (Photo by KARIM SAHIB / AFP)
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Die Lage in der Golfregion gilt wegen des Streits zwischen den beiden Seiten derzeit als sehr angespannt. Das US-Verteidigungsministerium hatte unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten entsandt und das damit begründet, es gebe Hinweise auf mögliche iranische Angriffe gegen US-Truppen. Die USA und ihr enger Verbündeter Saudi-Arabien werfen dem Iran vor, Unruhe zu stiften und Terrorismus zu unterstützen.

Washington setzt die Islamische Republik seit mehr als einem Jahr massiv unter wirtschaftlichen Druck, inzwischen wird offen die Gefahr eines Krieges diskutiert. Zuletzt hatten die Beteiligten betont, keine militärische Auseinandersetzung zu wollen. Trump betonte mehrfach, dass er mit dem Iran verhandeln wolle. Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, schloss Gespräche aber in der vergangenen Woche aus. Verhandlungen mit Trump und Washington seien „wie ein Gift“, sagte Chamenei, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist und das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.


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