Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Trump dankt saudischem Kronprinzen
International 20.03.2018

Trump dankt saudischem Kronprinzen

Trump dankt saudischem Kronprinzen

Foto: AFP
International 20.03.2018

Trump dankt saudischem Kronprinzen

Seite an Seite wollen Washington und Riad stehen, wenn es gegen den Iran geht. Überschwänglich loben sich die Verbündeten in Washington. Saudi-Arabien kauft Waffen der USA, um seine Rolle am Golf zu stärken.

(dpa) - US-Präsident Donald Trump hat dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman nachdrücklich für eine sehr enge Rüstungszusammenarbeit beider Länder gedankt. Niemand mache der Golfmonarchie ihre herausragende Stellung in diesem Bereich streitig, sagte Trump beim Besuch des Kronprinzen am Dienstag im Weißen Haus.

Das Verhältnis beider Länder sei noch nie so gut gewesen wie seit seinem Amtsantritt, sagte Trump. „Wir sind sehr gute Freunde geworden“, sagte er zu seinem Gast. Unter seinem Vorgänger Barack Obama sei das Verhältnis oft angespannt gewesen. Saudi-Arabien sei einer der wichtigsten Partner der USA, und das Verhältnis sei sehr tief. Beide sagten, dass Mohammeds Vater König Salman in Kürze in die USA reisen werde.

Die Gespräche Trumps (71) und bin Salmans (32) drehten sich vor allem um Sicherheitsfragen. Mohammed bin Salman gilt als der eigentliche starke Mann der Monarchie am Golf. Angesichts einer Reihe von Konflikten in der Region, etwa in Syrien und dem Jemen, sehen sich die USA auf ein starkes Saudi-Arabien angewiesen. Dass bei dem Besuch über Demokratie- und Menschenrechtsprobleme gesprochen worden wäre, wurde nicht bekannt.

Der Iran ist ein gemeinsamer Hauptfeind beider Länder. Im Mai steht eine Neubewertung des Atomdeals seitens der USA an. Ohne Iran beim Namen zu nennen, zeigten sich Trump und bin Salman einig darin, dass sie die Finanzierung von Terrorismus nicht duldeten - ein Vorwurf, den beide immer wieder an die Adresse Teherans erheben. Der Iran habe den Nahen Osten und auch die Welt nicht angemessen behandelt, sagte Trump. „Wir werden sehen, was passiert.“

Es war bin Salmans zweiter Besuch in Washington seit Trumps Amtsantritt und sein erster als Kronprinz. Bin Salman hält sich länger als zwei Wochen in den USA auf. Unter anderem ist er in San Francisco, Los Angeles, Boston und in Texas, das für Amerikas Energiewirtschaft eine wichtige Rolle spielt. Er will vor allem für Investitionen in sein Land werben, die er für dessen wirtschaftlichen Umbau braucht.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

EU setzt auf neue Anti-Terror-Truppe
Europa will verstärkt in die Sicherheitspolitik in der Sahelzone investieren. Dazu soll in eine multinationale Truppe investiert werden, die jedoch vor gewaltigen Herausforderungen steht.
(FILES) In this file photo taken on March 10, 2016, French soldiers involved in the regional anti-insurgent Operation Barkhane patrol on March 10, 2016 in Timbamogoye.
Two French soldiers were killed and another was hurt when their armoured vehicle struck a mine in Mali, a military source told AFP on February 21, 2018. Around 4,000 French troops are deployed in Mali and neighbouring countries to combat jihadists.
 / AFP PHOTO / PASCAL GUYOT
Alternative zu Rohani fehlt
Kaum jemand hatte erwartet, dass es im Iran zum Ende des Jahres 2017 zu Massenprotesten kommen würde. Trotz der schweren Wirtschaftskrise galt die islamische Republik als stabil...
A handout picture provided by the Iranian Presidency on October 7, 2017 shows Iran's President Hassan Rouhani giving a speech during a ceremony at Tehran University marking the beginning of new Iranian academic year. / AFP PHOTO / IRANIAN PRESIDENCY / HO / == RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / HO / IRANIAN PRESIDENCY" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS ==
Iran-Konflikt: Europäer appellieren erneut an USA
Scheitert das internationale Atomabkommen mit dem Iran an einem Alleingang des US-Präsidenten Donald Trump? Die Europäer wollen dies um jeden Preis verhindern und versuchen noch einmal, ein Zeichen zu setzen. An diesem Freitag steht in Washington eine wichtige Entscheidung an.
Belgian Foreign minister Didier Reynders (R) welcomes Iranian Foreign minister Mohammad Javad Zarif Khonsari before their meeting at the Palais Egmont in Brussels on January 11, 2018. 
Europe and Iran are to put on a united front in support of the landmark 2015 nuclear deal at talks in Brussels Thursday as Washington mulls reimposing sanctions on Tehran. / AFP PHOTO / JOHN THYS