Tropensturm „Tembin“: Mehr als 200 Tote auf den Philippinen
International 423.12.2017

Tropensturm „Tembin“: Mehr als 200 Tote auf den Philippinen

Michel Thiel
Michel Thiel

Vorige Woche forderte auf den Philippinen ein Sturm 54 Menschenleben, nun kommen beim Tropensturm „Tembin“ mindestens 200 Menschen um. Auf die Wucht des Unwetters sind die Behörden nicht vorbereitet.

(dpa) - Der Tropensturm „Tembin“ hat in den südlichen Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mehr als 200 Menschen kamen in den vergangenen Tagen ums Leben, wie Polizei und die Behörden der betroffenen Provinzen Zamboanga del Norte, Lanao del Sur und Bukidnon am Samstag mitteilten. In Lanao del Norte kamen bis Samstagabend 127 Menschen ums Leben und 69 weitere wurden noch vermisst. Mehr als 75.000 mussten ihre Häuser verlassen.

„Tembin“ war am Freitag in der südlichen Region Mindanao auf Land getroffen. Häuser wurden weggeschwemmt und viele Straßen sind unpassierbar. Man sei vom Ausmaß der Zerstörungen überrascht worden, sagte der Leiter der regionalen Katastrophenschutzbehörde, Manuel Luis Ochotorena dem Radiosender DZMM.

In der Provinz Zamboanga del Norte schwemmten demnach Sturzfluten in der Stadt Sibuco etwa 100 Fischerhütten fort. „Die aus den Bergen kommenden Wassermaßen haben sogar Kokospalmen ausgerissen, das zeigt die Kraft der Fluten“, sagte Ochotorena.

Die Regierung sagte den Opfern Unterstützung zu. Der Sturm bewegte sich in Richtung Westen. Böen erreichten Spitzen-Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Kilometer pro Stunde.

Erst vergangene Woche starben 54 Menschen, als Sturm „Kai-Tek“ über die Philippinen zog. Der südostasiatische Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich 20 Wirbelstürmen getroffen. 2016 kamen durch Taifun „Haiyan“ mehr als 6000 Menschen ums Leben.

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